SteuerreformBenzin und Diesel werden teurer – dafür kriegt jeder 100 Euro oder mehr überwiesen

Die türkis-grüne Regierung hat die Verhandlungen für ihr Prestigeprojekt, eine ökosoziale Steuerreform, am Sonntagvormittag abgeschlossen. Benzin wird ab 1. Juli 2022 um 8 Cent pro Liter teurer, Diesel um 9 Cent - dafür bekommen alle Österreicher an diesem Tag (und mit jedem folgenden Jahresbeginn) vom Staat mindestens 100 Euro an Klimabonus überwiesen - oder mehr, wenn sie in entlegenen Regionen wohnen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
ARCHIVBILD/THEMENBILD: DAS BRINGT 2016: STEUERREFORM
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Benzin wird ab 1. Juli 2022 um 8 Cent pro Liter teurer, Diesel um 9 Cent - dafür bekommen alle Österreicherinnen und Österreicher an diesem Tag (und mit jedem folgenden Jahresbeginn) vom Staat mindestens 100 Euro an Klimabonus überwiesen - oder mehr, wenn sie in entlegenen Regionen wohnen (Kinder erhalten die Hälfte).

Das sind die beiden spürbarsten Maßnahmen der "ökosozialen Steuerreform", die die türkis-grüne Koalition am Sonntagnachmittag im Bundeskanzleramt präsentierte.

CO2-Preis startet bei 30 Euro pro Tonne

Mit Juli 2022 führt Österreich demnach einen Preis von 30 Euro pro Tonne CO₂ ein, der in den folgenden Jahren steigt: 2023: 35 Euro; 2024: 45 Euro; 2025: 55 Euro pro Tonne. Die Steigerung verläuft analog zu jenem Modell, das die deutsche Bundesregierung beschlossen hat. Allerdings ist zu erwarten, dass die nächste deutsche Regierung den Pfad beschleunigen wird.

Diese Bepreisung ist zunächst als normale Steuer mit Fixpreis eingerichtet, ab 2026 soll sich der Preis über ein - noch auszuarbeitendes - Emissionshandelsystem nach den Klimazielen bzw. deren Erreichung bemessen.

Klimabonus abhängig vom Wohnort

Die Einnahmen werden zunächst einmal über einen "Regionalen Klimabonus" rückerstattet, gestaffelt in vier Stufen: 100 Euro bekommt, wer mitten in einer Stadt lebt. Wer in schlecht öffentlich angebundenen Regionen lebt, kriegt 133 Euro, 167 Euro und 200 Euro pro Jahr, dabei orientiert man sich am urban-rural-Index der Statistik Austria.

"133 Euro würde bekommen, wer in Leoben lebt, 167 jemand in Sinabelkirchen, 200 Euro jemand in Gnas", erörtert Jakob Schwarz, Klimasprecher der Grünen. Wenn der CO2-Preis ansteigt, wird auch der Klimabonus ansteigen. Im Jahr 2025 wird die Bonuszahlung laut Vizekanzler Kogler beinahe doppelt so hoch sein, wie zu Beginn. 

Allgemeine Steuersenkungen gibt es auch: die 2. Stufe der Einkommensteuer wird mit Juli 2022 von 35 auf 30 Prozent sinken, das bringt Steuerpflichtigen bis zu 650 Euro Entlastung pro Jahr.
Die Senkung der 3. Einkommensteuerstufe von 42 auf 40 Prozent kommt ab Juli 2023, hier ist eine maximale Entlastung von bis zu 580 Euro im Jahr möglich. Für kleine Einkommen werden die Krankenversicherungsbeiträge ab Juli 2022 gesenkt, beginnend mit 1,7 Prozent. Davon profitieren insbesondere einkommensschwachen Personen und Familien. 

Der Familienbonus steigt von 1.500 auf 2.000 Euro pro Kind und Jahr ab 1. Juli 2022. Das bringt pro Kind 500 Euro mehr Geld am Konto. Hinzu kommt die Erhöhung des Kindermehrbetrages auf 450 Euro.

Für Unternehmen wird die Körperschaftssteuer bis 2024 stufenweise auf 23 Prozent gesenkt.

"Größte Entlastung der Zweiten Republik"

Das Prestigeprojekt der Bundesregierung wurde von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Finanzminister Gernot Blümel und Arbeitsminister Martin Kocher (beide ÖVP) sowie Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) präsentiert.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach von der "größten Steuerentlastung der Zweiten Republik". Bis 2025 werden die Österreicherinnen und Österreicher dadurch mit 18 Milliarden Euro entlastet: "Jeder, der arbeiten geht, bekommt mehr - auch jene, die in der wohlverdienten Pension sind."  

Für Vizekanzler Werner Kogler ist die Einführung der CO2-Bepreisung ein "historischer" Moment: "Klimafreundliches Verhalten wird günstiger, klimaschädliches Verhalten wird teurer." Mindestens so wichtig wie die Frage, wie teuer das System kommt, sei die Frage, wie das Geld zurückkommt. Schon wenn der CO2-Preis am 1. Juli 2022, wird der regionale Klimabonus an jeden Österreicher überwiesen sein.

Dass der CO2-Preis mit 30 Euro anfangs eher niedrig ausfällt, ist laut Kogler "nicht unabsichtlich" angesichts der derzeit hohen Inflation und der hohen Gaspreise. Wichtig sei aber: "Der Preis wird steigen. Und das ist das wichtige, richtige Signal für alle." 

Das Dieselprivileg bleibt, wie es ist: Diesel bleibt gegenüber Benzin also weiterhin steuerbegünstigt. Auch das Pendlerpauschale bleibt von der Reform unberührt.

Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort

"Natürlich kommt es durch eine CO2-Bepreisung auch bei Unternehmen zu höheren Kosten bei Anschaffungen", so Finanzminister Gernot Blümel. Um Unternehmen nicht übermäßig zu strapazieren, gibt es daher eine Entlastung für besonders CO2-intensive Unternehmen, die in internationalem Wettbewerb stehen, nach deutschem Vorbild ("Carbon leakage"). Für besonders hoch belastete Unternehmen gibt es Härtefallregelungen. Außerdem gibt es einen Investitionsfreibetrag inkl. Ökologisierungskomponente, der sich an der Investitionsprämie orientiert.

Auch die Körperschaftssteuer wird gesenkt, allerdings nicht sofort. Im Jahr 2023 sinkt sie um einen Prozentpunkt und im Jahr 2024 um einen weiteren Prozentpunkt. Im Jahr 2025 soll sie dann 23 Prozent betragen (derzeit 25 Prozent) und um bis zu 700 Millionen Euro entlasten.

Für die Landwirtschaft wird ein pauschalierter Agrardiesel eingeführt. Für energieautarke Bauernhöfe wird es eine Förderung von 25 Millionen Euro geben.

Späterer Start wegen hoher Gaspreise

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler betonte, dass seit 30 Jahren über einen CO2-Preis geredet wird. Dass er nicht, wie ursprünglich geplant, mit Jahresbeginn 2022 startet, sondern erst im Juli, argumentiert Gewessler mit den derzeit hohen Kosten für Gas. "Es ist unsere Aufgabe, hier dagegenzuhalten."

Der Fördertopf für den Tausch von Öl- oder Gasheizungen wird daher auf insgesamt 500 Millionen Euro erhöht. "Wir wollen den Umstieg auf klimafreundliches Verhalten so einfach wie möglich machen", so Gewessler: "Niemand soll draufzahlen."

Arbeitsminister Martin Kocher, der auch Verhaltensökonom ist, betont: "Natürlich werden nicht alle im nächsten Jahr auf den öffentlichen Verkehr umsteigen." Die Reform habe aber eine langfristige Lenkungswirkung: "Wichtig ist, dass wir beim CO2-Preis Planbarkeit haben. Die Lenkungswirkung ergibt sich in der Vorausschau, etwa bei der Entscheidung, sich ein Auto zu kaufen, eine Heizung zu tauschen oder ob die öffentliche Hand in öffentlichen Verkehr investiert."

NGOs und Ökonomen ist der Schritt zu klein

Der neue Wifo-Chef Gabriel Felbermayr forderte am Sonntag in der ORF Pressestunde eine rasche stufenweise Anhebung der CO2-Abgabe auf Verkehr und Energie auf 60 Euro je Tonne. Er schlug einen Startpreis von 35 Euro pro Tonne vor.

Der WWF bewertet den Einstieg in die CO2-Bepreisung als wichtigen Schritt, fordert aber einen steileren Preispfad und einen größeren Öko-Bonus. Als "verheerendes Signal" sieht der WWF den erneut verschobenen Abbau umweltschädlicher Subventionen.

Auch dem VCÖ ist der CO2-Preis zu niedrig. Dies bedeute hohe Kosten für Allgemeinheit und künftige Generationen. Die Klimaschäden durch 1.000 kg CO2 betragen laut Umweltbundesamt 201 Euro, erinnerte der VCÖ. Im Regierungspapier sind in einem ersten Schritt 30 Euro pro Tonne vorgesehen.

Greenpeace ortet einen viel zu niedrigen CO2-Preis ohne Lenkungseffekt und fordert ebenfalls das Ende klimaschädlicher Subventionen, wie etwa des Dieselprivilegs. Die Regierung habe es bei der Steuerreform verabsäumt, Österreich auf Klimakurs zu bringen. "Es ist ein Armutszeugnis, dass es Österreich nicht gelingt, ein deutlich klimafreundlicheres Modell vorzulegen als etwa das konservative Deutschland", so Greenpeace.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler betont, dass die Steuerreform erst ein erster Schritt sein wird: "Klimaschutz ist nicht mit dem heutigen Tag erledigt. Er wird uns bis zum Jahr 2040 beschäftigen, wenn wir Klimaneutralität erreicht haben."

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

lilith73
0
1
Lesenswert?

Klima

Da werden die Lockdown Kosten wieder unter dem Deckmantel Klima reingeholt,
Die Elektroautos stehen ohne Chip auf Halde. Keiner kann sie sich leisten, die Öffis sind teuer, Der Sprit wird so teuer, dass sich das Arbeiten nicht mehr auszahlt,.....
Heizen mit Wärmepumpe, der Strompreis wird teurer, der Strom kommt aus dem Kohlekraftwerk,....

Irgendeiner
0
1
Lesenswert?

Manches kommt sehr schnell weg

das find ich sehr erhellend.

wolff02
1
1
Lesenswert?

Wie wäre es........

wenn wir mal Zukunftsorientiert handeln würden Österreich und die gesamte EU gemeinsam, es sollte doch kein Problem sein einen Fonds zuinstallieren und weltweit in diversen Ländern alte Industrieanlagen auf modernen Standart zubringen. Damit würden wir Weltweit der Umwelt wirklich helfen und unsere Anlagenbauer mit ihren Mitarbeitern hätten Arbeit ohne Ende, zusätzlich harte Auflagen beim Errichten und modernisierungspflichten von Anlagen bei uns. Der jetzige Plan das jedes EUmitglied selber Regeln und Steuern für sich erfindet bringt nur undurchschaubares Stückwerk in Europa das horende Summen kostet. Wobei Europa ohnehin schon gute Standarts Weltweit gesehen hat die großen Probleme könnten mit am Anfang relativ geringen Summen in den armen Ländern große Erfolge bringen.

neuernickname
1
1
Lesenswert?

Ich halte nichts davon Deutschland zu sanieren. Die haben genug Geld abgegriffen in den letzten Jahren

Soll der Scholz machen - der war eh Finanzminister, der ist eh verantwortlich für die alten Industrieanlagen in Deutschland.

aposch
2
7
Lesenswert?

Wie soll das funktionieren?

Bei der ungefähr 0,001 % der Weltbevölkerung wird es Österreich sicher schaffen, ohne Mitwirkung der übrigen 99,999 % das Weltklima zu retten. Zumindest ist es der Plan der Grünen, wenn sie nämlich meinen, wir müssen Vorreiter sein, sonst ist die Welt verloren.

Irgendeiner
3
5
Lesenswert?

Ach das geht schon los bevor die überhaupt sinnvolle Ideen

vorlegen, wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß,,schon der Focus ist falsch,es geht nicht um die Quantität der Bevölkerung,es geht um den ökologischen Fußabdruck,die Industriestaaten müssen als erste was tun, aber sicher nicht der Truppe des Quarantänezeitenverkürzers Geld in den Rachen schieben,auf solche Schnapsideen kommt nur ein Studienabbrecher.

neuernickname
4
3
Lesenswert?

irgi, Das ist dein absolutes Rekordposting

der ökologische Fußabdruck, mein lieber irgendeiner ist eine Schimäre - weil in Ländern wie Indien ca. 200 Mio. Menschen unterernährt sind. Die können rausblasen so viel sie wollen - im Jahr kommten dort soviele Menschen die unterernährt sind dazu, dass Indien als Entwicklungsland gilt.
Dabei ballert Indien 6,9 % des jährlichen CO2 Ausstoßes raus. Die EU ein wenig über 8 % -und in Europa gibt es KALTE WINTER.

Nach deiner Rechnung müsste man also Europa in eine Hungersnot schicken. Checkst du das überhaupt, wie WEIT du daneben liegst?

Irgendeiner
3
1
Lesenswert?

Naja,

1. China 11.256 29,7
2. USA 5.275 13,9
3. Indien 2.622 6,9
4. Russland 1.748 4,6
5. Japan 1.199 3,2
6. Deutschland 753 2,0
7. Iran 728 1,9
8. Südkorea 695 1,8
9. Saudi-Arabien 625 1,7
10. Kanada 594 1,
Und Du pickst dir ein Armenhaus raus,und jetzt berechne es pro Kopf,mein Held.

neuernickname
1
1
Lesenswert?

irgendeiner PRO Kopf ist Unfug - sorry - völliger Unfug.

Dem Klima ist der Fußabdruck vollkommen powidl, der du mich verhelden willst.

Du kannst eine gewachsene Volkswirtschaft nur völlig umbringen, wenn du jetzt losziehst und sagst- der Fußabdruck muss an Indien oder Burkina Faso angepasst werden. Mit einer Lebenserwartung die um 20 Jahre geringer ist als in Österreich (allein daran schon mal gedacht - irgi?)

Ist das so schwer zu verstehen. Die Leute machen da nicht MIT. Nie und nimmer. Denk an die Gelbwesten.
Nimm einen MIlliardär - dessen Fußabdruck ist nicht viel größer als deiner. Wenn du dem jetzt sagst, ab heute muss du 5 Euro für den Liter Diesel zahlen, wird der sagen - ist mir wurscht. Dann steigen meine Aktien oder ich zieh in die Karibik. Und 1 Mio Menschen kannst in die Suppenküche schicken.
Daher, mein Nicht-Held - hör auf die Helden - die denken a bisserl weiter.

Irgendeiner
1
1
Lesenswert?

Nein es ist kein Unfug,es ist Dein ökologischer Fußabdruck

und Du hast da offenbar ziemliche Plattfüße,nur ich geb zu, Du tust das nicht wie es nunmal nirgends ist ,selbst,Du fährst vielleicht zu viel Auto,schlecht,machst Flugreisen in die Karibik, schlecht, heizt mit Öl,schlecht,aber du bist kein Großemitent,das sind Industriebetriebe die sich gegen jede Maßnahme gewehrt haben in den letzten vierzig Jahren und von Basti jetzt noch mit Vorteilen überschüttet werden, für Leugnung des Klimawandels und andere freche Lügen.Und der Fußabdruck eines Milliardärs könnt tatsächlich kleiner sein als meiner,wenn er Eremit in der Einöde ist und nicht investiert,aber wer sitzt schon auf Goldbarren im Nirgendwo,sonst ist es hoch unwahrscheinlich.,übrigens mittlerweile ein anstrebenswertes Ziel,nicht das Milliardärsein.Und ich sag Dir noch was,ganz einfach so,in der Pandemie gehts ums Überleben vieler,da wurde gelogen und gemurkst,da gehts schon ums Überleben unserer Spezies und anderer auch,das liegt wissenschaftlich am Tisch, und ob ihr mitmacht,naja,es ist im Grunde wurst,es wird uns niemand vermissen,auf einem blöden kleinen Planeten irgendwo in der Milchstraße,nichtmal zentral,it´s up to you.

neuernickname
1
2
Lesenswert?

irgi - Ich lebe weitaus grüner als du

Hab deine Postings über deine Reisen nach England etc. gelesen.

ich reise nie. Ich fliege nie, ich fahr mit einem gebrauchten Hybrid .Ich hab zwei paar Schuhe und kauf sehr viel Second Hand. Ich fahr nie auf Urlaub.

Das ist ja dein Problem, du bist emotional auf 180, hältst dich für einen besseren Menschen.

Die Industriebetriebe gibt es nur, weil DU konsumierst. Und soweit ich weiß bist du ja auch in der Finanzwirtschaft aktiv - ich nicht. Ich hab nur in der Realwirtschaft gearbeitet - und niemals vom System gelebt. Von daher ist mein Fußabdruck nicht vorhanden, im Gegensatz zu Systemausnutzern.

Ich weiß - hier in dem Forum ist links supa, und auch blau its supa. Ihr seids alles simple Schwarz-Weiß-Denker mit Universitätsabschluss. Aber von der Welt versteht ihr gar nix.
Ihr macht da mit, ihr Systemausnutzer, nicht wir Systemerhalter. Ihr lebt von mir, nicht ich von euch.

Irgendeiner
0
0
Lesenswert?

Langsamdenker,Du machst mir Kopfweh,ich mein, Du hast mir Fans unterstellt,die hab ich nicht,nur jetzt stellt sich raus, Du scheinst mein größter zu sein,,du hängst sehr an meinen Lippen,darfst ja.nur die Crux ist,wir rennen kein Rennen um grünes Verhalten im persönlichen Alltag und wenn ich der denkmöglich größte Saubär in persönlichen Umweltfragen wäre,würde das an Wahrheit oder Falschheit meiner Analysen nichts ändern und was Du über

dich erzählst,prüfen kann ichs nicht,ist löblich,würde aber nichts daran ändern daß du politisch eine Scharade von Schnöseln ohne Tau wirklichen Maßnahmen vorziehst.Und noch ein Wort zu mir,nicht weil ichs für so interessant halte sondern weil Du es thematisiert hast,ich bin so gut wie nie emotional in Sachfragen, das vernebelt den Blick und ich halt mich auch nicht für einen besseren Menschen,noch nichtmal für einen guten,denn weißt du, dann wäre ich schon im Flüchtlingsforum verschwunden wie so viele, die Anfangs sanftmütig auf Humanität plädierten,ich bin anders und ich leg Wert drauf,die Taube geb ich nicht,ich hab eine dicke Haut und sehr scharfe Zähne und es vorher gesagt.Und Langsamdenker,du magst Linke und Rechte nicht,deine Sache aber du stopfst etwa mich abwechselnd in beide Kategorien,das scheinen dir mehr Residualkategorien für das zu sein was du pfui findest.Und weißt Du langsamdenker,ich bin der festen Überzeugung daß diese Welt ziemlich viel Idioten hat,das läßt sich von Mal zu Mal empirisch zeigen,du scheinst überall Gegner zu sehen,tu das nicht,macht nur Stress,die meisten kümmerst Du sowenig wie ich.Und ich hab nie von dir gelebt,aus faktischen und aus Gründen des Alters,aber dein Schulgeld hab ich wohl mitbezahlt.

Irgendeiner
3
1
Lesenswert?

Um dir weiterzuhelfen

Deutschland produziert 9,2 Tonnen pro Kopf,Indien 1,9,ist diese Sache mit der Statistik auf die du so Wert legst,wo glaubst du könnma mehr pro Kopf reduzieren,denn weißt, es hat was mit der Industrie zu tun die sich seit Jahrzehnten nix darum sch....Aber bei uns gibts jetzt dafür Förderung, Basti sein Dank.

neuernickname
1
2
Lesenswert?

Und ich hab dir oben schon geantwortet, dass Pro Kopf Unfug ist.

Weil das Vermögen nicht pro Kopf verteilt ist. Lies es dir einfach durch.
Und Industrie ist gut - China furzt ein Drittel des Gesamtaufkommens raus.

Willst jetzt in Luxemburg einsparen?

mahue
0
2
Lesenswert?

Manfred Hütter: Lohnerhöhungen und steuerliche Auswirkung (ohne Sozialversicherungsbeiträge)

Lohnsteuerklassen Tabelle 2021 in Österreich
Jahreseinkommen bis zu 11.000 € – 0% – steuerfrei
von 11.000 € bis 18.000 € – 20% Steuern
von 18.000 € bis 31.000 € – 35 % Steuern
von 31.000 € bis 60.000 € – 42 % Steuern
von 60.000 € bis 90.000 € – 48 % Steuern
von 90.000 € bis 1.000.000 € – 50 % Steuern
Jahreseinkommen ab 1.000.000 € – 55 % Steuern
Jetzt soll mir mal einer erklären, was frisst die kalte Progression tatsächlich weg. Habe ich z.B. ein steuerpflichtiges Jahreseinkommen KZ 245 am Jahreslohnzettel oder Gewinn (als Unternehmer) und Abzug der persönlichen Steuerbegünstigungen nach EStG 1988 von 30. 999 Euro, zahle ich nur gestaffelt bis 31.000 Euro 35% LSt oder ESt. Bei den weit gesteckten Grenzen muss man schon eine gewaltige Lohnerhöhung haben, um in die nächste Lohnsteuerklasse zu kommen, Oder man war vor der Jahresveranlagung ohnehin schon mit dem Überhang monatlich in der nächsten Lohnsteuerklasse (Einkommensteuerklasse), dann wird sogar die Steuergutschrift um den Überhang mit 7% höher. Bei den anderen Klassen gilt selbiges.

mahue
0
0
Lesenswert?

Zusatz Steuergutschrift

Hat jemand persönliche begünstigte Ausgaben von 1.000,- im Jahr die voll die Steuerbemessung kürzen.
Bei KZ 245 am Jahres LZ von 25.000,- Euro Steuergutschrift 350,- Euro
Bei KZ 245 am Jahres LZ von 35.000,- Euro Steuergutschrift 420,- Euro und so weiter. Nachträglich beantragte Absetzbeträge (AVAB, AEAB, UAB, Familienbonus+) können die Gutschrift noch erhöhen.

mahue
2
3
Lesenswert?

Manfred Hütter: Fakt ist

Seit 1972 wurden die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ständig erhöht, sowohl für Arbeitnehmer und Pensionisten. Früher gab es noch mehr Steuerstufen und die kalte Progression wurde schneller wirksam. Gleichzeitig hat man Familienleistungen (z.B. unter dem Begriff "alle Kinder müssen dem Staat gleich wert sein") pauschaliert. Da war egal ob Millionär oder kleiner Arbeitnehmer. Das war sozialistische politische Handschrift.
Ab den 90 Jahren bis heute wird versucht diese seinerzeitige Zuckerlpolitik zu korrigieren.
Zu dem jetzigem Klimabonus (gilt für Pensionisten auch) Arbeitnehmer haben zusätzlich das Pendlerpauschale und den Pendlereuro (nach Entfernung und Wegzeit gestaffelt und Zumutbarkeit der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel) und den Fahrtkostenzuschuss in manchen Branchen vom Arbeitgeber.
Private Gründe den eigenen PKW zu nutzen statt die Öffis, können bei Gesetzen keine Berücksichtigung finden (nicht mal der Transport der Kinder zum Kindergarten oder Schule).

mahue
0
2
Lesenswert?

Manfred Hütter: Zur Berücksichtigung

Ist noch nicht bekannt, kann mir vorstellen entweder durch ein Formular monatlich, wie beim Pendlerpauschale oder AVAB, AEAB, Familienbonus+ beim Arbeitgeber auch für Pensionisten bei ihrer Pensionsversicherungsanstalt abzugeben, dann wird der Betrag monatlich aliquot berücksichtigt incl. des Betrages der zu berücksichtigen Kinder für die Familienbeihilfe bezogen wird.. Oder rückwirkend im Zuge der jährlichen Arbeitnehmer-Einkommensteuerveranlagung.

neuernickname
2
5
Lesenswert?

Ja, Manfred Hütter - ist so. Die SPÖ hat geschnarcht und sich nur für die eigenen Pfründe interessiert

Sie hat geglaubt, wenn wir mit der Gießkanne Geld über die Herde schütten, wird die Herde wachsen und brav rot wählen.
Da braucht man nicht herumjammern. Die SPÖ hats versemmelt.
Türkis-grün hat diesen Stillstand aufgebrochen. Kann sein, dass es dem einen oder andern zu viel oder zu wenig ist, aber das Paket da ist sozialdemokratisch im Wortsinn.

Das ist die Poltitk Kreiskys - der Ungeist in der SPÖ ist mit den Bankern eingezogen.
Und leider checkt das Rendi-Wagner nicht.

Sam125
1
8
Lesenswert?

Eines MUSS uns allen klar sein,solange gnadenlos und weltweit die Regenwälder

abgeholzt werden und sich daher der"Golfstrom"gravierend verändert,werden sich die Meeresströmungen und damit auch das Weltklima nachhaltig zum Nachteil der gesamten Welt und für immer verändern!Die Klimakatastrophe wird daher leider auch nicht zum aufhalten sein!Es ist schön,wenn wir fossile Brennstoffe durch Elektrizität ersetzen wollen,was natürlich nur in Ländern möglich ist,wo keine AUTOBATTERIEEN,wie in China,hergestellt werden,denn in China wird wegen der florierenden Wirtschaft(E- Mobilität!)fast täglich ein neues Kohlekraftwerk hochgefahren und die sogenannten westlichen und fortschrittlichen Länder wollen alles verbieten was mit fossilen Brennstoffen fährt und heizt und die gute Luft vom "Westen"wird durch die schlechte Luft vom "Osten",gesehen für's WELTKLIMA,wieder aufgehoben! Schöne Aussichten für uns alle! Und Deutschland verbraucht ALLEIN 40 % vom weltweit angebauten Palmöl und ist daher auch am allermeisten für die Abholzung der Regenwälder verantwortlich!

voit60
2
5
Lesenswert?

Durch die kalte Progression

zahlt sich der kleine Mann das "großartige Steuergeschenk" erst wieder selber. Hingegen wirken sich die 5 Prozent Geschenk für die Wirtschaft wirklich aus.

schteirischprovessa
2
4
Lesenswert?

Die kalte Progression ist leider noch ein offenes Thema.

In der letzten rot-schwarzen Koalition wollte der Finanzminister Schelling dieses Thema angehen, wurde jedoch von der SPÖ zurückgepfiffen.
Leider scheint sich die ÖVP inzwischen auch von diesem Thema verabschiedet.

Irgendeiner
7
5
Lesenswert?

Und vor allen Voit,

hat es auch noch protektionistische Züge bei den Quenglern vom freien Markt,das ist durchgängig halbgarer Unfug,wir müssen die Klimakrise aufhalten und ein Wachsen des Prekariats verhindern und der Schmarrn ist doppelt kontraproduktiv,beim klima nützt es nichts und nur die Reichen werden reicher.

Irgendeiner
10
4
Lesenswert?

Naja,das schaut mir jetzt doch nach sowjetischem Modell aus oder

pragmatisch beschrieben,nach Stimmenkauf.Und der Ablauf war ja so, daß es um die Klimakrise ging,einer von der Steinzeit sprach und euch gelobte ihr würdet nicht frieren und dann die Knete der Wirtschaft rüberschob.Und nur so eine klitzekleine Anmerkung kausaler Natur,beim Treibstoff geht es um die Reduktion des Ausstoßes, nun,wenn ich 100 Liter Benzin in der Zeiteinheit verbrauche und ich zahl das selbst ist kein Unterschied zu dem Modell wo mir der Staat die Hälfte dazu gibt,ich verursache genausoviel Ausstoß,wurst wers zahlt, den Lenkungseffekt soll uns der Studienabbrecher doch erklären,Genie vor.Aber geht ja nicht ums Klima,geht um Wirtschaftsförderung und Eigenwerbung und Taulosigkeit.Nach dem Pandemiemurks der Klimamurks und das Doppelpack.

Irgendeiner
5
1
Lesenswert?

Ich mag diese roten Entäußerungen,

sehr rot und sehr still,wahrscheinlich kennt man jetzt seinen Platz,man lacht.

neuernickname
1
6
Lesenswert?

irgendeiner - Den Sinn hast offenbar nicht begriffen.

Wenn du weniger fährst, bekommst du den Bonus auch. Verstehst? Du reichst net die Treibstoffrechnung ein, sondern bekommst die Marie aufs Konto auch wenn du mit dem Radl radelst.

Ob das groß was lenken wird, weiß ich nicht, aber dein Posting ist ohne Substanz. Ich würd dein Posting Murks nennen - aber dann regen sich deine Fans wieder fürchterlich auf hier über mich.

 
Kommentare 1-26 von 354