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Für Virus-Hotspot IndienÖsterreich verhängt Einreisebeschränkungen und schickt Medikamente

Ab Donnerstag gelten ein Landeverbot und eine Quarantänepflicht. Ohne Wohnsitz in Österreich muss ein PCR-Test schon vor der Abreise vorgelegt werden. Zudem hilft Österreich mit Medikamenten im Wert von zwei Millionen Euro.

++ THEMENBILD ++ CORONAVIRUS - AUA UND LAUDAMOTION STELLEN FLUGBETRIEB EIN
© (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Österreich verhängt ab Donnerstag Einreisebeschränkungen für Indien. Wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein der APA vor dem Ministerrat sagte, wird es ein Landeverbot für Direktflüge geben, sodass die Umgehung der Landeverbote anderer EU-Länder verhindert wird. Wer in den letzten zehn Tagen am Subkontinent war, muss bei der Einreise in Österreich in Quarantäne. Damit soll die Verbreitung der in Indien grassierenden Variante des Coronavirus verhindert werden.

Weitere Maßnahmen gegen die Tiroler Variante werden laut Mückstein geprüft, und zwar in enger Abstimmung mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Derzeit ist der Gesundheitsminister mit den Maßnahmen in Tirol aber zufrieden. "Das ist derzeit ausreichend."

Mückstein: Verbreitung von Mutante verhindern

Mit deutlichen Verschärfungen möchte Mückstein allerdings die Verbreitung der indischen Variante des Coronavirus verhindern. Ab Donnerstag gilt demnach ein Verbot von Direktflügen. Direkte Linienflüge aus Indien nach Österreich gibt es derzeit nicht. Allerdings will man auch Privat- und Charterflüge verbieten sowie Ausweichflüge zur Umgehung der Landeverbote in anderen EU-Ländern verhindern.

Wer über Transferflüge nach Österreich einreist und in den letzten zehn Tagen in Indien war, soll in eine zehntägige Quarantäne. Ein Freitesten nach fünf Tagen wird zwar möglich sein, allerdings nur mit PCR- und nicht mehr mit einem Antigentest. Dies gilt für Österreicher sowie für andere Personen mit einem Wohnsitz in Österreich. Wer nicht in Österreich lebt, soll schon vor der Reise verpflichtet sein, einen negativen PCR-Test vorzuweisen.

Gefährliche Mutation

Bei der indischen Virus-Variante B.1.617 handelt es sich um eine gefährliche Kombination der Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Noch ist unklar, ob diese Form tödlicher als bisherige Mutationen ist. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) deuten vorläufige Studienergebnisse darauf hin, dass sich B.1.617 schneller ausbreite als andere in Indien zirkulierende Corona-Varianten.

Die Pandemie nimmt in Indien mittlerweile dramatische Ausmaße an. Die Behörden verzeichnen täglich mehr als 300.000 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesopfer hat nach amtlichen Angaben die Schwelle von 200.000 überschritten. Das Gesundheitssystem ist überlastet. Es mangelt an Betten, Ausrüstung und Sauerstoff zur Behandlung der Patienten. In Neu-Delhi bilden sich lange Staus aus Leichentransportern vor Parks und Parkplätzen, die zu Krematorien unter freiem Himmel geworden sind.

In Österreich gibt es derzeit Landeverbote für Flugzeuge aus Südafrika und Brasilien. Diese gelten bis zum 2. Mai und sollen nun ebenfalls verlängert werden.

Medikamente im Wert von zwei Millionen

Österreich hilft Indien zudem mit Covid-Medikamenten im Wert von zwei Millionen Euro. Auf Antrag von Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler und Außenminister Alexander Schallenberg beschloss die Bundesregierung im Ministerrat am Mittwoch, zwei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) zur Verfügung zu stellen, um Indien im Kampf gegen die Pandemie mit antiviralen Medikamenten zu versorgen, wie das Außenministerium in einer Aussendung mitteilte.

Die dringend benötigten Medikamente würden über das Österreichische Rote Kreuz beschafft. Die Pandemie hat Indien schwer gezeichnet. Seit Beginn der Krise sind auf dem Subkontinent beinahe 200.000 Menschen an Covid-19 verstorben. Besonders in den vergangenen Tagen ist die Zahl der Neuerkrankungen sprunghaft angestiegen. Täglich sind deutlich über 300.000 Neuinfizierte zu verzeichnen, das ist in etwa ein Drittel der weltweit täglich Neuerkrankten.

Kurz: "Unterstützung selbstverständlich"

"Unterstützung und Solidarität für Indien in dieser schweren Notsituation sind für Österreich selbstverständlich", sagte Kurz. "Die Pandemie können wir nur gemeinsam weltweit besiegen." Österreich helfe daher, wo immer möglich, sei es durch die intensivmedizinische Behandlung ausländischer Corona-Patienten in Österreich, die Versorgung mit medizinischer Ausrüstung von Ländern in Not oder die gemeinsame Impfstoffbeschaffung mit der EU-Kommission für Staaten des Westbalkans.

Kogler ergänzte: "Jetzt heißt es hinschauen, Kräfte bündeln und Hilfe leisten, und zwar rasch. Deshalb haben wir heute ein Soforthilfepaket als Österreichs Beitrag zu einer gemeinsamen Anstrengung der Europäischen Union beschlossen." Er sei gerade in Situationen wie diesen "unglaublich froh", dass der Auslandskatastrophenfonds vervierfacht wurde.

"Die Bilder, die uns in den letzten Tagen aus Indien erreicht haben, sind erschreckend", sagte Schallenberg. "Sie führen uns ganz eindringlich vor Augen, dass wir im Kampf gegen die Pandemie alle gefordert sind. Denn niemand ist sicher, bevor wir nicht alle sicher sind. Umso wichtiger ist es, dass wir jene Länder unterstützen, die unsere Hilfe so dringend brauchen."

Non-Profit-Organisationen bekommen Unterstützung

Österreich sei "ein Land des Ehrenamtes", versicherte Kurz im Anschluss an den Ministerrat. Deshalb habe man beschlossen, den NPO-Fonds (Unterstützungsfonds für Non-Profit-Organisationen) zu verlängern.

Demnach wird der NPO-Unterstützungsfonds bis Ende Juni fortgeführt. Hilfe steht unter anderem Kultur- und Sportvereinen sowie NGOs, freiwilligen Feuerwehren und religiösen Einrichtungen zur Verfügung.

Die Infektionszahlen haben es nicht zugelassen, zum gewohnten sozialen Leben zurückzukehren, begründete Kogler den Schritt und verwies auf zahlreiche Rückmeldungen. "Da zahlreiche Vereine nach wie vor unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Einschränkungen leiden, haben wir diese weitere Verlängerung ermöglicht", meinte auch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). "Wir wollen möglichst alle gemeinnützigen Vereine sicher durch diese Krise bringen und ihnen Sicherheit geben."

 

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Danke für Ihr Verständnis.

Laser19
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Bravo, Mückstein hält das Verhältnis Öst. zu BRD von 10:1 ein

er hat 10 mal so lange für die Entscheidung zur Reisebeschränkung mit Indien gebraucht, wie seine Kollegen in der BRD.

dieRealität2020
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6
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Einerseits ist Hilfe hier verständlich und zuträglich, keine Frage

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Andererseits nur schwer zu verstehen, Indien akzeptiert die hunderttausenden von Massenversammlungen die in, für uns in Europa unverständlich, in einer Kloake sich waschen. Ich weiß religiöser Brauch. Und jetzt soll mit allen mittel aus weltweit geholfen werden? Wo landen tatsächlich diese Hilfen?
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Im Tsunami sagten die Inder keine Hilfe in das Land selbst, sondern abgeben an Sammelstellen die sich in direkter Nähe der Flughäfen befanden. Warum? Da man in späterer Zeit feststellen konnte, dass unzählige Hilfepakete an anderen Orten aufgetaucht sind.
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Desgleichen war das vorher mit Reis. Millionen Tonnen weltweit wurden geliefert landesweit zu Hallen, wo Menschen sich um Schalen Reis anstellten, die einen Obolus dafür leisten mussten. Am rückwärtigen Teil wurden mit Klein LKWS Ladungen von Reis entnommen.(es gab von vorne und hinten eine Menge von Fotos). Und wieder dieselben Muster. Die Inder übernehmen und nicht die Hilfeorganisationen.

Reipsi
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Wird e

Zeit , oder wollt ihr die Indische Variante auch da haben .