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Verfassungsschutz-ReformWie sich das BVT unliebsamer Beamter entledigen will

Die Reform des demolierten Verfassungsschutzes bringt auch die dort arbeitenden Beamten unter Druck. Denn auch sie müssen die neuen Aufnahmetests bestehen. Damit, dass das nicht alle schaffen werden, rechnet man im Innenministerium.

++ THEMENBILD ++ BUNDESAMT FUeR VERFASSUNGSSCHUTZ UND TERRORISMUSBEKAeMPFUNG (BVT)
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Im heimischen Verfassungsschutz wird alles neu. So lautet das Versprechen, das Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) seit einigen Monaten regelmäßig abgibt. Nun hat man sich mit dem grünen Koalitionspartner auf eine fertige Reform des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) geeinigt, unter anderem sieht diese eine Umbenennung in die DSN vor - die "Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst“.

Kommentare (11)
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mahue
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Manfred Hütter: leg noch ans drauf

Bei den teamübergreifenden Gespräche, hat man die fachlichen Schwächen bemerkt. Die meisten hatten teilzeitbefreit politische Funktionen( gedeckt im BD-G) ab Gemeinderat. Dann erst ist der direkte Vorgesetzte draufgekommen, der ist die halbe Zeit nicht da, und der Stellvertreter musste mit niedriger Einstufung seine Arbeit machen, konnte aber nicht mehr seinen damaligen Fehler bei der Kommission bereinigen.
Bevor manche der Poster vermuten, ich wäre ein Benachteiligter einer solchen Situation, ein klares "Nein", habe meinen Job gemacht "ohne Schub", wäre gegen meine Einstellung gegangen.

mahue
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Manfred Hütter: Postenbesetzung

Wer wie ich über 40 Jahre Beamter war, weiß ganz genau, und hat wahrscheinlich über Postenbesetzungen geraunzt. Nicht in allen Fällen, aber nicht unerheblichen, gab es Besetzungen ab unterster Ebene nicht nach Qualifikation, sondern von irgendwelchen Nebengeräuschen, die nichts mit der ausgeschriebenen Funktion zu tun hatten. Schon über 30 Jahre kannte ich die Forderung der Mehrheit meiner Kollegen, setzt endlich die Vorgaben der Objektivierung um. Oft hatte ich das Gefühl, das die Stimme des mitstimmenden PV/GW-Vertreters mehr Gewicht hatte, als die anderen drei in der Kommission. Bei staatsnahen Betrieben ist diese Dilemma nicht anders.

lucie24
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Man will also Nachrichten dirigieren?

Klingt sympathisch... Fast wie dieses eine Ministerium vor 80 Jahren...

Lodengrün
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Diese BVT

wurde Jahrzehnte mit "schwarzem" Personal versehen. Wollen sie die wirklich durch die Quali jagen?

UHBP
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@lod...

Da wird man schon schauen, dass man nicht bei allen so genau ist. Man will ja nur "Unliebsame" loswerden. Jene mit richtiger Farb-qualifikation (und da kann schon auch zwischen Türkis und Schwarz unterschieden werden) werden wohl einen Unentbehrlichkeitsbonus bekommen.

Lodengrün
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Wird wohl so sein @UHBP

aber ich kann mir vorstellen man ersetzt Schwarze mit Türkise.

UHBP
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Zahlreiche Versetzungen werden die Folge sein.

Und was heißt das auf Beamtendeutsch? Spazierengehen bis zur Pension bei vollen Bezügen?
Also billiger wird es sicher nicht werden, wenn es dann wenigstens besser wird, wäre ja schon was gewonnen.

SoundofThunder
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Viele werden sich das nicht antun?

Eher können die es sich nicht antun.

Heinz-55
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Auswahlkommission

Wäre interessant wie sich die auswahlkommission zusammensetzt und welche Parteien hier ihre finger drinnen haben. Ob dort wieder der proporz blüht?

mtttt
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Umstrukturierung

Dass der Umbau überfällig war, ist nach den Vorkommnissen rund um den Terroranschlag klar. Ob die Aufstockung von 350 auf 650 Beamte sein muss, frage ich mich in Zeiten wie diesen, riecht nach mehr Papiertiger. Das hätte man besser erklären können.

daberni
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Zuerst

Hab ich mir zuerst auch gedacht. Aber höre auch zum ersten Mal dass die LVTs die Nachrichtendienste verlieren, keine Ahnung wie viele Mitarbeiter das sind, .uss aber auch erst mal kompensiert werden. Finde ich aber guten Punkt