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Corona-ImpfungAufregung um Nicht-Einhalten der Reihenfolge

In manchen Bundesländern wird Kritik laut, dass nicht nach der von den Behörden vorgesehenen Reihenfolge gegen das Coronavirus geimpft wird. Das Gesundheitsministerium sieht die Länder in der Pflicht. Übrig gebliebene Impfstoffe wurden an Politiker, Gemeindebedienstete und Angehörige verimpft.

 

In Vorarlberg, Tirol, Kärnten, Ober-, Niederösterreich und Wien sind in letzter Zeit Fälle aufgetreten, dass übrig gebliebene Impfstoffe nicht an Heimbewohner, Gesundheitspersonal oder über 80-Jährige verabreicht wurden, sondern an Politiker, Gemeindebedienstete, Angehörige und andere. Die Behörden prüfen die Fälle nun.

"Grundsätzlich haben die Impfbeauftragten der Gesundheitseinrichtung sowie der Impfkoordinator im jeweiligen Bundesland für ein geordnetes Vorgehen Sorge zu tragen", hielt das Gesundheitsministerium Dienstagmittag fest. Die Impfbeauftragten der einzelnen Gesundheitseinrichtungen hätten dafür Sorge zu tragen, den Impfstoffbedarf entsprechend der Priorisierung im Vorfeld genau zu erheben und anhand dessen die notwendige Impfstoffmenge zu ordern.

Falls Impfstoff aus unvorhersehbaren Gründen übrig bleibt - etwa bei einer akuten Erkrankung einer zu impfenden Person -, sollte eine Warteliste mit weiteren priorisierten Personen vorliegen, die ersatzweise geimpft werden können.

In Vorarlberg gab es deshalb bereits zum zweiten Mal Wirbel. Wie die "Vorarlberger Nachrichten" zunächst berichteten, hat sich der Feldkircher Bürgermeister Wolfgang Matt (ÖVP, 65) am Wochenende bei einer Impfaktion in einem Seniorenheim in Feldkirch-Gisingen impfen lassen, obwohl dem offiziellen Impfplan gemäß Politiker noch nicht an der Reihe sind.

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) übte scharfe Kritik. Matt selbst sah seine Impfung als gerechtfertigt an. Er stehe ständig mit Bewohnern von Seniorenheimen in Kontakt, begründete Matt gegenüber den "Vorarlberger Nachrichten" seine Immunisierung. Zudem habe er die letzte zur Verfügung stehende Impfdosis erhalten, "die sonst verloren gegangen wäre". Laut ORF Radio Vorarlberg ließ er sich nach seiner Ankunft im Heim auf eine Warteliste setzen.

Impfung zuvor verweigert

Heim-Ärztin Susanne Furlan hatte hingegen eine andere Sicht der Dinge. Nach der Impfung aller Bewohner des Seniorenheims seien noch 14 Dosen vorrätig gewesen, sagte sie im Rundfunk. Es seien noch viele Leute aus Hochrisikogruppen draußen gestanden und hätten geimpft werden wollen. Sie selbst habe Matt die Impfung verweigert.

Ebenfalls konträr wurde das Verhalten des Bürgermeisters von Landeshauptmann Wallner beurteilt. Falls bei einer Impfaktion tatsächlich einzelne Dosen übrig blieben, so seien diese in der Zielgruppe zu verimpfen, stellte Wallner klar. 

Mitarbeiter und Angehörige eingeladen

Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Vorarlberg Aufregung gegeben, weil Rot-Kreuz-Direktor Roland Gozzi von der Impf-Reihenfolge abgegangen war. Er hatte nicht nur Rot-Kreuz-Mitarbeiter, sondern auch deren Angehörige zur Impfung eingeladen.

Wer zu welchem Zeitpunkt geimpft wird, hat auch in Tirol für Diskussionen gesorgt. So wurde in mehreren Gemeinden offenbar die vorgegebene Impf-Reihenfolge nicht eingehalten. Laut Medienberichten kamen statt Über-80-Jährige oder Risikopatienten Gemeindemitarbeiter oder auch ein Bürgermeister und dessen Frau in den Genuss von überschüssigen Impfdosen aus Alters-und Pflegeheimen. LH Günther Platter (ÖVP) pochte auf eine strikte Einhaltung.

Politiker verwies auf Herz-OP

Die "Tiroler Tageszeitung" (Dienstagsausgabe) berichtete etwa von einem Fall aus einer Gemeinde aus dem Bezirk Innsbruck-Land, wo rund 50 Impfdosen in einem Seniorenheim übrig geblieben waren. Deshalb wurden diese an Personen verabreicht, die weder im Heim wohnen noch dort arbeiten - unter ihnen befindet sich auch der Bürgermeister und dessen Ehefrau. Dieser selbst rechtfertigte sich in der Zeitung, indem er angab, selbst zur Risikogruppe zu gehören, nachdem er sich einer Herzoperation unterziehen musste. Warum seine Frau vorgereiht wurde, wollte er allerdings nicht erklären.

Laut einem Bericht der Tirol-Ausgabe der "Kronen Zeitung" wiederum wurden in einer Gemeinde im Bezirk Kufstein übrige Dosen an Gemeindemitarbeiter verimpft. "Für mich sind die Mitarbeiter der Gemeinde eindeutig systemrelevant", argumentierte der dortige Ortschef.

Die Verimpfung sei nicht im Detail abgestimmt gewesen, ließ indes das Land wissen. "Wir haben nochmals unmissverständlich klargestellt, wie zu priorisieren ist. Die wenigen Impfdosen, die wir aktuell zur Verfügung haben, müssen ausnahmslos an jene Personen gehen, die vom Virus besonders gefährdet sind", stellte Platter klar. Bei überschüssigen Dosen aus Alters- und Pflegeeinrichtungen sollen nach ärztlicher Einschätzung weitere Risikopersonen oder Gesundheitspersonal zur Impfung heranzogen werden.

Politiker als Angehöriger

Auch in Oberösterreich wurden weitere Fälle bekannt, wonach Bürgermeister bereits gegen das Virus immunisiert wurden. Die Ortschefs von Enns (Bezirk Linz-Land) und St. Georgen an der Gusen (Bezirk Perg) versicherten, dass sie sich nicht vorgedrängt hätten. Der Ennser Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (SPÖ) bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Krone" (Dienstag-Ausgabe), wonach er schon geimpft worden sei. Er betonte gegenüber der APA, nicht als Politiker, sondern als Angehöriger zweier Heimbewohner zum Zug gekommen zu sein.

Politiker als Heimleiter

Auch der Bürgermeister von St. Georgen an der Gusen, Erich Wahl (SPÖ), hat bereits eine erste Corona-Impfung erhalten. Es handle sich bei ihm aber nicht um eine Vorreihung, wie er meinte. Betreiber des Seniorenheimes sei die Gemeinde und er als Bürgermeister Dienstvorgesetzter der Mitarbeiter. Damit gehöre er zu jener Gruppe der ersten Impf-Phase, argumentierte er weiter. Die Homepage weist allerdings einen eigenen Heimleiter aus.

Erstmals war am Wochenende bekannt geworden, dass in Eberschwang (Bezirk Ried im Innkreis) bereits Anfang Jänner der rote Bürgermeister sowie zwei Vizebürgermeister (SPÖ und FPÖ) mit Dosen für das dortige Pflegeheim geimpft wurden. Da zu dem geplanten Termin in dem Heim offenbar viele Menschen krank waren, kamen Externe zum Zug.

Nonnen und ein Pater um die 80

In einem Wiener Pflegeheim in Floridsdorf sind am Freitag neben den ursprünglich vorgesehenen Personen ebenfalls Anstaltsfremde geimpft worden, da u.a. aufgrund von Krankheiten Dosen übrig geblieben sind. Geimpft wurden u.a. Nonnen und ein Pater aus einer benachbarten Kirche, die ein Alter um die 80 aufweisen. Der Rest wurde danach an Angehörige des Personals verabreicht, da das übrige Serum sonst verdorben wäre.

Laut Andreas Huber vom Medizinischen Krisenstab der Stadt Wien sei die Vorgangsweise legal gewesen, da es wichtig sei, keinen Impfstoff zu vergeuden. In Zukunft will man jedoch aufgrund der Anmeldungen beim Impfservice eine gereihte Liste erstellen, mit der Angehörige der Zielgruppe schnell kontaktiert und geimpft werden können, falls Dosen übrig bleiben. Ist das Vakzin geöffnet, bleiben nur zwei Stunden, um es zu impfen.

Ersatz für Ausfälle

Zu der Impfaktion in dem Floridsdorfer Heim waren 22 Bewohner und elf Mitarbeiter angemeldet. Sechs Vials des Biontech-Pfizer-Impfstoffs wurden geliefert. Aus diesen sechs Ampullen konnten 39 Impfdosen herausgezogen werden, so die Sprecherin Susanne Brunner. Eine Mitarbeiterin war krank, die andere hat es sich anders überlegt. An deren Stelle wurden eine Praktikantin und ein Zivildiener geimpft. Sechs angemeldete Bewohner wurden nicht geimpft, weil die Ärztin an Ort und Stelle sich dagegen entschieden hatte, u.a. aufgrund einer vorangegangenen Grippeimpfung oder erst kürzlich überstandener Covid-19-Infektion.

Auch im Klagenfurter Heim des privaten Unternehmens habe man kürzlich auf die Schnelle auf Angehörige, die in der Nähe wohnen, zurückgreifen müssen, sagte Brunner. Dies sei ihres Wissens auch Praxis in anderen Heimen, da es keine Ersatzlisten gäbe, auf die man zurückgreifen kann, falls Dosen übrig bleiben.

In Kärnten hatten sich die Vorwürfe, die teilweise von der Landesregierung geprüft wurden, nicht erhärtet, dass Prominente und Politiker gegen Spenden an Heimträger an den begehrten Impfstoff gekommen sind. Man wolle die Angelegenheit aber von der Staatsanwaltschaft prüfen lassen, damit sich die Verwaltung nicht selbst kontrolliere.

 

Kommentare (41)
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Schwoazasteira92
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Freiwillige vor

Ich wäre so selbstlos und würde meine reservierten Dosen gerne einem Hypochonder schenken.

hk1976
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Aufregung um sonst!

Der Neid ist ein Wahnsinn....
Bevor sie überbleiben, ist wohl besser impfen oder nicht👍

gerlindegesagt
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Hoch lebe die Bürokratie!

Angesichts der Wichtigkeit einer möglichst schnellen flächendeckenden Durchimpfung fragt man sich, ob die Behörden gerade nichts wichtigeres zu tun haben als einen vermeintlichen Impf-Schwarzmarkt aufzudecken? Und die Kleine Zeitung? Anstatt den schleppenden, weil ja gänzlich unerwarteten (Sarkasmus Ende) Impfstart anzuprangern, werden die Pflegeheime hier zumindest indirekt an den Pranger gestellt.

Ich selbst wurde letzte Woche als Angehörige einer Pflegeheim-Angestellten zuhause (!) geimpft. Dabei wurden ausschließlich jene Impfdosen verwendet, die nicht bereits für die Bewohner (no na) oder das Pflegepersonal benötigt wurden und die aufgrund der begrenzten Haltbarkeit ansonsten VERDORBEN wären. Ganz unbürokratisch und mit Einverständnis der behandelnden Ärzte. Als naiver Weltverbesserer will ich daran glauben, dass das auch in anderen Pflegeheimen so ablief.

Diese Ärzte haben nämlich, offensichtlich im Gegensatz zu den österreichischen Behörden und der Kleinen Zeitung, verstanden, dass jeder und jede Geimpfte wichtig ist und der Ausrottung der Pandemie nur zuträglich sein kann.

Die jetzige (politische) Diskussion führt im betreffenden Altenheim dazu, dass man nicht weiß, wohin mit den übrigen Dosen und diese unbenutzt entsorgen muss! Viva Republica Banana!

Das Pflegepersonal steht übrigens seit Tag 1 dieser Pandemie an vorderster Front. Dass sie deshalb auch ihre Angehörigen schützen wollen, ist menschlich. Auch wenn daran offenbar niemand denkt.

Baumh13720
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Das Problem ist die fehlenden Registriermöglichkeit in der Steiermark

In alle anderen Bundesländern gibt es bereits die Möglichkeit sich online für die Corona Impfung registrieren zu können. Und was gibt es bei uns? NICHTS! Sind die Steirer wirklich so unfähig, ein Online Portal für die Registrierung der Impfwilligen zu programmieren? Oder nur UNWILLIG? Wenn wir es schon nicht selbst zusammenbringen, dann sollte es doch möglich sein, das wiener Onlineportal zur Impfregistrierung abzukupfern. Die Lösung funktioniert sogar, deshalb haben sich auch bereits ca. 350 000 Personen vorgemerkt. Dort besteht sogar die Möglichkeit, sich für die einzelnen Risikogruppen mit Diagnosen zu registrieren! Und damit gibt es für die Verantwortlichen eine Datenbasis, damit zügig geimpft werden kann!
Aber das "wilde Bergvolk hinter dem Semmering" schätzt anscheinend die Intransparenz, damit sich irgendwelche "Wichtige" vordrängen können!
Schauen sie sich doch die wiener Lösung an: https://impfservice.wien/impftermin-buchen/
Es ist schon was dran an dem Spruch: "Über Wien lacht die Sonne, über die Steiermark ganz Österreich!"

seigin
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Warteliste

Sollten Sie zur Risikogruppe zählen, ist es nachvollziehbar, dass Sie die überzählige Dosis erhalten haben. Wenn nicht, haben Sie streng genommen einem Risikopatienten die Chance auf einen raschen Impfschutz genommen. Sinnvoll wäre eine Warteliste für Risikopatienten - viele dieser Personen würden sofort z.B. zu einem Altersheim fahren, um eine übrig gebliebene Dosis zu erhalten.

gerlindegesagt
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Fehlende Regelungen

Da stimme ich Ihnen grundsätzlich zu. Aber solche Wartelisten gibt es eben (noch) nicht und auch sonst keine Regelung, was mit den übrig gebliebenen Dosen zu passieren hat. Man wird aber keinem Altenheim zumuten können, dass zusätzlich zur täglichen Betreuung der Bewohner auf eigene Faust für Betriebsfremde Impfstraßen eingerichtet werden. Von etwaigen Haftungen ganz abgesehen.

Wie es zukünftig sein wird, weiß man nicht. Aber in den bisherigen Fällen ging es darum, den Impfstoff rasch zu verimpfen bevor er verdirbt oder weggeworfen wird. Niemandem ist hier irgendetwas ‘weggenommen’ worden.
Und ob den restlichen Impfstoff dann ein Angehöriger, ein Bürgermeister oder sonst wer bekommt, ist irrelevant. Hauptsache keine einzige Dosis wird verschwendet.


seigin
1
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Artikel gelesen?

Grundsätzlich haben die Impfbeauftragten der Gesundheitseinrichtung sowie der Impfkoordinator im jeweiligen Bundesland für ein geordnetes Vorgehen Sorge zu tragen", hielt das Gesundheitsministerium Dienstagmittag fest. Die Impfbeauftragten der einzelnen Gesundheitseinrichtungen hätten dafür Sorge zu tragen, den Impfstoffbedarf entsprechend der Priorisierung im Vorfeld genau zu erheben und anhand dessen die notwendige Impfstoffmenge zu ordern.
Falls Impfstoff aus unvorhersehbaren Gründen übrig bleibt - etwa bei einer akuten Erkrankung einer zu impfenden Person -, sollte eine Warteliste mit weiteren priorisierten Personen vorliegen, die ersatzweise geimpft werden können.

gerlindegesagt
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Sollte!

Ja eine solche Warteliste SOLLTE vorliegen. Tut sie offenkundig nicht. Mir geht es darum, dass in dem Artikel Pflegeheime mit angeprangert werden, die nicht für die Wartelisten zuständig sind und sich eine solche auch nicht aus dem Hut zaubern können.

Man hat getan was man in dem Moment tun konnte, um möglichst viele Menschen zu impfen und keine Dosen zu verschwenden. Bitte informieren Sie sich über die Realitäten die derzeit in den Pflegeheimen herrschen bevor Sie hier pauschal Leute vorverurteilen.

Wäre mit der Entsorgung der Impfdosen IRGENDJEMANDEM geholfen gewesen, ob Risikogruppe oder nicht?

ratschi146
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Nicht nur in den angeführten

Bundesländern sondern auch in

Der Steiermark und Graz - sogar die Medien haben darüber berichtet

Wer kennt wen, das i a dran bin - das ist das Motto jetz

Meine Oma hätte gesagt - Freunderlwrtschaft

wiesengasse10
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Alle diese "Polit-VIP's" - siehe Aufzählungen im obigen Artikel....

...wie kommen diese denn zur zweiten Impfung ?? Das wird erst spannend, Medien bitte dranbleiben !!! Bleiben da dann absichtlich Impfstoffe über.....

Irgendeiner
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Naja,das Problem ist,da ist ein Zeitfaktor,

wenn der die zweite nicht im Rahmen kriegt ist die erste sinnlos verloren.

Irgendeiner
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Ach, das scheint eine neue

Kampagne zu sein "Rettet die Bürgermeister",aber ich hab schon gesagt,ich will genaue Aufzeichnungen wer wann wo,,denn es ist Österreich.

bitteichweisswas
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Ich nehme mal an, ...

... dass es mittlerweile mehr Impfstoff-Anforderungen gibt, als ausgeliefert wird. Ist es da nicht möglich, dass der belieferten Einrichtung gleichzeitig eine weitere Einrichtung als "Ersatz-Impfempfänger" genannt wird, an die die übrig gebliebenen Impfdosen weiterzugeben sind (idealerweise samt impfenden Arzt, damit keine Zeit verloren geht)?
Oder denke ich da zu unkompiziert?

Super123
7
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Impfungen

Warum hat Kurz wohl die Impstrategi an die Länder abgegeben weil er gewusst hat welches Caos dabei heraus kommt. Nicht nur Impfungen werden gegen Geld verkauft in der Steiermark hat Schützenhöfer ein viel Schlimmeres Problem er hat keinen Impfstoff mehr und genau er schreit am lautesten bei Schließungen und macht Panik.
Liebe Leute wehrt euch und macht mit diesem Irrsinn der Regierung und der Länder ein Ende sonst sind wir am Ende.

zweigerl
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Apfelhäutchen der HUmanität

Wenn nur das nicht der Anfang war! Es gibt genug Beispiele, wie schnell das "Apfelhäutchen der HUmanität" (Freud) zerreißen kann, wenn es ums blanke Überleben geht. Der 100er Dürrenmatt hat mit seiner unsterblichen Parabel über den "Besuch der alten Dame" ein schauerliches Gedankenexperiment hinterlassen. Man muss also gar nicht erst auf den "Holocaust" zugreifen.

gehtso
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ich glaube,

ihr versteht das nicht ganz.
Ein Bürgermeister ist eine Amtsperson und somit wohl schon von Amts wegen berechtigt, seine eigene Gefährdungslage und auch die seiner Frau, die ja (vermutlich) immer in seiner Nähe ist, entsprechend einzuschätzen, da brauchts keinen Mediziner mehr.
Immerhin hat ja auch unser glorreicher LH und seine in Gesundheitsfragen nur so vor Kompetenz strotzende Landesrätin entschieden, trotz geringerer Impfstofflieferungen einmal die Landesregierung "vorzureihen", natürlich unter dem Motto "Wir wollen nur mit gutem Beispiel vorangehen".
Was sich die steirische Gesundsheits- Landesrätin seit März 2020 geleistet, oder viel mehr, was sie NICHT geleistet hat, geht auf keine sprichwörtliche Kuhhaut mehr.

dieRealität2019
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Das ist eben der wesentliche Unterschied zwischen Bürokratie und Privatwirtschaft.

Hier ist die Logistik das Herzstück eines Unternehmens. Was nützt Produktion, was nützt der Preis usw., wenn du das Produkt zur "richtigen" Zeit nicht an den "richtigen" Kunden bringen kannst.
.
Die gesamte österreichische Bürokratie bis in die kleinsten Zellen hat sich noch immer nicht effektiv zielführend der heutigen Zeit reformiert. Seit der Nachkriegszeit nur bedeutungs- und wertlose Flecken-Teppiche.

Leop
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KKN

Warum sich manche Menschen noch über Politiker wundern,Politiker sind für mich das letzte ich kann die schlechten Eigenschaften eines Politiker gar nicht aufzählen so viele sind es .und die jetzige Politiker Generation die kannst ohnehin vergessen.Siehe Österreich.ich fürchte es wird traurig werden in Österreich ohne Arbeit kein Leben ich sehr in Zukunft schwarz

dieRealität2019
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der Inhalt ihres Beitrages trifft jedoch auch den Großteil der österreichischen Bevölkerung zu.

Das geht quer durch unsere Gesellschaft. Sie sollten nachdenken bevor sie posten. Sie sind letztendlich über die charakterlichen Eigenschaften des Österreichers uninformiert und unwissend. Das reicht vom Arbeitslosen bis zum Präsidenten.
.
Allein wenn ich an die, wie soll ich es nennen (vermutlich Zeitungsdiebstahl), 30.000 nicht bezahlten Zeitungsgebühren denken. Um 16h sind die Taschen leer und man hört österreichweit nur ein mehrfaches klack, der Ton von einzelnen Münzen. 80-90% fehlt den Medien am nächsten Tag der Unterschied.
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Bleiben Sie am Teppich. Eine endlose Liste die ich hier anführen könnte. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Da unsere Politiker größtenteils aus dem Volk kommen, was können wir da größtenteils da anderes erwarten?

dieRealität2019
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diese Vorgangsweisen entziehen sich unserer Kenntnis, wo sollte es da Diskussionsbedarf geben?

"...Falls Impfstoff aus unvorhersehbaren Gründen übrig bleibt - etwa bei einer akuten Erkrankung einer zu impfenden Person -, sollte eine Warteliste mit weiteren priorisierten Personen vorliegen, die ersatzweise geimpft werden können..."
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Wen es diese Vorgaben bzw. Anweisungen tatsächlich gibt, die Frage stellt sich aber, wo liegt die "Verantwortlichkeit" Bund?, Land?, Gemeinde,?, dann ist es einfach und unkompliziert. Das sind klare Anweisungen, das ist für jeden Außenstehenden nachvollziehbar und verständlich.
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Das ist halt wie ich schon in einen steirischen Forum schrieb, die österreichische Art und Pragmatik damit umzugehen. Vor Ort wird gerne mit dehnbaren Begriffen interpretiert und dann hantiert.
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Nur sollte man damit nicht hysterisch überreagieren und am Boden bleiben. Die vereinzelten Fälle sind eher nicht pragmatischer, sondern emotioneller Natur. Kurz ausgesprochen Freunde-Wirtschaft gibts halt vom Straßenkehrer bis zum Präsidenten. Das ist eben Österreich und der Österreicher. Festzuhalten. Das gibts weltweit in allen Gesellschaften.
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Da bedarf es keiner großmächtigen Ermittlungen, sondern eine einfache klare ausgesprochene Erinnerung und der Hinweis auf die augenscheinliche Strafbarkeit dieses Verhaltens.

Irgendeiner
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Nein, so locker sollte man das nicht sehen,natürlich ist da jetzt jeder Einzelfall zu vidieren

und zu prüfen, aber Tatsache bleibt,daß die Verteilung ausschließlich nach Bedürfnis zu erfolgen hat,medizinisches Personal ausgenommen,ich würde mich als Gefährdeter nicht vordrängen wollen und Amtsträger steht es eben schon aus ihrer Position heraus nicht zu.Und wenn ich es schaffe zu sagen, erst die im Pflegeheim weil die notwendig im Gegensatz zu mir nicht ausweichen können,weil wenn Du Pflege brauchst mußt wen ranlassen,dann stehts auch Politpimpelhubern nicht zu.Ein Menschenleben ist ein Menschenleben, da enden aufgesetzte Hierarchien.Und wenn ich 90 wäre und im Pflegeheim handlungsbeschränkt bin, würd ichs nicht goutieren wenn einer der wie ich wirklich bin, zwar gefährdet ist aber damit individuell umgehen kann,sich vorschubst wie ein drängelnder Schüler und wen opfert.Und ich würde im Gegenteil als Amtsträger besonders darauf achten dem nicht nahezutreten, denn sonst bin ich doppelt fehl am Platz.

Mein Graz
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@dieRealität2019

"Freunde-Wirtschaft gibts halt vom Straßenkehrer bis zum Präsidenten".

Mit dem Unterschied, dass ein Straßenkehrer kaum jemand kennen wird, der ihm solche Vorteile verschaffen kann. Sonst wär er wahrscheinlich nicht mehr Straßenkehrer.

Ich wäre sehr dafür, dass da ermittelt wird wer aus dieser Situation Vorteile gezogen hat. Denn wo anders (wie etwa bei uns) wartet eine 95-jährige, mit Vorerkrankungen belastete Frau darauf, dass sie zumindest einen Impf-TERMIN bekommt!

Haheande
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So traurig

Glück wird es denjenigen keines bringen. Schade, dass Skrupel und Rückgrat bei vielen aus ihrem Wortschatz verschwunden sind... Und klar ist, dass Politiker wohl wichtiger als medizinisches Personal und ältere Mitbürger sind... In welcher falschen Welt leben wir???

seigin
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Konsequenzen? 2. Dosis?

Welche Konsequenzen wird es für die Personen, die sich „vorgedrängt“ haben, geben? Und wie kommen diese Personen zur 2. Impfdosis??

Mein Graz
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@seigin

Die 2. Dosis ist ganz einfach. Die MUSS man ja impfen, damit die 1. Dosis nicht verschwendet war!

seigin
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logisch

das war mir schon klar - Verschwendung des Impfstoffes macht keinen Sinn...
meine Frage war sarkastisch gemeint - der 2. Impftermin wäre eine Möglichkeit für entsprechende Konsequenzen...

 
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