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Günstige Tablets für SchülerBeschaffung startet im Dezember

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) geht davon aus, dass die allermeisten Standorte an dem Projekt teilnehmen.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP)
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Beschaffung der günstigen bzw. Gratis-Tablets und Notebooks für die Schulen wird so richtig im kommenden Dezember starten. Bis dahin sollen die jeweiligen Standorte dem Bildungsministerium mitteilen, ob sie teilnehmen wollen. Dann geht es an die Beschaffung, wobei die Schulen zwischen drei Betriebssystemen wählen können. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) geht davon aus, dass die allermeisten Standorte an dem Projekt teilnehmen.

Gezwungen wird freilich keine Schule. Wie Faßmann bei einem Pressegespräch Mittwochvormittag ausführte, könne sich ein Standort auch dafür entscheiden, als letztes gallisches Dorf weiter nur auf analogen Unterricht zu setzen. Zielgruppe ist laut dem gestern ausgesandten Begutachtungsentwurf die fünfte Schulstufe, im ersten Jahr auch Jugendliche der sechsten. Präsidialsektionschefin Iris Rauskala geht von 80.000 bis 160.000 mobilen Endgeräten aus, die im ersten Jahr benötigt werden.

Zahl der Standorte unklar

Die große Bandbreite ergibt sich daraus, dass man im Ministerium nicht abschätzen kann oder will, wie viele Standorte sich beteiligen. Nötig dafür ist jedenfalls die Erstellung eines eigenen Digitalisierungskonzepts. Die Bewerbung der Schulen soll bis 18. Dezember vorliegen. Für Rauskala bedeutet die günstige Beschaffung auch einen wichtigen Beitrag zur "Digital Equity". Durch die einheitlichen Geräte würden alle auf dem selben Level sein. Einkommensschwache Haushalte sind zudem vom 25-prozentigen Selbstbehalt beim Erwerb ausgenommen.

Weiters präsentiert wurde bei dem Pressegespräch das Portal Digitale Schule (PoDS), das die im Schulbereich verwendeten elektronischen Anwendungen bündelt. Unter einem Login können dann die diversen Plattformen vom elektronischen Klassenbuch über das Verwaltungsprogramm Sokrates bis zu den Contentportalen Eduthek und Edutube abgerufen werden. Lehrer haben ebenso bereits Zugang wie Schüler. Ab Dezember sollen auch Erziehungsberechtigte eingebunden sein. Dies gilt freilich vorerst alles nur für die Bundesschulen. Die Pflichtschulen sollen ab Herbst 2021 zur Teilnahme "eingeladen" werden.

Zu erreichen ist PoDS nicht nur auf Desktops sondern auch auf Mobilgeräten wie Tablets und Smartphones. Betrieben wird es vom Bundesrechnungszentrum.

Faßmann zeigt sich "stolz"

Faßmann zeigte sich durchaus angetan, dass auch die Pädagogen zunehmend die Möglichkeit zur Fortbildung annehmen. "Stolz" ist er etwa darauf, dass im Sommer an einem praxisorientierten Zusatzkurs zum Distance Learning (MOOC) 12.000 Lehrer teilgenommen hätten, wobei ein Drittel davon erstmals eine einschlägige Online-Fortbildung besucht habe. Zur Einordnung: es gibt in etwa 123.000 Lehrer, die teilnehmen hätten können. Mit keinem Präsenzkurs hätte man so viele Lehrer erreichen können, betonte der Minister. Mitte November starte daher eine zweite Runde.

Kommentare (6)
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stadtkater
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Problem ist seit März 2020 bekannt

Beschaffung beginnt im Dezember, dann sind die Laptop hoffentlich vor den Sommerferien 2021 verfügbar.

Das ist Österreich im digitalen Zeitalter!

leserderzeiten
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Ich

stell mir gerade das Forum vor, wenn diese Idee von der SPÖ kommen würde. Zwecks Finanzierung.

Ch.Gschiel
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Die Eltern von PflichtschülerInnen...

.... zahlen über die Steuern die Geräte der BundesschülerInnen. Ihre Kinder bekommen nichts. Das ist höchst unfair. Ich erwarte mir von einem guten Minister, dass er eine Übereinkunft mit den Schulerhaltern erzielt, damit alle Schülerinnen in Österreich die Leichen Chancen erhalten.

Ch.Gschiel
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'gleichen Chancen'

Hat nix mit Leichen zu tun, sorry

Ichweissetwas
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warum erst im Dezember??

Mitte des Monats beginnen wieder Ferien, dann Semester-Ostern-,Pfingstferien und die Tage "dazwischen", das Schuljahr ist abgesehen davon, bereits im März 2020, gelaufen!

47er
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Gefühlsmäßig sind ein Großteil der Lehrer*innen an der Front sehr dafür,

nur einige "altvodere Hardliner" mit viel Mitspracherecht im Hintergrund sind gegen alles Neue. Teils sind einige Schulen in Afrika schon viel weiter, wo Kinder nichtmal mehr Schulbücher haben und dadurch immer am neuesten Stand sind (Auweia, da werden sich die Verlage und Autoren lautschreiend sträuben).
Schön wären halt Geräte, wo die wichtigsten Ersatzteile günstig ausgetauscht werden können, da bei Kindern sicher nicht alles schonend behandelt wird.