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Digitalisierung Schüler bekommen Notebooks gratis oder verbilligt

Die Digitalisierung an den Schulen soll vorangetrieben werden. Daher werden ab dem Schuljahr 2021/2022 an den Bundesschulen mobile Endgeräte wie Notebooks und Tablets an Schüler der fünften Schulstufe stark verbilligt oder sogar gratis weitergegeben.

 

 Entsprechende Pläne existieren schon seit vor dem Sommer, am  Dienstagabend hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) das entsprechende Gesetz in Begutachtung geschickt. Für das erste Jahr gibt es noch eine weitere Ausnahme. Profitieren können auch Schüler, die die fünfte Klasse wiederholen sowie Jugendliche aus der sechsten Schulstufe. Voraussetzung dafür, dass an einem Standort überhaupt die staatliche Beihilfe wirksam wird, ist, dass es dort ein spezifisches Digitalisierungskonzept gibt.

Bezahlen müssen die Eltern 25 Prozent des Einkaufspreises, dafür geht das Gerät in den Besitz des Schülers über. Ausgenommen von der Zuzahlung werden jene Familien, die Mindestsicherung, Ausgleichszulage oder Notstandshilfe beziehen, von den Rundfunkgebühren befreit sind oder wo ein im gleichen Haushalt lebendes Geschwisterkind im Jahr davor eine Beihilfe gemäß Schulbeihilfe- oder Studienförderungsgesetz bezogen hat. In diesen Fällen sind die mobilen Endgeräte gratis.

Zur Gewährleistung der Unterrichtsziele können Lehrpersonen während des IT-gestützten oder ortsungebundenen Unterrichts mittels Fernverwaltung auf die Geräte der jeweiligen Schüler zugreifen. Dies ist freilich so auszugestalten, dass der Eingriff nicht unbemerkt durch die Jugendlichen stattfinden kann.

Endgeräte sollen auch dem Lehrpersonal als Lernbehelf zur Verfügung gestellt werden. Im Bereich der Landeslehrpersonen, die ja in den Mittelschulen tätig sind, soll als Anschubfinanzierung den Ländern die Möglichkeit zu einem durch den Bund finanzierten Erwerb von digitalen Endgeräten für die Schuljahre 2021/22 und 2022/23 im Ausmaß von drei Endgeräten je erstmals teilnehmender Klasse an anspruchsberechtigten Schulen geschaffen werden. Evaluiert wird das Projekt laut Gesetzesentwurf bis spätestens Ende 2024.

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Danke für Ihr Verständnis.

ChristianValent
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Wenn sie nur in Besitz der Schüler sind, in wessen Eigentum sind sie dann? Der Schule?

lenigsch
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Laptopklasse

Meine Schwester ist in OÖ in einer Laptopklasse. Dort mussten die Eltern den Schülern aus eigener Tasche ziemlich minderwertige Geräte über eine U-Book Aktion kaufen.
Meine Eltern haben sich dann ziemlich gewehrt und konnten dann sogar günstiger privat ein besseres Notebook erstehen. Am Anfang hat die Schule damit gedroht sie dürfe das bessere Gerät im Unterricht nicht verwenden.
Wir haben denen dann den von der Schule ausgeschickten Zettel vorgehalten auf dem MINDESTANFORDERUNGEN standen. Damit hat sich das erledigt.
Die billigen U-Book Geräte ihrer Kolleginnen müssen nach ca 1,5 Jahren schon ausgetauscht werden. Ihrer nicht.

Über die Sinnhaftigkeit von Laptops im Unterricht sollen Experten Urteilen. Ich hoffe aber inständig, dass die gekauften Geräte dann wenigstens halbwegs eine Qualität haben und es freigestellt wird wenn Eltern bessere Geräte anschaffen möchten.

Ch.Gschiel
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Und die PflichtschülerInnen...

... der fünften und sechsten Schulstufe schauen wieder durch die Finger!

Shiba1
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Gratis ist gar nix!

Irgendwer(=Steuerzahler) brennt natürlich dafür. Das Tragische ist leider, dass, was nix kost, auch nix wert ist, und dementsprechend behandelt wird. So wird die Versorgungsmentalität des Nannystaates immer nachhaltiger verfestigt. Der Staat (=wer?) zahlt eh alles. Gibts ein Buch dazu: Prolokratie

Freeskier
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Ich find das super.......

dann können die Schüler wenigstens im Internet surfen und Spiele spielen.

Mein Graz
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@Freeskier

Schließt du von dir auf andere?

Die Jugend kann wenigstens eine Suchmaschine, im Gegensatz zu manchen Usern hier.

Freeskier
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Dafür können manche keinen

geraden Satz schreiben. Siehe diesen Kommentar. Was kann die Jugend mit einer Suchmaschine?

Mein Graz
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@Freeskier

Ich ersuche in aller Form um Entschuldigung für das vergessene Wort "umgehen".
Das kommt bei dir sicherlich niemals vor, oder?

pescador
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Schüler bekommen Notebooks gratis oder verbilligt

Und wer bringt den Lehrern bei, was man mit so einem Notebook machen kann?

Mein Graz
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@pescador

Die Schüler!

Horstreinhard
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Die Digitalisierung der Schulen ist totaler Schwachsinn

Ich empfehle zu diesem Bücher und Vorträge von Manfred Spitzer, einem Hirnforscher und Psychiater.
Es ist erschütternd, wie wissenschaftliche Erkenntnisse der Hirn- und Entwicklungsforschung ignoriert werden!

9956ebjo
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Horstreinhard

Ich kenne die Bücher nicht, aber ich vermute mal, wenn man sie genau liest, wird der Kollege es nicht per se ablehnen.

Andere Frage: Was sollten die Schulen bei einem drohenden Lockdown machen? Zettel per Post nach hause schicken?

Aleksandar
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Toll

Und die Wirtschaft profitiert! So nimmt alles seinen (geplanten?) Lauf.

marcneum
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@Aleksandar

Sollen die Schüler/innen die Laptops in Werken selbst basteln?

Freeskier
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Warum nicht?

Wäre eine kreatve Beschäftigung.

tenke
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Eine Verhöhnung aller Erwerbstätigen und Nicht-Mindestsicherungsbezieher.

Nicht basteln, aber die Eltern sollten dafür bezahlen. Ist ja bekanntlich nichts Neues, dass der Nachwuchs in einem gewissen Alter damit ausgestattet werden muss.

marcneum
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Verhöhnung?

Ist die Befreiung von Rezeptgebühren, GIS, etc. für sie dann auch eine Verhöhnung aller Erwerbstätigen?
Es kann nur im Sinne aller sein, dass unsere Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Bildung (gerade im Bereich der Digitalisierung) erhalten! Einen Laptop, mit von der Schule vorgegebenen Programmen zu kaufen ist aber nicht für alle Haushalte möglich! Und das hat nichts mit Erwerbstätigkeit zu tun! Stellen sie sich vor: Es gibt Menschen die arbeiten 40h in der Woche und es bleibt ihnen trotzdem nicht genug über, um solche großen Anschaffungen zu stemmen!
Sie sollten sich ob ihres Kommentars schämen!

9956ebjo
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Tenke

Wird halt schwierig, wenn das Gerät auch in den Schulbetrieb mit eingebunden werden soll und damit Spezialsoftware benötigt wird (Fernwartung, Schulsoftware,..:)

Kristianjarnig
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Immerhin geht das in Österreich. Bravo. Wobei das nicht wirklich eine Überraschung für mich ist.

Gegenbeispiel. Italien. Hier arbeite ich für ein ausländisches Unternehmen, 2 Kinder.

Auch in IT wurde groß damit geworben das 18jährige(mein "Großer" wurde mitten in Corona 18) 500 Euro vom super italienischen Staat(also von meinen Steuergeldern) 500 Euro für Bücher und Elektronik(im Detail Computer) ausgeben dürfen.

Frägt man genauer nach dann gilt diese Summe für Familien die weniger als 20.000 Euro im Jahr verdienen. Der Rest ist, wie schon für Kindergeld, zu reich. Die Steuer wird aber sehr gerne genommen hat man mir versichert^^.

Fazit: Seid froh in Österreich zu sein und bleibt dort. Der Rest von Süd/Ost-)Europa ist wesentlich schlechter.

Sehr gute Innitiative Schülern hier unter die Arme(vor allem deren Familien)zu greifen. Das Geld muß ja schließlich irgendwo verdient werden in diesen harten Zeiten.

Man wundert sich als Auslandsösterreicher über dieses starke Nord/Süd(und West/Ost) Gefälle innerhalb der EU und warum es hier nicht endlich mal einheitliche Standards gibt. Auch in wesentlichen Punkten wie Gesundheitsvorsorge aber auch Pension.

Es fehlt offensichtlich die Masse von EU Bürgern die im Ausland arbeiten und diese Sozialgefälle endlich anprangern.