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Verschärfte MaßnahmenSupermärkte müssen Masken gratis abgeben

Supermärkte und Drogerien müssen in einem nächsten Schritt den Zugang kontingentieren. Einkaufswägen sind zu desinfizieren. Sicherheitsabstand bei Theke.

Maskenpflicht im Supermarkt
Maskenpflicht im Supermarkt © APA/HERBERT P. OCZERET
 

Die am Montag von der Bundesregierung verkündete Pflicht, künftig Supermärkte nur mit Masken betreten zu dürfen, wird für die Kunden keine Kosten nach sich ziehen. Die Masken werden gratis ausgegeben werden, die Kosten müssen von den Handelsunternehmen getragen werden, hieß es am Montagnachmittag aus dem Kanzleramt.

Kunden können aber auch selbst Schutz mitbringen, hieß es aus dem Büro von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Die Supermärkte sind jedoch verpflichtet, diesen Nasen-Mundschutz anzubieten, sobald die Lieferkapazitäten sichergestellt sind, was innerhalb der kommenden Tage der Fall sein soll. Ob die Produkte wiederverwendbar sind, hänge von deren Beschaffenheit ab. Manche sind nur drei bis vier Stunden verwendbar, andere waschbar bzw. zur Desinfektion geeignet.

Zur Frage, ab wann die Maskenpflicht auch per Verordnung verpflichtend geregelt wird, hieß es, man werde in den nächsten Tagen genau beobachten, ab wann eine solche Verpflichtung der Handelsunternehmen von diesen auch "sinnvoll umsetzbar" ist. Ziel sei eine einheitliche Regelung für alle in der Branche. Eine mögliche Ausweitung auf andere Bereiche wäre erst ein weiterer Schritt, in einem ersten soll in den Supermärkten eine Veränderung erreicht wurde.

Kontingente in den Supermärkten

Die angekündigten Regelungen betreffend der Begrenzung der Anzahl der Kunden im Geschäft werde wie andere noch im Detail ausgearbeitet. Im Gesundheitsministerium wird derzeit eine Verordnung ausgearbeitet, mittels der eine konkrete Zahl von Menschen pro Quadratmeter festgelegt werden soll. Sobald die Obergrenze erreicht ist, darf das Geschäft dann nur mehr betreten werden, wenn jemand herauskommt. Die Einhaltung wird von den Handelsunternehmen zu kontrollieren sein.

Regierung verstärkt Corona-Maßnahmen: Maskenpflicht im Supermarkt

Die Maßnahmen gelten für Supermärkten, den Lebensmittelhandel sowie Drogerien. Die Masken müssen von den Handelsunternehmen finanziert werden. Sie gehen dann in das Eigentum der Kunden über und können weiterverwendet werden, hieß es am Montag seitens der Regierung. Alle Angestellten müssen künftig Handschuhe und Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Maßnahmen der Regierung sehen außerdem vor, dass Einkaufswägen nach dem Gebrauch desinfiziert werden müssen, regelmäßig muss das auch für Theken, Gefrierregalgriffe etc. erfolgen. Bei den meisten Kassen gibt es schon Plexiglasscheiben, diese müssen nunmehr bei allen mit Mitarbeiterbedienung sichergestellt werden.

Eintritt im Supermarkt nur noch für Einzelpersonen

Der Sicherheitsabstand von einem Meter muss künftig auch zu Frischwarentheken eingehalten werden. Eintritt in Supermärkte erhalten nur Einzelpersonen. In Zukunft soll es eine festgelegte Anzahl von Kunden pro Quadratmeter geben, darüber hinaus dürfen weitere Personen erst hinein, wenn andere die Geschäftslokale verlassen. Um den Ein-Meter-Sicherheitsabstand sicherzustellen, müssen Einkaufswägen durchgehend benutzt werden. Bei den Kassen sieht die Regierung Bodenmarkierungen vor, damit beim Anstellen der Abstand eingehalten wird.

Auch zur Regelung, wonach gefährdete Personengruppen verpflichtend ins Home Office zu schicken oder alternativ freizustellen sind, wird es eine Verordnung des Gesundheitsministeriums geben. Details dazu sollen demnächst vorliegen. Die Personengruppe werde vom Gesundheitsministerium auf Basis von Alter und Vorerkrankungen genau definiert, hieß es.

Ebenfalls via Verordnung geregelt werden wird die Schließung von Hotels, Pensionen und anderen Beherbergungsbetrieben zu touristischen Zwecken. Weitergehen soll die laufende Info-Kampagne "schau auf dich, schau auf mich".

Verschärfte Maßnahmen und wichtigste Erkenntnisse

  • Die bisherigen Maßnahmen sind gut und richtig, sagt Kurz - aber die Verbreitung des Virus muss noch stärker sinken, um das Gesundheitssystems zu entlasten. "Es ist die Ruhe vor dem Sturm".
  • Das Tragen von Masken soll forciert werden - auch wenn das "nicht Teil unserer Kultur" sei (Kurz). Gemeint sind nicht medizinische Schutzmasken, die einen selbst schützen - sondern Mund-Nasen-Masken, die die Übertragung des Virus durch die Luft reduzieren sollen.
    Die österreichischen Supermarktketten werden ab Mitte der Woche beim Eingang solche Masken übergeben - ab diesem Zeitpunkt ist es Pflicht, die Masken im Supermarkt zu tragen.
  • Es wird noch stärkeren Schutz für besonders gefährdete Gruppen geben. Das sind ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen - letztere sollen komplett vom Job freigestellt werden bzw verpflichtend Home-Office machen dürfen. Der Bund wird die Lohnkosten für Freigestellte refundieren.
  • Die touristische Nutzung von Hotels wird bis auf weiteres - Stichwort Osterferien - verboten.
  • Für Supermärkte soll es verschärfte Auflagen geben, was die Einhaltung von Abstandsbestimmungen betrifft. so sollen in Stoßzeiten nur eine bestimmte Anzahl von Kunden eingelassen werden und Bodenmarkierungen den Abstand vorgeben.
  • 2000 zufällig, repräsentativ ausgewählte Österreicher sollen in den nächsten Tagen getestet werden, um ein Bild zu bekommen, welcher Anteil der Bevölkerung bereits infiziert ist.
  • Spätestens in einer Woche will die Regierungsspitze abermals an die Öffentlichkeit treten, um einen weiteren Ausblick über Wirksamkeit und Dauer der Maßnahmen zu geben. Die Rücknahme von Maßnahmen sei aber noch weit entfernt. Wenn es einmal dazu komme, werde man - auch aus volkswirtschaftlichen Gründen - mit Geschäften starten. Schulen und Unis kämen erst später an die Reihe.
  • Die Polizei wird konsequent Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen ahnden: Das Nichteinhalten des Mindestabstands sei "katastrophal gefährlich", so Nehammer. Bisher habe es mehr als 10.000 polizeiliche Anzeigen wegen Verstößen gegen das Anti-Corona-Maßnahmenpaket gegeben.

Kommentare (99+)

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ruprecht1
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Verschärfte Maßnahmen

Ich finde das diese Verschärfung der Sicherheitsmaßnahme schon richtig ist, aber es ist nicht möglich auf den Baustellen immer den 1m Sicherheitsabstand einzuhalten. Es wird auch nicht
mit der Schutzausrüstung funktionieren.
Es müsste mal heißen dass alle unwichtigen Baustellen eingestellt werden. Nur dann bekommen wir das schnell in Griff.

Die Polizei muss auch mehr kontrollieren und die Personen die sich falsch verhalten müssen eine hohe Geldstrafe bezahlen.

merschak
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Kann mir jemand logisch erklären...

...warum diese Masken andere davor schützen sollen, von einem Infizierten angesteckt zu werden, aber mich nicht vor einer Ansteckung bewahren. Können die Viren zwar von außen durch die Maske eindringen, von innen aber nicht hinaus?

user10335
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Dieses "Masken-Sieb" ist einfach zu grob.

Die Viren können durch einfache Masken natürlich in beide Richtungen durch, aber wenn Sie schon krank sind und husten, bleiben viele schon in der Maske hängen.

516cea9308b34e0cab1d86460dd8f703
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In einem Tropfen Wasser

befinden sich 1 Mrd Viren. Na dann.

Sege
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Die Viren sind klein und schlüpfen durch

Die ausgehusteten Tröpfchen bleiben hängen.

untermBaum
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Tja

Von den Verpackungsfreien, Plastiklosen, Selbstbedienungsmärkten spricht auch niemand mehr! Ich nehme derzeit keinen Salat oder Obst das nicht in Plastik verpackt ist! Die Leute wühlen nach wie vor nach den "besten Stücken" was schon in "Nicht-Corona-Zeiten" eine Unart und extrem unhygienisch ist. Jetzt sicher eine der größten Gefahrenquellen! Wie oft niest da am Tag jemand in unmittelbarer Nähe, und ein Sprühnebel an Keimen und Viren verteilt sich über Alles.... Graußlich!

halelale
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Ich hoffe du wäscht deine Nahrungsmittel einfach ab und fertig.

Man kann's echt übertreiben. Rational ist das nicht mehr.

samro
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sicher nicht

man kann die sache auch mal beginnen ernst zu nehmen statt weiter verharmlosen.

zlatorog
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Salat abwaschen

@halelale, naja, der Salat, mit Seife abgewaschen. ist halt geschmacklich dann schon etwas gewöhnungsbedürftig...

heri13
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Komisch ist,

Das gerade die Partei die die Erfinder des Vermummungsverbots, dafür sind das sich jetzt das gesamte Volk vermummen soll.
Der Blender handelt kopflos.
Große Worte ,viel bla bla.
Er hört irgend etwas, ohne es zu überprüfen setzt es es ein.
Ohne den Gesundheitsminister stünden wir schön blöd da.

Pelikan22
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Warum?

Was macht der besser, bzw. was macht der überhaupt?

wintis_kleine
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Ich hatte die letzten 3 wochen

Eigentlich das Gefühl, dass ich gut informiert wurde und die Maßnahmen wenn auch zeitweise verspätet angemessen zur Umsetzung kamen.
Heute beschleicht mich das Gefühl dass die Regierung etwas weiß, was sie uns noch nicht weiter geben will, oder die Dramatik steigern möchte, um die letzten unverbesserlichen auch zu bekehren.
Es bleibt seit heute bei mir ein bisserl ein ungutes Gefühl bestehen - ein gefühl dass ich eigentlich bislang nicht so hatte.
Hoffentlich täusche ich mich.

Miraculix11
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Sie wissen schon etwas

Aber das weiß jeder der Zeitung liest. In der Steiermark sind ca. 85% der Intensivbetten belegt. Wenns mehr wird - und es wird ganz sicher mehr - haben wir Zustände wie im Ausland. Nicht jeder Kranke kann lebensrettende Maßnahmen bekommen. Daher versuchens unter allen Umständen die Neuerkrankungen zu verhindern. Aber da viele nicht mitmachen erkranken immer mehr.

Tingel
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Ich vermute Ähnliches

Auch mich beschleicht nun ein Gefühl des Unbehagens. Wir haben zwei Wochen Quarantäne durchgestanden und dennoch steigen die Zahlen an Neuerkrankungen. Jetzt hört man von Bauernmärkten in Wien, auf denen dichtgedrängt noch gehamstert, also rücksichtslos in Bezug auf andere, in allen Facetten, eingekauft wurde. Da brauch ich doch bloss an den Grazer Lendplatz denken....wie soll man da Abstand halten samstags? Wieso geht man auf solche Ansammlungen aktiv zu? Ich vermute, die Zahlen aus Wien werden daher sehr bald explodieren. Ist eh ein Wunder, dass dort nur knapp 1000 (offiziell) infiziert sein sollen. Und genau das ist mein Gefühl. Das grosse Aha?-Uff! kommt noch...

AndiK
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Kann man sich eigentlich

auch gegen eine Testung wehren wenn man unter den zufällig ausgewählten 2000 ist?

chillout
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ja,

einfach nicht aufmachen wenn's läutet 😉👍

joektn
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Nein

Sonst folgt eine Verwaltungsstrafe bis zu 3600 Euro, wenn du dich weigerst. 😉

AndiK
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Ok danke

das wäre es mir wert

user10335
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Niemand kann in den ersten Tagen wissen,

ob er nach einer Ansteckung nicht selbst schon eine "Virenschleuder" ist. Die MNS-Masken könnten daher wirklich helfen, andere Kunden oder das Personal nicht anzustecken. Im Supermarkt greift aber jeder vieles an - Einkaufswagerl, Brotzangen und wahrscheinlich etliche Verpackungen etc.
Daher mein Wunsch: Bei Ein- und Ausgang Spender mit Desinfektionsmittel installieren!

Miraculix11
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Ich bin erstaunt

Wieso hast Du Dir selber kein Flascherl gekauft? In jeder Apotheke zu haben. Jetzt darauf zu warten dass andere eines für dich hinstellen sagt viel über Deinen Charakter

user10335
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Ich hab ein großes zuhause und ein kleines eingesteckt

Sie auch? Wir beide könnten aber auf dem Weg ins Geschäft irgendetwas angefasst haben, auf dem Viren "gelauert" haben!

Miraculix11
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@ user

Ganz im Ernst: Das macht nichts. Solange Du Dir nicht in die Augen, Nase oder Mund fährst tun sie Dir nichts. Aber wenn Dir zB. immer wieder mal die Augen rinnen darfst nicht automatisch hingreifen bevor Du die Hände gereinigt hast.

user10335
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Schön wär's

wenn man alle Reflexe so unter Kontrolle hätte!

Miraculix11
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Diese Reflexe zu lernen wären wichtiger

als alle Flascherl. Ich bin ja auch so einer dem die Augen immer wieder rinnen und der hingreift. Aber ich habs schon ziemlich im Griff nicht hinzugreifen.

Lodengrün
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Also

mir erscheint das jetzt doch schon ein wenig übertrieben. Die Leute gehen sich im Markt schon „aus dem Weg“ und an den Kassen habe ich auch nicht beobachtet das sie sich auf den Schultern sitzen. Gut finde ich die Handschuhe beim Personal das jetzt schon in den meisten Fällen getan wird.

Butterkeks
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...

Was sollen die Handschuhe bringen? Wenn die nicht regelmäßig gewechselt werden, dann sind die schlimmer als ohne.
Zudem muss man sich nach jedem "ausziehen" der Handschuhe die Hände waschen, tun die wenigsten.

 
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