Als sich der ehemalige Finanzminister und Societyliebling Karl-Heinz Grasser für seinen finalen Auftritt in der Causa Buwog, die die Republik bereits seit mehr als 20 Jahren beschäftigt, vor seinem Mikrofon erhebt, herrscht absolute Stille im imposanten Saal des Wiener Justizpalastes. „Fast ein Drittel meines Lebens“ sei dieses Verfahren „wie ein Damoklesschwert“ über ihm geschwebt, dieser psychische Druck auf ihn und seine Familie sei „mehr, als ich mir jemals hätte vorstellen können“. 6536 Tage und Nächte habe er enorme Belastung verspürt, sagt er und stellt fest: „Dieses Verfahren ist für mich zur Höchststrafe geworden“.