Die Gesundheitsausgaben sind in Österreich im Jahr 2023 um 2,5 Milliarden Euro auf rund 55,2 Milliarden Euro gestiegen. Rund drei Viertel davon oder 40,4 Milliarden machen die öffentlichen Ausgaben aus. Vor allem der Spitalsbereich erwies sich wieder als starker Treiber. Die gesamten Aufwendungen für die Krankenanstalten stiegen um 9,2 Prozent, in der Steiermark sogar um 10,9 Prozent, in Kärnten um 10 Prozent, wie die Statistik Austria bekanntgab.

Im Jahr 2023 kletterten die öffentlichen Ausgaben erstmals über die 40-Milliarden-Marke, wobei der Anstieg im ambulanten Bereich mit 10,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2022 etwas höher ausfiel. Einen Einbruch gab es im Bereich der Prävention um 1,5 Milliarden Euro, allerdings betrifft das in erster Linie Pandemie-Ausgaben. Allein 1,1 Milliarden Euro davon sind durch Minderausgaben für Covid-Tests im Jahr 2023 zu erklären.

Private Ausgaben stärker gestiegen

Tobias Thomas, Generaldirektor der Statistikbehörde, verwies auf die auch inflationsbedingt „deutlich höheren Aufwendungen für Personal, Energie- und Betriebskosten sowie höhere Honorare“. Noch stärker als die öffentlichen Ausgaben sind die privaten gestiegen. Die Statistik Austria verzeichnete ein Plus von 7,4 Prozent. Rechnet man die Langzeitpflege hinaus, betrug der Anstieg sogar 8,2 Prozent für die privaten Haushalte.

Das Thema ist derzeit auch Gegenstand der Verhandlungen von FPÖ und ÖVP. Gerade die Spitalskosten liegen den Ländern auf der Kasse, die ihrerseits Druck machen und bereits eine Neuverhandlung des Finanzausgleichs fordern.