„Babler wird Geschichte sein“, sagte PR-Profi Rudi Fußi noch vor wenigen Wochen über den amtierenden SPÖ-Chef. Am Dienstag gab er bekannt, dass er doch nicht genügend Unterschriften gesammelt habe, um eine Vorsitzwahl zu erzwingen. Dafür hätten binnen eines Quartals Unterschriften von einem Zehntel der SPÖ-Mitglieder gesammelt werden müssen.

„Mehr als 40.000 Menschen haben für einen Neustart der SPÖ unterschrieben“, resümierte Fußi, der angekündigt hatte, am Dienstag die Unterschriften in der Parteizentrale abzugeben. Allerdings stammten davon nur gut 10.500 Unterschriften von Parteimitgliedern. Das Ergebnis sei „enttäuschend“, dennoch seien die vergangenen Monate „lehrreich“ gewesen und er „schreite mit bester Laune und erhobenem Hauptes vom Feld“.

Fußi denkt vorerst nicht über eigene Liste nach

Unter den Unterschriften seien zahlreiche Fälschungen gewesen, viele Menschen dürften auch nicht gewusst haben, dass eine Mitgliedschaft für eine gültige Unterschrift Voraussetzung sei, vermutete Fußi. Gegen einige „Bableristas“ sei bereits Fußis Anwalt tätig, „denn Dokumentenfälschung muss man sich nicht gefallen lassen“.

Zwischenzeitlich war kolportiert worden, Fußi könnte mit einer eigenen Liste bei der heuer anstehenden Wien-Wahl antreten. „Über die Wien-Wahl denke ich nach, wenn es einen Wahltermin gibt“, sagte Fußi am Dienstag, jetzt wolle er sich wieder seinem Unternehmen zuwenden.