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Nahost-KonfliktIsraels Militär droht Hamas-Führungsriege mit gezielter Tötung

Angriffe für die Nacht auf Sonntag angekündigt

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© AFP
 

Das israelische Militär hat der Führungsriege der im Gazastreifen herrschenden Palästinenserorganisation Hamas mit gezielter Tötung gedroht. Armeesprecher Hidai Zilberman sagte dem israelischen Fernsehen am Samstagabend, man werde in der Nacht weiter wichtige Einrichtungen der Hamas und des Islamische Jihad überall im Gazastreifen angreifen. Dies gelte auch für die höchste Führungsriege der Hamas.

Ein Sprecher des militärischen Hamas-Arms drohte, seine Organisation werde von Mitternacht an erneut Raketen auf Tel Aviv feuern. Bei einem massiven Angriff auf ein breites Tunnelsystem der Hamas hatte Israels Luftwaffe nach eigenen Angaben in der Nacht auf Freitag rund 500 Tonnen Munition eingesetzt. Nach Einschätzung der israelischen Armee könnten bei dem Angriff auf das unterirdische sogenannte Metro-System zahlreiche Hamas-Kämpfer getroffen worden sein.

Jeder Terrorist in Gaza weiß heute, dass er sich nirgends verstecken kann, nicht über der Erde - und nach dem Angriff auf die Metro - auch nicht unter der Erde

Israels Armeesprecher Hidai Zilberman

"Jeder Terrorist in Gaza weiß heute, dass er sich nirgends verstecken kann, nicht über der Erde - und nach dem Angriff auf die Metro - auch nicht unter der Erde", sagte Zilberman. "Wir wollen viele Erfolge anhäufen", sagte der Armeesprecher zu den Zielen der Operation. Die Bilanz der Angriffe werde bestimmen, "wie lange danach Ruhe herrscht, ob die Hamas danach fünfmal, 50 Mal oder 500 Mal nachdenkt, bevor sie Raketen in Richtung Jerusalem schießt".

Gezielte Tötungen

In der Vergangenheit hatte Israel immer wieder gezielt militante Palästinenser getötet, darunter auch Führungsmitglieder der Hamas. Nach dem Gaza-Krieg 2014 hatte das Militär im Rahmen einer Waffenruhe diese Praxis jedoch weitgehend unterlassen.

Im November 2019 hatte Israel dann gezielt den Militärchef des Islamischen Jihad in Gaza getötet, Baha Abu Al-Ata. Daraufhin hatten militante Palästinenser zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert, die israelische Luftwaffe griff massiv Ziele im Gazastreifen an. Unter Vermittlung Ägyptens und der Vereinten Nationen konnte jedoch eine Waffenruhe erzielt werden.

Iran unterstützt Hamas

Der Iran versprach der Hamas unterdessen Rückhalt im Kampf gegen Israel. In einem Telefonat mit dem Hamas-Chef Ismail Haniyeh sicherte der Kommandant der Al-Kuds Brigade der iranischen Revolutionsgarden, General Esmail Qaani, am Samstag uneingeschränkte Unterstützung zu, wie iranische Staatsmedien berichteten. Haniyeh bedankte sich seinerseits für die Unterstützung des Iran und sagte laut Nachrichtensender Al-Alam, dass der Kampf gegen Israel nicht einer der Hamas, sondern der gesamten islamischen Welt sei.

"Erzfeind Israel"

Die islamistische Hamas ist unter anderem von der EU als Terrororganisation eingestuft und herrscht im Gazastreifen. Militante Palästinenser beschießen Israel von dort aus seit Tagen mit Raketen. Die israelische Armee reagiert insbesondere mit Luftangriffen auf Ziele der Hamas in Gaza. Der Iran betrachtet Israel als seinen Erzfeind und unterstützt anti-israelische Widerstandsgruppen, darunter auch die Hamas und Islamischer Jihad im Gazastreifen sowie die Hisbollah-Miliz in Südlibanon. Die gesamte iranische Führung hatte diese Woche "die brutalen und grausamen Verbrechen" Israels an den Palästinensern aufs Schärfste verurteilt.

Dennoch hält sich der Iran in dem jüngsten Konflikt eher zurück. Ein Grund sind laut Beobachtern die in Wien laufenden Atomverhandlungen mit den USA, die Teheran nicht gefährden wolle. Dort geht es vor allem um die Aufhebung der US-Sanktionen, die den Iran in den letzten zwei Jahren in eine Wirtschaftskrise gestürzt haben.

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Danke für Ihr Verständnis.

dieRealität2019
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Hier geht es nicht um die Geschichte der Palästinenser und Juden.

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Sondern generell ausschließlich um Gewaltausübung der jeweiligen Wasserköpfe der Hamas und Missbrauch der örtlichen Bevölkerung für ihre Zwecke. Sie haben keine Interesse das die Israeli tausende Arbeitsplätze geschaffen haben und damit ein vertretbares Einkommen. Sie sind an keinem Abkommen wie die letzten Jahrzehnte gezeigt haben interessiert.
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Die Geschichte Israels ist die Geschichte des Volkes Israels ist seinen Anfängen um 1600 v. Chr. bis zum Untergang des Zweiten Tempels 70 und Ende der Eigenstaatlichkeit 135 n. Chr. Die Juden wurden durch Jahrtausende vertrieben und verfolgt. Und wo leben die Juden, außer in Israel. Wo haben die Juden ihre eigenen Staatsgebiete? Vergleichsweise der Araber.
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Würden die Hamas an einer Konfliktlösung für die Palästinenser tatsächlich Interesse haben, dann könnte dies auf Basis einer gegenseitigen Anerkennung der Wirtschaftlichkeit und den damit verbundenen Nachhaltigkeiten geschehen. Dazu bedarf es keiner selbstständigen Staatenlösung.
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hbratschi
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wenn ich schon mal...

...einmal deiner meinung bin: daumen hoch...

hbratschi
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@paulrandig, pregwerner...

...glaubt ihr allen ernstes, dass es eine ankündigung von "gezielten tötungen" braucht? keiner der führungsriege wird sich im "kriegsfall" dort aufhalten, wo ihn der gegner vermutet. um zu wissen wo sich die "häuptling" verkriechen, ist intensive geheimdienstarbeit nötig. außerdem unterscheidet sich die kriegsführung der israelis von der der araber grundsätzlich. während israel zumindest versucht zivile opfer so gut es geht zu vermeiden, machen die araber genau das gegenteil. die arabische seite möchte nur soviel israelische opfer wie möglich und auch, dass israel viele palästinensische frauen und kinder trifft, um sie dann der welt scheinheilig präsentieren zu können. krieg ist das schmutzigte und schrecklichste, zu dem der mensch fähig ist...

Hapi67
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Das Wort zum Sonntag

Gezielte Tötung von Terroristen der Hamas-sehr vernünftig-mit Terroristen verhandelt man nicht.

Vielen Dank

paulrandig
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So eine Ankündigung ist das Dümmste.

Entweder die Anführer verschanzen sich jetzt wo, wo sie nur mit deutlichen Kollateralschäden ausgeschaltet werden können, oder sie werden gar nicht erwischt. Beides ist kein Ruhmesblatt für Israel. So eine Aktion führt man einfach durch, wenn's sein muss. Die kündigt man nicht groß an.

100Hallo
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Wahrheit

schlimmer wie in Nordkorea.

pregwerner
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Gezielte Tötung???

Wenn Russland sagen wir mal eine Kriegserklärung an Deutschland mit "gezielter Tötung" der Politiker entsendet. Was meinen Sie wie viele Politiker daraufhin noch im Parlament oder deren Parteibüros verweilen?

So gesehen klingt die gezielte Tötung eher wie eine "Warnung" an die Verantwortungsträger - sich an einen Ort in Sicherheit zu bringen, wo sie nicht vermutet werden...

Zudem entsteht die allgemein in derartigen Kriegssituationen durchwegs bekannte Gefahr, dass sich entsprechende "Verantwortungsträger", ebenso gezielt in Kindergärten, Spitälern usw. verschanzen.

Bombt man da rein, trifft man vielleicht den einen oder anderen "Verantwortungsträger". Doch nebenbei werden vielleicht unzählige Kinder oder Unschuldige getötet.

Gezielte Tötung - somit meiner Meinung nach ein Begriff, welcher eher Selbstlüge offenbart und mit Schaudern Unheil erwarten lässt.

bam313
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Ja, Kurz soll dort jetzt hinjetten.

Er sollte an der Front zu beruhigen versuchen, anstatt weiter Öl in das Feuer zu gießen.
Aber dafür ist er zu feig.
Krank!