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Lage in Israel spitzt sich zu Grazer in Jerusalem erzählt: "Man ist permanent angespannt"

Der 19-Jährige Otto Dorfer lebt und arbeitet derzeit in Jerusalem. Der Grazer erzählt, wie er die vergangenen unruhigen Tage in Israel erlebt hat.

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Otto Dorfer erzählt, dass das Leben in Israel trotz der Angriffe normal weitergeht © 
 

Sie arbeiten derzeit beim Österreichischen Gedenkdienst in Jerusalem. Wie haben Sie die vergangenen Tage der Gewalteskalation zwischen Israel und der Hamas erlebt?
Otto Dorfer: Jerusalem wird relativ selten bombardiert. Daher waren die Angriffe Montagabend überraschend. Ich war in meiner Wohnung, als ich plötzlich die Sirenen hörte. Ich habe es zuerst gar nicht so wahrgenommen, ich dachte, das sei die Rettung. Es war auch nicht so laut. Kurz darauf habe ich vier Explosionen gehört, die ungefähr zehn Kilometer von mir entfernt waren. Ich bin gar nicht in einen Bunker gelaufen, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass das ein Angriff war. Die Leute auf der Straße reagierten auch nicht wirklich, sie haben sich zwar kurz auf die Seite gestellt, aber zehn Minuten später wieder weitergefeiert. Die Menschen in Jerusalem haben das gar nicht so wahrgenommen, zumindest nicht in meiner Nachbarschaft. Ich bin jedoch seither nach wie vor angespannt, weil ich nicht weiß, wann es das nächste Mal so weit ist. Ich habe keine Angst, aber eine gewisse Art von Anspannung ist permanent vorhanden.

Kommentare (2)
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Ninaki
6
14
Lesenswert?

Zivilbevölkerung

Vielleicht gibt auch einmal einen Bericht über die palästinensische Zivilbevölkerung, wo auch Frauen und Kinder im Schutzkeller sitzen und Todesangst haben.... vor den Raketen der Israelis....

hans31
0
1
Lesenswert?

Stimmt

Wen sie überhaupt einen Bunker haben