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Nach CDU/CSU-KandidatenstreitDämpfer für Laschet: Grüne ziehen in nächster Umfrage an Union vorbei

Die Grünen befinden sich im Aufschwung und liegen laut einer Umfrage bei 28 Prozent, CDU/CSU bei 27 Prozent - SPD rutscht auf 14 Prozent ab - AfD bei 10 Prozent, FDP bei 9 Prozent, Linkspartei bei 7 Prozent.

Auch bei einer Kanzler-Direktwahl hätte Baerbock gute Karten © AFP
 

Fünf Monate vor der deutschen Bundestagswahl hat die Union einer Umfrage zufolge stark in der Wählergunst verloren und wurde von den Grünen von Platz eins verdrängt. Im "Sonntagstrend" des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der "Bild am Sonntag" kommen die Grünen auf 28 Prozent, die Union nur noch auf 27 Prozent. CSU-Chef Markus Söder, der den Machtkampf um die Kanzlerkandidatur gegen CDU-Chef Armin Laschet verloren hatte, legte die Latte für Union deutlich höher.

"Es muss schon ein Ergebnis sein, das deutlich über 30 Prozent liegt - näher an 35 Prozent", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Bei der Wahl 2017 hatten die Schwesterparteien zusammen 32,9 Prozent erzielt.

Union hat noch weiter verloren

In der Kantar-Befragung hat die Union im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte verloren. Die Grünen, deren Bundesvorstand Parteichefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin nominiert hat, legten dagegen um sechs Prozentpunkte zu. Die SPD verlor zwei Punkte und rutschte auf 13 Prozent. Auch bei einer Kanzler-Direktwahl hätte Baerbock gute Karten, wie eine Insa-Befragung für die "Bild am Sonntag" ergab. Demnach würden 30 Prozent Baerbock direkt wählen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz käme auf 20 Prozent und Laschet auf 18 Prozent.

Söder nimmt Union in die Pflicht

Söder nahm für ein gutes Wahlergebnis der Union auch den CDU-Chef in die Pflicht: "Wir werden alles für ein gutes bayerisches Ergebnis tun, aber die Kernverantwortung liegt natürlich immer beim Kanzlerkandidaten, auch für das Ergebnis in Bayern. Denn heute ziehen Kandidaten die Parteien und nicht umgekehrt." Er selbst habe aus Verantwortung für die Union das Votum des CDU-Bundesvorstands für Laschet akzeptiert. Er sei "mit dem Ergebnis mehr im Reinen als Teile der CDU-Basis". "Eines ist aber auch klar: Die Entscheidung lag damit in den Händen der CDU, die damit auch die Verantwortung für das Verfahren und das Ergebnis übernimmt."

Die Union befindet sich nach Einschätzung Söders "in einer schweren Notsituation". "Fünf Monate vor der Wahl steckt die CDU in einem Umfragetief, es bleiben Corona-Schwierigkeiten, und nach 16 Jahren sieht man schon Ermüdungserscheinungen der ganzen Union", sagte er den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag). Hinzu komme eine nicht geklärte strategische Frage, wie viel Modernität oder wie viel Tradition die Union zeigen solle. "Einige wollen zurück in die Zeit vor Angela Merkel. Wir wollen das nicht. Wir brauchen einen Aufbruch und eine moderne Union", betonte Söder.

Vorwürfe an die CSU von Laschet

Laschet hingegen sagte in der TV-Talksendung "3 nach 9" von Radio Bremen, seine Positionen seien "modern" - nämlich eine gesellschaftspolitische Modernisierung, eine europäische Ausrichtung und der Blick auf den Erhalt der Arbeitsplätze auch bei mehr Klimaschutz. Der CSU warf er vor, dem "Zeitgeist" nachzulaufen.

Der CSU-Chef mahnte indes in Richtung CDU, Umfragen sollten nicht ignoriert werden. Nach seiner Lebenserfahrung zeigten Umfragen zumindest Tendenzen auf, so Söder. "Darauf sollte man achten. The Trend is your friend. Und der Trend ist jetzt so: Der hohe Corona-Vorschuss ist aufgebraucht. Und es gibt viele, die meinen, es könnte nach 16 Jahren auch mal ohne die Union gehen. Wer das alles unterschätzt, handelt unklug." Im Machtkampf mit Laschet hatten Anhänger Söders auch immer wieder dessen im Vergleich zum CDU-Chef bessere Umfragewerte ins Feld geführt.

Dass er in vier Jahren sich erneut um die Kanzlerkandidatur der Union bemühen würde, bezeichnete Söder in den "Nürnberger Nachrichten" als "außerordentlich unwahrscheinlich". "Denn entweder regiert Armin Laschet die nächste Amtszeit oder wir werden eine sehr lange Amtszeit einer jungen Bundeskanzlerin erleben", fügte der bayerische Ministerpräsident hinzu. Der CSU-Chef machte aber auch deutlich, dass er sich weiter Gehör verschaffen will: "Mit mir muss man auch in Zukunft rechnen. In Bayern als Ministerpräsident und in Berlin als Parteivorsitzender." Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der im Rennen den CSU-Chef unterstützt hatte, sagte der Funke-Mediengruppe, das bundespolitische Gewicht von Söder sei enorm gewachsen.

SPD-Kanzlerkandidat Scholz bezeichnete trotz der schwachen Umfragewerte der SPD das Rennen um das Kanzleramt als "völlig offen" und brachte seine Erfahrung gegenüber den Mitkonkurrenten ins Spiel. "Deutschland ist eines der größten und erfolgreichsten Industrieländer der Welt. Es sollte von jemandem geführt werden, der Erfahrung im Regieren hat, der nicht nur regieren will, sondern das auch wirklich kann", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag". "Ich bin der Kanzlerkandidat, der über die notwendige Erfahrung und Kenntnisse für diese Aufgabe verfügt. Das unterscheidet mich von meinen Wettbewerbern", fügte Scholz hinzu.

Kommentare (13)
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Patriot
1
6
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Die deutschen Nachbarn sind uns immer einen Schritt voraus!

.

Laser19
4
7
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Grün-rot-rot in Deutschland wird sehr wichtig für Europa

Mittelfristig wird es sehr heilsam sein, den europäischen Wirtschaftsmotor in Kommunismus abgleiten zu sehen.

OE39
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Sie werden sich noch wundern,

was alles möglich ist (wenn die Grünen Deutschland regieren). Da wirds mal ganz rasch zappenduster mit der Autoindustrie und dem Industriestandort Deutschland.

Zuckerpuppe2000
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Die Willkommenskultur

wird einen Aufschwung erleben das sich die Balken biegen! Armes Deutschland.

VH7F
6
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Merkel hat damit begonnen

gegen die eigene Autoindustrie zu Arbeiten.

altbayer
2
17
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Zulieferindustrie

....und der österreichischen Zulieferindustrie.
Das wird MAN zum Quadrat

lombok
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Man sieht:

Die Selbstzerstörung der CDU/CSU geht munter weiter. Söder kann es einfach nicht lassen, weiterzusticheln. Gratulation an die Grünen ....

makronomic
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Grün in Deutschland - hoffentlich nicht wie in Österreich

Ich wünsche den Grünen alles Gute für die Wahl, hoffentlich stellen sie die Kanzlerin. Und hoffentlich verlieren sie ihre Ideale nicht so wie die österr. Steigbügelhalter (ehem. Ö Grüne).

Ratte
10
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Ich hoffe auch,...

..dass in Österreich die Grünen nicht so sind wie in Deutschland, obwohl es mir schon reicht mit der Frau Gewessler.. Sonst sind wir als nächstes Land dran mit dem Ende des Wohlstands...

makronomic
4
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Ja, da haben sie recht

Grüne leiden leider oft an irrem Größenwahn wenn sie an die Macht kommen, das sieht man in Graz und Wien. Das Annenstrassen Slum lässt grüßen.

Aber es gibt auch vernünftige Grüne - und deren Prinzipien.
Für Deutschland ist eine Lösung von den CDU Machenschaften dringend erforderlich - die versinken sonst in einer Armutsfalle - zb Pensionen.

harri156
0
11
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Was wurde aus dem SPD Kandidaten

der für zwei Monate die SPD in Umfragen über 50% beförderte?

Hausverstand100
2
20
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Bekommt jetzt

Deutschland eine grüne Kanzlerin?
Na, das wär was.....

ReinholdSchurz
9
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Laschet und Söder komplett Wurscht 🎪

Nein ganz und gar nicht, es war Frau Dr. Angela Merkel dem die ganze Miesere geschuldet ist, die gute Frau hätte schon 2015 abdanken müssen und damit der CDU/ CSU eine Überlebenschance zu ermöglichen 🤦🏻‍♂️😏
2015 Refugiés Problem, wir schaffen das kommt alle ungehindert ohne Personalien und Corona Krise andauerndes Zaudern und nur den Weg in den strengen Lockdown andere Perspektive Null.🙆🏻‍♂️
Nicht vergessen war da noch der Diesel Abgasskandal, die Wirecard Affäre, fehlgeschlagene Autobahn Mautsystems, die verspätete Eröffnung Flughafen Berlin, Impfpanne AstraZeneka und und 👏