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Nach Akündigung Truppenabzug US-Außenminister überraschend in Afghanistan eingetroffen

US-Präsident Joe Biden will bis zum 11. September sämtliche US-Truppen aus Afghanistan abziehen. Nach dieser Ankündigung reiste nun Blinken nach Afghanistan.

© AP
 

US-Außenminister Antony Blinken ist am Donnerstag überraschend zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Blinken traf in Kabul den afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani und andere Regierungsvertreter.

"Ich bin so schnell nach der Rede des Präsidenten (Joe Biden) gestern Abend hierhergekommen, um im wahren Wortsinn durch unsere Anwesenheit zu demonstrieren, dass wir uns weiterhin und dauerhaft für Afghanistan einsetzen werden", sagte Blinken in der US-Botschaft in Kabul, wo er mit US-Soldaten zusammentraf. Zu Ghani sagte er: "Die Partnerschaft ändert sich, aber sie bleibt bestehen."

Der US-Präsident hatte am Vortag den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan bis zum 11. September angekündigt. Damit geht der gesamte Einsatz der NATO zu Ende - was in afghanischen Regierungskreisen teils empörte Reaktionen hervorgerufen hat.

Der Abzug solle am 1. Mai beginnen und bis zum 11. September abgeschlossen werden, sagte Biden am Mittwoch im Weißen Haus. Damit geht der gesamte Einsatz der NATO zu Ende. Die bereits zuvor kolportierte Entscheidung löste in dem Krisenland unterschiedliche Reaktionen aus.

Nach der Ankündigung beschloss auch die NATO offiziell den vollständigen Truppenabzug aus Afghanistan. Die Außen- und Verteidigungsminister der 30 NATO-Länder einigten sich nach Angaben des Militärbündnisses am Mittwoch darauf, am 1. Mai "geordnet, koordiniert und überlegt" mit dem Truppenabzug zu beginnen. Alle NATO-Truppen sollen Afghanistan demnach "innerhalb weniger Monate" verlassen.

 

Auch Österreich stimmt Afghanistan-Abzug mit Partnern ab

Der US- und NATO-Abzug aus Afghanistan bedeutet wohl auch das Ende des österreichischen Militärengagements im Bürgerkriegsland. Ein Rückzug aus Afghanistan gehe nur "Hand in Hand mit unseren Partnern, insbesondere mit der Bundeswehr", betonte Bundesheer-Sprecher Michael Bauer auf APA-Anfrage. Bauer äußerte sich, bevor die NATO-Staaten am Mittwochabend offiziell das Ende ihres Einsatzes in Afghanistan beschlossen.

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