Das neue Jahr beginnt für Friedrich Merz desaströs. Schuld daran ist nicht etwa seine Ansprache zum neuen Jahr, die erste im Kanzler-Job – obwohl es der an inhaltlicher Kraft ebenso fehlt wie an rhetorischem Anspruch. Katastrophal für Merz ist ein Ereignis, für das er keinerlei Verantwortung trägt: Der Brandanschlag, vermutlich von Linksextremisten, auf ein Stromkraftwerk im Berliner Südwesten am Morgen des 3. Jänner. Fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel werden dabei zerstört, gestern waren noch immer rund 26.900 Haushalte ohne Strom. Das verhagelt Merz den Jahresauftakt: Wieder steht Deutschland, drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, als unfähig da, mindestens als überfordert.
Immenser Druck für Kanzler
Warum sich Merz für 2026 warm anziehen muss
Für Deutschland wird sich heuer politisch und wirtschaftlich vieles entscheiden. Der Kanzler, der aufzeigen wollte, hat Druck.
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