Das neue Jahr beginnt für Friedrich Merz desaströs. Schuld daran ist nicht etwa seine Ansprache zum neuen Jahr, die erste im Kanzler-Job – obwohl es der an inhaltlicher Kraft ebenso fehlt wie an rhetorischem Anspruch. Katastrophal für Merz ist ein Ereignis, für das er keinerlei Verantwortung trägt: Der Brandanschlag, vermutlich von Linksextremisten, auf ein Stromkraftwerk im Berliner Südwesten am Morgen des 3. Jänner. Fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel werden dabei zerstört, gestern waren noch immer rund 26.900 Haushalte ohne Strom. Das verhagelt Merz den Jahresauftakt: Wieder steht Deutschland, drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, als unfähig da, mindestens als überfordert.