„Hannibal ante Portas“ – Hannibal vor den Toren! So sollen die Römer ihre Ängste formuliert haben, dass der karthagische Feldherr nach seinem Sieg bei der Schlacht von Cannae vor den Toren Roms auftauchen und mit einer Belagerung beginnen könnte. Verwendet wird der Ausdruck bis heute, um vor einer unmittelbar drohenden Gefahr zu warnen. Er passt auf die hektischen Reaktionen der Spitzenpolitiker führender EU-Mitglieder nachdem bekannt wurde, dass US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin am 15. August in Alaska zum Ukraine-Gipfel treffen will. Hektische Aktivitäten von Macron, Merz und Co setzten ein, die drei „Urängste“ vermitteln. Erstens, dass sich Washington und Moskau über das Schicksal der Ukraine einigen könnten. Zweitens heißt das ohne die Ukraine und drittens ohne die Europäer. Daher lauten die Forderungen von Wolodymyr Selenskyj und fast allen EU-Politikern, dass die Ukraine in die Verhandlungen eingebunden wird, und dass es daher auch zu einem Treffen Trump-Putin-Selenskyj kommen müsse. Daran werde gearbeitet, verlautete aus den USA, ohne Einzelheiten zu nennen.
Krieg oder Frieden?
Drei Szenarien für den Trump-Putin-Gipfel
Analyse.
Auch zwei Tage vor dem Treffen in Alaska ist noch unklar, worüber bei den Ukraine-Gesprächen konkret verhandelt werden soll. Von einem Krach der beiden Alpha-Tiere bis zu einem Deal ohne Einverständnis der Ukraine ist alles möglich.
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