In der Beurteilung der „Signalgate“-Affäre gibt es geteilte Meinungen darüber, was daran das Verwerflichste ist: Dass ein Journalist versehentlich in eine hochrangige Chat-Gruppe geriet? Dass detaillierte Angriffspläne über private Handys und eine sicherheitsbedenkliche App geteilt wurden? Oder was die führenden Mitglieder der Trump-Administration im scheinbar geschützten Raum über Europa denken? Mit dem üblichen Konglomerat aus Lügen, falschen Anschuldigungen und Tatsachenverdrehungen werden alle Beteiligten aller Voraussicht nach auch diesen Skandal überstehen, der Form halber hat nun zumindest einer, Sicherheitsberater Mike Waltz, die „volle Verantwortung“ für die Panne übernommen. Als Gründer der Chat-Gruppe blieb ihm wohl nichts anderes übrig.