Wie kurz nach einem schweren Unfall das Adrenalin nachwirkt und die Konsequenzen noch in Schleier hüllt, überwiegt in der US-Chat-Affäre gerade noch das satirische Momentum. So bizarr mutet die Nachricht an. Ein Journalist wird versehentlich in einen ungesicherten Chat der Trump-Regierung eingeladen. Dort wird gar kumpelhaft unbekümmert über hochsensible Angriffspläne in Nahost diskutiert, sich mit bunten Emojis digital auf die Schulter geklopft. Kriegspläne, in Teenager-Gesten ausgeheckt. Die Realität hat die Satire eingeholt.