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Kommentar zu GrenzöffnungenDie Grenzen des Hausverstands

Berlin, 1. Juni: Die neue Freiheit und ihre Folgen © AFP
 

Es war dringend an der Zeit. So sehr man Verständnis haben konnte für das panikartige Schließen der Grenzen nach dem Ausbruch der Pandemie, so wirr und unverhältnismäßig war das Beharren darauf in den letzten Tagen und Wochen. Wir müssen davon ausgehen, dass das als Argument verwendete Zahlenmaterial aus den Ländern mit Vorsicht zu genießen ist (allein schon der Umstand, dass die Zahl der registrierten Infizierten unmittelbar mit der extrem variierenden Zahl der durchgeführten Tests zusammenhängt, lässt den Wert an Aussagekraft verlieren), aber der Trend ist derzeit für alle Länder Europas ersichtlich und geografische, politische und somit willkürliche Absperrungen zwischen Ländern sind nichts, was die Verbreitung des Virus wirklich beeinflusst. Selbst bilaterale Abkommen und das Herantasten an die alte Normalität können nur begrenzt funktionieren. Wie man an den nun hoffentlich beigelegten Divergenzen zwischen Österreich und Slowenien sieht, erwecken sie umgehend den Verdacht rein politischer oder wirtschaftlich fundierter Entscheidungen – zum Wohl Einzelner, nicht des Ganzen. Italien hat hier eine Sonderstellung, aber wir dürfen der Ankündigung der Regierung Vertrauen schenken, dass eine schrittweise Öffnung auch hier schon zeitnahe möglich ist – immerhin führen ja viele, wenn schon nicht alle Wege nach Rom. Und wieder zurück.

Kommentare (3)

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VH7F
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Freue mich auf die einsamen Felsen in Kroatien

In der Vorsaison. Platz genug.

Morioka
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Mich beschäftigt der Gedanke ...

Die Menschen waren eingesperrt, wollen von COVID wegkommen, von diesem Thema möglichst wenig hören, ihren Urlaub geniessen.

In den Ländern werden die Menschen dennoch mit COVID konfrontiert. Sei es durch Konsum von Social-Media, Nachrichten, TV-Sendungen im Hotelzimmer, oder weil Massnahmen zum Schutz möglicher Ansteckung getroffen wurden die ständig an die Präsenz des Virus erinnern.

Wie gut kann man sich unter diesen Umständen im Urlaub erholen? Wie gelingt es, abzuschalten, die Seele baumeln zu lassen, Land und Leute, Sonne, Strand und Meer, die kulinarischen Köstlichkeiten zu geniessen? Dass fällt manchen schon zu normalen Zeiten schwer; Stetig das Smaho in der Hand, immer bereit, auf Abruf die Sachen zu packen und zurück an die Arbeit!

Für die Jüngeren wird es keine grosse Rolle spielen, die werden ihren Spass haben; Recht so, solange sie nicht über die Strenge schlagen. Bei den Älteren wird die Angst unterschwellig immer Vorhandensein, das Gedanken-Karusell sich drehen, und die erhoffte Erholung ausbleiben.

Ob es da wirklich Sinn macht, sich in die Blechkollonnen die gen Süden Rollen werden, oder wie die Sardinen in Billig-Flieger zu quetschen, um den Urlaub im Ausland zu verbringen?

OAR
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Öffnung

Sind die Deutschen deppert ? Wenn man Bild liest steht ganz oben Bayern München und wann der Fußball endlich wieder rollt, dann kommt Malle (Mallorca), wann gehen die Grenzen wieder hoch, wir wollen Urlaub machen und in der nächsten Zeile erst so nebenbei steht , warum gibt es überhaupt Corona und was haben wir Deutschen damit zu tun. Unsere Nachbarn waren schon immer etwas überheblich, wenn sie auch in Österreich willkommen sein sollten.