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CoronavirusItalien wegen Griechenlands Reisebeschränkungen empört

Norditalienische Passagiere in Griechenland müssen auch sich künftig einer Quarantäne unterziehen.

© (c) AFP (TIZIANA FABI)
 

Italien reagiert empört auf Reisebeschränkungen für norditalienische Bürger, die Griechenland verhängt hat. Ab dem 15. Juni dürfen internationale Flüge wieder in Griechenland landen. Wenn das Flugzeug aus den vom Coronavirus schwer betroffenen norditalienischen Regionen kommt, müssen die Passagiere einem Covid-19-Test unterzogen werden.

Wenn der italienische Passagier negativ getestet wurde, muss er sich einer siebentägigen Selbstquarantäne unterziehen, beschlossen die griechischen Behörden. Sollte der Passagier positiv sein, dauert die Quarantäne zwei Wochen. Die Maßnahme, die vorerst zwei Wochen bis Ende Juni in Kraft bleibt, betrifft Passagiere aus den norditalienischen Regionen Emilia Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien.

"Griechenland verbannt"

Der Beschluss der griechischen Behörden löste die empörte Reaktion der Präsidenten der norditalienischen Regionen aus. "Griechenland verbannt unsere Touristen. Wir werden in diesem Sommer bestimmt nicht in Griechenland urlauben. Wir sind jedenfalls bereit, den griechischen Behörden aufgrund konkreter Zahlen zu beweisen, dass die gesundheitliche Lage in Norditalien unter Kontrolle ist", sagte der Präsident Venetiens, Luca Zaia.

"Die Griechen sind über die sanitäre Lage in Norditalien nicht gut informiert. Wir sind nicht die Verpesteten Europas", kommentierte der Tourismusbeauftragte der Emilia Romagna, Andrea Corsini.

Italien verstärkt inzwischen seine diplomatische Offensive für eine Öffnung der Grenzen. Der italienische Außenminister Luigi Di Maio kündigte daher für kommende Woche eine "Europa-Tour" an, um für die Grenzöffnung zu Italien zu werben. Besuche sind in Deutschland, Slowenien und Griechenland geplant, eine Reise nach Wien steht bisher nicht auf dem Programm, wird aber nicht ausgeschlossen.

Am Mittwoch plant Di Maio zudem ein Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian in Rom. Dabei handelt es sich um den ersten Besuch des französischen Außenministers nach Ende des Lockdowns in seinem Land. Am Freitag reist Di Maio nach Deutschland und am Samstag nach Slowenien. Am 9. Juni wird er in Griechenland erwartet.


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