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Bis Jahresende?Verlängerung der Corona-Kurzarbeit steht im Raum

Pressesprecher der Arbeitsministerin: Gespräche laufen, noch keine Entscheidung. Derzeit ist die Kurzarbeit nach drei Monaten noch einmal um drei Monate verlängerbar.

CORONAVIRUS - KURZARBEIT/ARBEITSMARKT
© APA/BARBARA GINDL
 

Bei der Kurzarbeit, die Kündigungen vermeiden soll, steht laut Medienberichten einen Verlängerung im Raum. "Es gibt Gespräche, wie es mit der Kurzarbeit weitergeht", sagte der Sprecher von Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Dienstag auf APA-Anfrage. Eingebunden seien die Sozialpartner, die Bundesländer sowie Wirtschaftsforscher. Eine Entscheidung gebe es noch nicht. Aschbacher präsentierte Dienstag vormittag die aktuellen Arbeitslosenzahlen. 1,3 Millionen Menschen sind derzeit in Kurzarbeit.

Derzeit kann die Corona-Kurzarbeit für drei Monate beantragt werden und einmalig um drei Monate verlängert werden. In den "Salzburger Nachrichten" (Dienstagsausgabe) wird ein Arbeitnehmervertreter folgendermaßen zitiert: "Alle gehen davon aus, dass es nach sechs Monaten weitergehen muss." Die Frage sei nur, mit welchem Kurzarbeitsmodell, für welche Branchen und bis wann. "Österreich" berichtete unter Berufung auf Sozialpartnerkreise, eine Verlängerung bis Jahresende sei mehr als wahrscheinlich.

Kurzarbeit als Erfolgsmodell

Das Instrument der Kurzarbeit hat sich in vielen Staaten Europas als Alternative zu Kündigungen etabliert. In der Coronakrise wurden für rund 50 Millionen Beschäftigte in der EU und der Schweiz Anträge gestellt, wie die gewerkschaftliche deutsche Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in einer Studie beschrieb.

  • Mit 10,1 Millionen Beschäftigten liegt Deutschland bei den absoluten Zahlen auf Platz zwei hinter Frankreich mit 11,3 Mio. Kurzarbeitern. Danach folgen mit Stand Ende April/Anfang Mai Italien mit 8,3 Mio., Großbritannien mit 6,3 Mio., Spanien mit 4,0 Mio., die Schweiz mit 1,9 Mio. und die Niederlande mit 1,7 Mio. Beschäftigungsverhältnissen.
  • Die für Österreich am Dienstag in Wien offiziell genannten 1,3 Mio. kommen auch schon in der deutschen Studie vor.
  • Gemessen an der Beschäftigtenzahl wird Kurzarbeit aber am häufigsten in der Schweiz genutzt: Hier arbeiten 48,1 Prozent aller Beschäftigten kurz. Ähnlich hoch sind die Anteile in Frankreich und Italien. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt beträgt der Anteil der Kurzarbeiter 26,9 Prozent und entspricht damit ziemlich genau dem Schnitt in der Europäischen Union. So gut wie keine Kurzarbeit gibt es hingegen in Polen und der Slowakei.
  • Die Lohnsubvention für den konjunkturellen Krisenfall ist in den Staaten sehr unterschiedlich ausgestaltet. Die maximale Bezugsdauer reicht von zwei Wochen in Rumänien bis zu 13 Monaten in Finnland. In Polen erhalten die Beschäftigten die Hälfte ihres ausgefallenen Entgelts, während in den Niederlanden bis zu 100 Prozent ausgeglichen werden.
  • Die Forscher des Böckler-Instituts empfehlen mindestens 80 Prozent, eine starke Beteiligung der Arbeitnehmer an der Planung und einen Kündigungsschutz über die Zeit der Kurzarbeit hinaus.

Die Opposition fordert geschlossen eine Verlängerung der Kurzarbeit. Die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer schloss eine Ausdehnung der Maßnahme am Sonntag in der ORF-Diskussionssendung "Im Zentrum" nicht aus. "Vorstellen kann man sich vieles", so Maurer. Derzeit sind mehr als eine Million Menschen in Kurzarbeit, 10 Mrd. Euro hat die Regierung bisher an Mitteln dafür bereitgestellt. Die Unternehmen bekommen die Unterstützung im Nachhinein, müssen die Gehälter also vorfinanzieren. Laut "SN" wurden bisher erst 0,1 Prozent ausbezahlt, für die März-Abrechnungen.

Kommentare (8)

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gb355
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na ja..

na, bravo wenn bis jetzt noch kein Geld geflossen.
Dann kann sich unsere Wirtschaft wirklich bald das Grab schaufeln!
Außerdem was wird werden, wenn nächstes Jahr um die selbe Zeit wieder Pandemie herrscht(ironisch gemeint!!) dann gibt es Langzeitkurzarbeit und Langzeitarbeitslosigkeit???

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Mezgolits
6
2
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Kurzarbeit als Erfolgsmodell

Ich meine: Schade um das viele Steuergeld für
die extrem umweltschädliche Zeitvertreib-Her-
umfahrerei und mineralölsteuerbefreite Zeit-
vertreib-Herumfliegerei + Zeitvertreib-Herum-
schifferei. Erfinder Stefan Mezgolits Draßburg

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Steirer79
5
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Na Prima

So können die Arbeitnehmer noch länger ausgebeutet werden

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kropfrob
2
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Warum wird ein Arbeitnehmer ...

... ausgebeutet, wenn er 10% der Zeit arbeiten muss und dafür 90% des bisherigen Gehalts bekommt?
Und nicht darauf hoffen muss, dass eine Wiedereinstellungszusage auch tatsächlich eingehalten wird?
Und keinen einzigen Tag der 20 Wochen (u.U. plus Zusatzfristen) verliert, für die normalerweise Arbeitslosengeld ausgezahlt wird?

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Steirer79
3
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Du

Checkst a nix. Arbeitnehmer bekommen 80-90 % bezahlt und arbeiten 100% plus

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kropfrob
1
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Meine nicht!

kT

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Trieblhe
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Finde ich auch,

Kurzarbeit sollte gestoppt werden, Kündigungen sind viel Arbeitnehmerfreundlicher.

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Steirer79
2
5
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Wenn

Kurzarbeit richtig und gerecht eingesetzt wird ist es kein Problem aber im Corona Fall nutzen ein Grossteil der Firmen Staat und Mitarbeiter aus! Es gibt genug Fälle wo Mitarbeiter zwar Kurzarbeit gemeldet werden aber trotzdem 100% plus arbeiten müssen und gezwungen werden falsche Zeitaufzeichnungen zu unterschreiben. Und genau diese Firmen nutzen dann auch noch die Verlängerung. Zulasten der Arbeitnehmer

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