AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Pflegekräfte als VorreiterWarum an einer Arbeitszeitverkürzung kein Weg vorbeiführt

Die Pflegebranche ist der erste übergreifende Bereich, der bei den Kollektivvertragsverhandlungen ernsthaft Druck macht in Richtung Arbeitszeitverkürzung. Sie werden nicht die Letzten sein. Eine Analyse.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
Weniger Arbeitsdruck statt mehr Geld - die Schwerpunkte in den Lohnverhandlungen verschieben sich © Dmytro Flisak - stock.adobe.com
 

Im November des vergangenen Jahres hat die private Sozialwirtschaft die Kollektivvertragsverhandlungen, also die Verhandlungen über die diesjährige Lohnerhöhung, aufgenommen. Die Arbeitnehmer legten eine einzige Forderung auf den Tisch: Die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohnausgleich.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

thj123
0
0
Lesenswert?

Mehr von uns besser für Alle

In der Sozialwirtschaft sind ca. 70% in Teilzeit im Krankenhausbereich (Anm. Nur Pflege) sind es fast 50%.
10000ende Personen haben eine Ausbildung im Sozial-Pflegebereich, üben diese jedoch nicht aus.

Das hat natürlich auch damit zu tun, dass die Arbeitsbedingungen schlecht sind. Es gäbe also genügend Mitarbeiterinnen in Österreich.

Viele schaffen kein 100% Anstellungsverhältnis.

Es kommen immer neue Tätigkeiten dazu! Der Druck wird immer höher. Das Ausfallsrisiko tragen durch sehr knappe Personalbesetzung die Mitarbeiterinnen.
Es braucht klar bessere Bedinungen und eine Attraktivierung mittels einer 35 Std. Woche

Antworten
isogs
0
4
Lesenswert?

Arbeitszeiten verkürzen

Ist okay aber bitte nicht mit Überstunden!

Antworten
jaenner61
5
18
Lesenswert?

ich denke das heutige problem besteht darin

das es von der arbeitgeberseite nicht mehr toleriert wird, dass es ab und zu auch gewisse leerläufe gibt. früher hat man einfach gesagt, unterm strich muss es (für beide seiten) passen. man ist ja auch bereit bei bedarf „mal gas zu geben“ wenn es dafür wieder phasen zum „runterkommen“ gibt. heute nennt sich das eben work life balance. aber davon wollen firmen in zeiten der gewinnmaximierung eben nichts wissen. das alte sprichwort leben und leben lassen, hat leider keine gültigkeit mehr.

Antworten
Henry44
2
7
Lesenswert?

Das Problem besteht eher darin,

dass jene, die Pflegeleistungen brauchen, in vielen Fällen schon heute die Kosten nicht stemmen können.

Wer wird dem Personal nicht mehr Geld bei weniger Belastung gönnen?

Antworten
Hardy1
25
13
Lesenswert?

Unsere linken Träumer.....

….. sind wieder mal voll im Einsatz! Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.....Mindestnettolohn von € 1.700,--….. Grundeinkommen ohne Arbeit für alle.....jeder soll sich nehmen, was im zusteht..... Finanzierung für dies alles ? Interessiert keinen....!!

Antworten
Mein Graz
4
13
Lesenswert?

@Hardy1

Dieses Problem muss man von mehreren Seiten betrachten.
- Von Seiten des Pflegepersonals: diese sind physisch und psychisch überlastet. Es werden Posten nicht nachbesetzt bzw. können Posten nicht nachbesetzt werden, weil es zu wenig Pflegekräfte gibt. Dadurch muss das vorhandene Personal die Arbeiten übernehmen, wodurch es häufig zu massiven Mehrbelastungen und allen damit verbundenen Folgeerscheinungen kommt.
- Von Seiten des Patienten: das Pflegepersonal gibt das Beste, versucht alle Tätigkeitsbereiche vollständig abzudecken und kommt gerade mal so über die Runden. Durch die psychische Belastung kann es schon einmal vorkommen, dass auch diesen Menschen ein scharfes Wort auskommt - und der Patient/Bewohner leidet darunter. Schuld ist NICHT das Pflegepersonal, sondern der Mangel daran!

Österreich ist ein reiches Land. Wir haben so viel Geld, dass wir die Parteien so stark unterstützen können, dass sich vom Mauerbau bis zur Sanierung des Whirlpools alles auf Staatskosten ausgeht (EGDUSV). Für pflegebedürftige Menschen ist dann plötzlich zu wenig da?

Antworten
melahide
2
17
Lesenswert?

Die Arbeit

im sozialen Bereich ist grundsätzlich schwierig. Man hat den ganzen Tag mit Menschen zu tun, eben meistens aus schwierigen Schichten und großen Problemen. Dazu werden oft Betreuungsschlüssel von der öffentlichen Hand zu hoch angesetzt und von den Betreibern und Einrichtungen noch mehr erhöht. Intern. Urlaubs- und Krankenstände werden auch immer intern kompensiert. zb öffentliche Hand sagt, man wäre für 20 Personen zuständig. Betreiber sagt „ach, wir machen 25, dann bleibt uns mehr Geld über“. Dann ist jemand krank oder Urlaub. Dann hat man 35-40.

Man ist da psychisch parniert.

Antworten
Stefan123
28
8
Lesenswert?

Wer soll das bezahlen?

Das Menschen in der Pflege gute Arbeit leisten, müssen wir nicht Diskutieren.
Aber wo ist es heute überhaupt noch leicht oder einfach?
Hier soll über Umwege die Büchse der Pandorra geöffnet werden.
Wenn jedes Jahr anstelle einer Erhöhung 1/2 Stunde anstelle einer Lohnerhöhung wegfällt entsrpicht es einer "normalen" Erhöhung.
Wenn wir aber jetzt schon zuwenig Personal haben und dieses dann auch noch 10% weniger arbeiten sollen, .... ?

Antworten
Mein Graz
2
27
Lesenswert?

@Stefan123

Wer soll das bezahlen? Dieser Frage stelle ich eine Frage entgegen:
Wer bezahlt die Langzeit-Krankenstände zu denen es bei Burn Out kommt? Wer bezahlt die Operationen, die z.B. bei Karpaltunnelsyndrom, einer gerade bei Pflegepersonal häufig vorkommenden schmerzhaften Erkrankung, entstehen?

Die Pflegeberufe müssen attraktiver gestaltet werden. Dies kann man entweder durch bessere Arbeitsbedingungen (da man mit Menschen arbeitet ist es unwahrscheinlich, dass das gelingt), durch höhere Gehälter oder eben durch geringere Arbeitszeit.

Und wer nicht glaubt dass diese Berufe tatsächlich - psychisch und physisch - extrem belastend sind, dem rate ich zu einem 4-wöchigen Praktikum auf einer Pflegestation bzw. in einem Seniorenheim.

Antworten
SoundofThunder
34
18
Lesenswert?

🤔

Wo sind denn jetzt unsere 12h Tag Befürworter hier? Schweigen im Walde😏 Und vielleicht sollte man sich überlegen die Jungen zu motivieren um gewisse Berufe anzunehmen indem sie zum Beispiel mit 55 abschlagsfrei in Pension gehen können.

Antworten
goje
6
4
Lesenswert?

ich bin ein 12h befürworter

und zwar genau im pflegebereich. selbst jahre vollzeit in dem bereich gearbeitet, kann ich dir sagen, dass da 12h nahezu alltäglich waren. wenn ich nun 36h in 3 tagen arbeiten kann, bin ich deutlich mehr bei der familie. hab wieder ein soziales umfeld und ganz ehrlich, auch wieder bock mal einzuspringen, wenn not am mann. das hält sich bei 40h und 7 tagen dienst am stück, das vielleicht auch noch mit geteilten diensten. haben sie überhaupt eine ahnung von der pflege?

Antworten
GustavoGans
1
36
Lesenswert?

Man braucht keine Berufe

wo man sich bis 55 Jahren bis zur Erschöpfung abrackert und dann mit 55 Jahren in Pension geht (und mit 56 unter der Erde ist).
Man will ja auch vorher was vom Leben haben.
Tatsächlich muss ein Umfeld geschaffen werden wo Arbeitszeit, Freizeit und Gehalt in einen Rahmen stehen, damit man ein glückliches, zufriedenes Leben führen kann. Und wo man bis 65 Jahren arbeiten kann.

Antworten
Balrog206
11
9
Lesenswert?

Sound

Na du hast ja die besten Ideen bzgl Pension ! Machen sich die Ögb Granaten eigentlich auch jemals Gedanken wie so etwas finanziert werden würde( 55 in Pension ) oder leben die wie Alice im Wunderland !
Bei der Pflege hast du mehrere Probleme , anscheinend mal die Bezahlung , Nachtdienste , Wochenend Dienste , die viele auch mit besserer Bezahlung nicht mehr bereit sind zu machen !
Und mit der früheren Pension lockst du keinen 20 jährigen !

Antworten
SoundofThunder
5
13
Lesenswert?

Balrog

Ihr von der IV habt ja die Lösung für die Probleme,oder?

Antworten
Balrog206
1
10
Lesenswert?

Sound

Vergiss mal deine lV Phobie , des als KMU bin ich nur Wko Zwangsmitglied ! Bessere Bezahlung wäre sicher angebracht und nach Erfahrung mit meiner Oma sollte auch der Schlüssel , Pfleger zu Betreuenden erhöht werden , was wieder schwierig wird da so schon Personal Engpass herrscht ! Die Preise der Heime könnten das glaube ich schon hergeben , den sie sind exorbitant und zb das Essen oftmals eine Zumutung für Personen die sich fast nicht mehr bewegen ! Mir sagte einmal jemand das ca 3.50 pro Tag u person gerechnet wird für Essen ! ( Wahnsinn ) Dampfküche !

Antworten
fon2024
0
1
Lesenswert?

andaman

Balrog du schreibst schon wieder wo du keine Ahnung hast leider.

Antworten
SoundofThunder
3
5
Lesenswert?

🤔 Und vergiss du mal deine ÖGB-Phobie

Deswegen sollte man den jüngeren Menschen den Beruf schmackhaft machen damit sich die überhaupt für diesen Beruf interessieren. Damit mal endlich genügend Personal vorhanden ist. Man muss halt Geld in die Hand nehmen,für die Großkonzerne ist doch auch Geld vorhanden 😏. Frage:Würden Sie diesen Job machen wollen? Und auf ihre Reaktion wäre ich neugierig wenn die Regierung eine Pflegeversicherung einführt.

Antworten
altbayer
8
11
Lesenswert?

Frage an die Redaktion

Um wieviele Euro würde das ABO der Kleinen Zeitung bei Arbeitszeitverkürzung bei vollem Gehaltsausgleich der Redakteure und Drucker im Monat mehr kosten?

Oder würde die KLZ den Druck der Zeitung nach Slowenien ausgliedern, um den Preis gleich zu halten?
Vielleicht einige Redakteure nur mehr als freie Mitarbeiter beschäftigen?

Antworten
Ichweissetwas
9
2
Lesenswert?

Mehr Freizeit

kostet mehr Geld, werden doch viele wissen, die auch Kinder haben!
Vieles ist in Österreich echt teuer geworden, daher wäre der Wunsch nach mehr Gehalt sinnvoll, das Geschäft belebt die Wirtschaft, doch aufgrund der hohen Förderungen und Sozialhilfe, geht das Geld sowieso flöten...….

Antworten
UHBP
41
23
Lesenswert?

Augen auf bei der Berufswahl

Ein langsamer Beamter, ein schneller Beamter, der Weihnachtsmann und der Osterhase treffen sich an einem runden Tisch. Plötzlich liegt ein €500 Schein am Tisch. Wer ergreift ihn am schnellsten?
Der langsame Beamte, weil die anderen drei gibt es nicht 😉
Schönen Tag noch.

Antworten
GuentAIR
12
34
Lesenswert?

Sg. UHBP!

Wie wäre es mal mit ein paar Wochen Dienst im Pflegebereich? Für derartige sinnbefreite Kommentare gäbe es dann weder die Zeit noch die Kraft. Trotzdem auch ihnen einen schönen Tag.

Antworten
UHBP
9
5
Lesenswert?

@guen..

Das war ein alter Witz. Aber ein bisschen Wahrheit steckt in vielen Witzen.

Antworten