Auffrischung nötigWien plant schon die dritte Impfung

Bewohner in Altersheimen zählten zu den ersten im Land, die geimpft wurden. Ihr Schutz könnte bald auslaufen, in Wien gibt es bereits Pläne für eine Auffrischung.

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Diese Frau wurde Anfang Jänner geimpft - und braucht wohl bald eine Auffrischung © (c) APA/LPD
 

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), derzeit auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, hat am Dienstag Klarheit vom Bund bezüglich einer dritten Teilimpfung der Covid-Schutzimpfung gefordert. Denn vor allem bei älteren Menschen, die in den Alten- und Pflegeheimen geimpft wurden, liege die Immunisierung bereits bis zu acht Monate zurück.

"Es braucht eine rasche Klarstellung des Bundes, ob und wenn ja wann und für wen ein dritter Stich mit der Covid-Schutzimpfung notwendig ist", so Platter. In anderen Ländern wie Israel oder Deutschland sei diese Entscheidung bereits getroffen werden. Daher sei es an der Zeit, auch in Österreich diese Frage zu klären.

Pläne für Wien

Ziel müsse es sein, dass für die Geimpften die Vollimmunisierung weiter aufrecht bleibe. "Viele vor allem ältere Menschen sind in Österreich bereits zu Jahresbeginn geimpft worden", sagte der Landeshauptmann. Er forderte eine rasche Entscheidung auf Bundesebene ein, damit sich die Bundesländer und auch die Gemeinden auf allfällige Impfaktionen für den dritten Stich vorbereiten können.

Das Gesundheitsministerium plant offenbar Auffrischungen ab Herbst - zumindest für die Wiener Pflegeheime. Das berichtet "Wien heute". "Aus heutiger Sicht lautet die Empfehlung für den dritten Stich der CoV-Schutzimpfung rund neun Monate nach der zweiten Impfung. Daher wird im Herbst mit Booster-Impfungen begonnen", hieß es aus dem Ministerium. 

Allerdings haben weder die Europäische Arzneimittelbehörde EMA noch das Nationale Impfgremium bisher eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. "Wir beobachten die Situation gemeinsam mit der EMA und alle Schritte werden eine wissenschaftliche Grundlage haben", sagte eine Kommissionssprecherin am Dienstag in Brüssel. 

Während der deutsche Vakzin-Hersteller Biontech bereits nach sechs Monaten eine Auffrischung empfiehlt, gilt eine Auffrischung nach neun Monaten als sinnvoll. Es gibt aber auch Vorschläge zu noch größeren Intervallen. Ob wirklich für alle Personen eine Auffrischungsimpfung schon nach neun Monaten notwendig sein wird, sei aufgrund der aktuellen Studienlage noch nicht abschließend beurteilbar, heißt es in Brüssel.

In den anderen österreichischen Bundesländern gibt es noch keine konkreten Pläne für den dritten Stich. Die Infrastruktur soll aber meist aufrecht erhalten werden, wie etwa in der Grazer Messe.

Kommentare (4)
gruberkollers
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Antikörper

Bevor wieder drauflos geimpft wird, sollte vielleicht einmal geprüft werden, ob nicht doch genug Antikörper vorhanden sind. Grundsätzlich empfiehlt sich ja, vor jeder Auffrischung eine Titerbestimmung durchzuführen, warum also nicht auch bei Covid?

Alfa166
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Ihr alle immer mit eurer Impfung, die hilft weder gegen das Anstecken,

noch gegen das Übertragen und auch nicht gegen die Dummheit mancher Leute, die glauben: "Ich bin nun geimpft, jetzt brauch ich keinen Abstand mehr einhalten, aufs Desinfektionsmittel verzichte ich ab sofort, Hände waschen brauch ich mir auch nur mehr in der Früh und am Abend, weil ich bin ja geimpft."

Hako2020
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Das

wurde ja von der Regierung den gutgläubigen Menschen eingeredet,
und sie glauben daran.
Sagte doch der BK:Mit der Impfung kehrt die alte Freiheit zurück!

henslgretl
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Antikörper

Das Problem ist, dass kein Mensch derzeit weiß, mit welchem Titer man auf der sicheren Seite ist.