390 Neuinfektionen und schleppender Impffortschritt

In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 390 neue Corona-Fälle gemeldet worden, wie aus den Daten von Innen- und Gesundheitsministerium von Dienstag hervorgeht. Die Zahl der neuen Fälle lag deutlich unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 473 Fällen. Weiter schleppend gestaltet sich der Fortschritt beim Impfen - vor allem bei noch gar nicht Geimpften. Am Montag wurden laut Impf-Dashboard des Bundes zwar 25.066 Stiche gesetzt, davon aber nur 3.640 Erststiche.

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© APA/EXPA/JFK
 

Zum Vergleich: Der bisherige Spitzenwert datiert vom 2. Juni mit mehr als 143.000 verabreichten Corona-Schutzimpfungen österreichweit. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses (Stand: Montag) 5.302.441 Menschen zumindest eine Teilimpfung erhalten. Das sind 59,4 Prozent der Bevölkerung. 4.644.762 und somit 52 Prozent der Einwohner haben bereits beide Impfdosen erhalten. Zwei Impfungen sind mit Ausnahme des Wirkstoffes des Herstellers Johnson & Johnson notwendig, um den vollen Schutz zu entfalten.

Aufholbedarf gibt es dabei vor allem bei den jüngeren Bevölkerungsgruppen, wo der Anteil der Geimpften teils deutlich unter dem Österreich-Schnitt liegt. Von den 25- bis 34-Jährigen sind 56 Prozent erst- und 44,9 Prozent auch zweitgeimpft. Von den Zwölf- bis 14-Jährigen in Österreich haben sich bisher 43,7 Prozent teil- und 29,2 Prozent voll impfen lassen. Für Unter-Zwölfjährige ist kein Impfstoff zugelassen.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 67,2 Prozent. In Niederösterreich sind 62,3 Prozent der Bevölkerung geimpft, in der Steiermark 59,6 Prozent. Nach Tirol (58,9), Vorarlberg (57,8), Wien (57,4), Kärnten (56) und Salzburg (55,7) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 55,2 Prozent.

Was das generelle Infektionsgeschehen anbelangt, so wurden die meisten neuen Fälle in Wien (79) gemeldet. In Oberösterreich kamen 69 Neuinfektionen dazu, in Niederösterreich 54, in der Steiermark 51, in Tirol 45, in Vorarlberg 33, in Salzburg 28 und im Burgenland 16. Die geringste Zahl an Neuinfektionen wurde in Kärnten mit 15 Infizierten dokumentiert. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen und betrug 37,1 Fälle auf 100.000 Einwohner. Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist derzeit Wien mit 48,4, das mit der geringsten das Burgenland (26,4).

Mit Stand Dienstag laborierten in Österreich 5.482 Menschen aktiv an der Erkrankung, um 43 mehr als am Montag. Genesen sind seit Ausbruch der Epidemie 644.038 Menschen, in den vergangenen 24 Stunden wurden 344 als gesund gemeldet. Seit dem gestrigen Montag gab es auch drei weitere Todesfälle aufgrund oder mit einer Covid-Erkrankung. In den vergangenen sieben Tagen wurden in Summe fünf Todesfälle registriert. Insgesamt sind seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühling 2020 in Österreich 10.742 Menschen an oder mit Covid-19 verstorben.

In Österreichs Krankenhäusern müssen derzeit 130 Personen betreut werden, das sind um sechs mehr als am gestrigen Montag. 33 Menschen benötigten intensivmedizinische Versorgung. Das sind um zwei mehr als am Vortag, aber um sieben weniger als noch vor einer Woche.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 398.983 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet, davon 29.179 der aussagekräftigeren PCR-Tests. Alles in allem wurden seit Pandemie-Beginn 84.589.228 Corona-Tests durchgeführt. Die Positiv-Rate der aktuellen PCR-Tests betrug 1,3 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt über dem Schnitt der vergangenen Woche, wo durchschnittlich 0,8 Prozent der PCR-Tests positiv waren.

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