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Anschober: ''Zahlen müssen sinken''4954 neue Fälle, leichter Rückgang setzt sich fort

4954 Personen neu positiv getestet - Anschober: Zahlen müssen aber weiter "dramatisch sinken" - Reproduktionsfaktor erstmals wieder unter 0,9.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?
Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? © APA/Herbert Neubauer
 

Im Rahmen einer Presskonferenz informierte Gesundheitsminister Rudi Anschober gemeinsam mit Medizinern über die aktuelle Lage in den Spitälern und auf den Intensivstationen.

Die zweite Welle ist dramatischer in Europa, beginnt Anschober die Pressekonferenz. Der November sei ein besonders Monat gewesen. Noch nie habe es eine so hohes Infektionsaufkommen in Österreich gegeben. Das spiegelt sich auch in der gestern veröffentlichte Dunkelziffernstudie. 3,1 Prozent der Bevölkerung sei infiziert - ein Wert, der deutlich höher als im Frühling ist. "Wir sind in der Fläche angekommen", es gebe keine Peaks mehr.

Statistik

Bisher gab es in Österreich 270.992 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 2886 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 203.251 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 4405 Personen in krankenhäuslicher Behandlung und davon 703 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf: Burgenland: 139, Kärnten: 553, Niederösterreich: 705, Oberösterreich: 1076, Salzburg: 393, Steiermark: 738, Tirol: 461, Vorarlberg: 273 und Wien: 616.

Stabilisierung

Noch keine Zahlen nach unten, aber eine Stabilisierung könne man in den Intensivstationen sehen. Auch der Reproduktionsfaktor sei leicht gesunken. Pro Tag werden 30.000 bis 50.000 Test in Österreich durchgeführt. Das sei ein Spitzenwert in Europa.

Der leichte Rückgang bei den Corona-Neuinfektionen in Österreich setzt sich fort. Mit Stand 9.30 Uhr wurden binnen 24 Stunden 4954 Personen neu positiv auf das Virus getestet. Nun müssten die Zahlen aber weiter "dramatisch sinken".

Stabilisierung auch in den Krankenhäusern: 4405 Personen befinden sich derzeit wegen des Coronavirus im Spital, 703 auf Intensivstationen. 113 Todesfälle gab es seit gestern - "ein sehr, sehr hoher Wert", so Anschober. Auch in der zweiten Hälfte müssten die Zahlen noch stark runtergehen - Er appelliert an alle, sich noch einmal zu überlegen, welche Kontakte in der kommenden Woche wirklich wichtig sind.

Klaus Markstaller (Intensivmedizin AKH Wien) berichtet von den Intensivstationen. Man sei gut ausgestattet, könne aber auch an Grenzen stoßen. Man müsse nun das Niveau senken, um Patienten zum bestmöglichen Zeitpunkt behandeln können. Markstaller bedankte sich auch bei der Bevölkerung. Eine Triage musste derzeit nicht durchgeführt werden. Aber das Personal sei enorm gefordert. Das Ergebnis der Behandlung sei auf hohem Niveau, es gibt eine geringe Sterblichkeit (etwa 1 Prozent) der Patienten. Um dies halten zu können, müssten sie Zahlen gesenkt werden.

Die "Kraftanstrengung" müsse auch bei der Bevölkerung ankommen - Das bedeute nicht, auf Weihnachten komplett verzichten zu müssen. Es gehe aber um das Social Distancing, das Tragen von Masken. Mit Masken könne auch ein schwerer Krankheitsverlauf verhindert werden.

Bernd Lamprecht (Pulmonologie, Kepler-Uni-Klinik Linz) berichtet von einer angespannten Lage in Oberösterreich. Rund 1000 Personen befinden sich im Spital. Man sehe zwar leichte Rückgänge und erste Entspannungen im Bereich der Normalstationen. Auf den Intensivstationen (derzeit 125 PatientInnen) zeige sich diese Entwicklung erst in rund einer Woche. Dies sei aber keinesfalls eine Normalisierung. Den jetzigen Rückgang brauche man für eine "Verschnaufpause" des Gesundheitspersonals und um Rückstände abzuarbeiten, die sich in den vergangenen Wochen aufgestaut haben. Es würden sich auch jüngere Personen im Spital befinden. Die Krankheit sei schwer einschätzbar, so Lamprecht. Die Erkrankung sollte von allen ernst genommen werden, so der Appell.

Auch in Tirol sei ein gewisses Plateau auf den Intensivstationen erreicht worden, erzählt Günter Weiss (Innere Medizin, Uni-Klinik Innsbruck). Es müssen nun die Infektionszahlen weiter nach untern gedrückt werden.

Fragen

Fragen kamen zu Skisaison: Erst am kommenden Mittwoch werde es weitere Details zur bevorstehenden Öffnung geben. Jetzt gehe es erstmal darum, Triagen zu vermeiden, betonte Anschober.

Hat sich das Alter der Intensivbetten verändert? Ja, sagt Markstaller. Man habe jetzt mehr jüngere Patienten. Das sei vermutlich mit der breiten Ausbreitung des Virus  auf die ganze Bevölkerung zu erklären. Die Sterblichkeit habe sich jedoch verringert.

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Danke für Ihr Verständnis.

hermannsteinacher
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Das Infektionsaufkommen

kennt man gar nicht.
Ja, nicht einmal die Anzahl der wirklich an Covid-19 Verstorbenen.

Peterbilly
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Hermann

ja, das ist das traurige daran, es gibt kaum valide Daten, jeder interpretiert, evaluiert, je nach Standpunkt in die eine oder andere Richtung extrem.....ich fürchte, man wird es eh "derleiden" müssen.

Peterbilly
1
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Frage zu den Zahlen

Lt diesem Kommentar stellen sich die corona Zahlen wie folgt dar:

Bisher gab es in Österreich 270.992 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand sind österreichweit 2886 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 203.251 sind wieder genesen.

Lt Zahlen Orf.at sind die Zahlen folgende

Positive 269.510, Verstorben 2764, Genesen 150.143

Die Diskrepanz zwischen gesamt positiv getesteten von ca 1.500 und Verstorbenen von gut 100 Personen mag ja durch zeitlich unterschiedliche Erfassung entstehen, mehr als 53.000 Unterschied bei den Genesenen würde ich bitten, zu erklären.

Das kann ja unmöglich von ein paar wenigen Tagen Erfassungsdifferenz herrühren.

Somit bleibt bei der Berichterstattung immer ein riesiges Fragezeichen...., was denn nun zutrifft und ob eine meldende Stelle schönfärbt bzw die andere schwarzmalt.....

KleineZeitung
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Warum unterscheiden sich die Zahlen?

Sehr geehrter User,
darf ich Sie bitten, zur Erläuterung der Corona-Zahlen, folgenden Artikel zu lesen. Dieser erklärt, warum die Werte des Innenministeriums und die der AGes (Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) voneinander abweichen: www.kleinezeitung.at/international/corona/5883190/Erlaeuterung-zu-CoronaZahlen-und-Daten. Wir verwenden die Zahlen, die vom IM ausgeschickt werden und der ORF das AGes Dashboard.

VH7F
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8.256 Neuinfektionen am 12.11., 6.630 am 19.11., 4.477 am 26.11., laut Ages

So schlecht liegen wir nicht im Rennen!

Sezession
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Ein Blick in die Schweiz lohnt!

Die Schweiz hatte Anfang November weltweit die höchste Inzidenz, gefolgt von Österreich. Die Schweiz hat keinen Knockdown wie Österreich, die Schulen und Kindergärten sind offen, ebenso der Handel und die Gastronomie. Es gibt Maskenpflicht in den Geschäften und Einschränkungen der Personenzahl je Tisch im Gasthaus und das war‘s dann auch schon. Die Zahlen gehen in der Schweiz trotzdem mindestens so stark zurück wie bei uns - trotz hartem Knockdown! Sichtlich handelt es sich beim Auftreten von Corona, genauso wie bei der Grippe um Wellen. Die Wachstumsraten in Österreich sind jedenfalls schon seit Ende Oktober gesunken. Quelle: Gesundheitsministerium (covid19 geem at)
Mir stellt sich der derzeitige Knockdown ein wenig wie „Kamelklatschen“ dar.
(Geht ein Mann auf der Straße, alle 10 Meter bleibt er stehen und klatsch kräftig. Gefragt was das soll antwortet er: „Ich vertreibe die Kamele“. Darauf hingewiesen, dass es hier keine Kamele gibt, antwortet er: „Da sehen Sie ja wie gut es wirkt!“

CloneOne
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Herr Anschober

für Ihre Performance stelle ich mich heute um 18 Uhr auf den Balkon und klatsche einsam in den Nebel. Wer mitmachen will, nur zu.

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Am 7.Dezember wieder aufsperren wird bedeuten rascher Anstieg bis
31.12.2020 und dann ab 10 . Jänner wieder alles zu. Alle Firmen bis auf die
Wirte die eh 80% vom Umsatz ( so ein Blödsinn) bekommen sind pleite.
Ein drittes Auffangnetz wie gut gemeint wird auch der Staat und die
Länder, vor allem die Gemeinden nicht mehr finanzieren können.
Bevor Impfungen nicht möglich sind alles gleich belassen und den
Wintersport nicht aufsperren !

KVKG
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@peterkoarl

Wie lange? Bis in den Sommer, Sie Halblustiger?

hermannsteinacher
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Seriöse Impfentwicklung

dauert rund ein halbes Jahrzehnt.

Aber seriös ist eh in Österreich und bei der EU völlig egal.

Bobby_01
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Wenn

die Zahlen der Neuinfektionen nicht deutlich unter 1000 über zumindest 2 Wochen und die Belegung der Krankenhäuser sich nicht um mindestens
50 % reduziert braucht man gar nicht an irgendwelche Lockerungen denken.
Alles andere wäre fahrlässig.
Die Massentests werden die Zahlen eher wieder in die Höhe treiben. Nachdem das Contact tracing ohnehin nicht funktioniert eine sinnlose Maßnahme.

styriart
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Warum "leichter" Rückgang der Neuinfektionen?

Die gehen aktuell gleich schnell zurück, wie sie die Wochen davor angestiegen sind... kann doch jeder an der Statistik ablesen...

erstdenkendannsprechen
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ein starker rückgang wäre wohl,

wenn wir jetzt 3000 neuinfizierte hätten. und die zahlen sind ja auch nicht von gestern auf heute in die höhe geschnellt.
am 14.11. war der höhepunkt der neuinfektionszahlen (und seither sinken sie - aber langsam). die zehn tage vor 14.11. sind sie im schnitt stärker gestiegen als sie jetzt sinken. obwohl der 14. ein ausreißer war.
es ist in meinen augen ein leichter rückgang - weil für stark ist er zu schwach...
warum da bei gb355 die ängstlichkeit gefördert wird, ist mir ein rätsel.
gb, bitte machen sie was gegen ihre ängste...

gb355
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na ja..

....ich hab KEINE Angst.und bin absolut kein Leugner!!!!!!
Nur an der Geduld happerts halt, weil man halt glaubt, man/frau hat alles selbst im Griff!
Ich halte die Beschränkungen, mein Leben ist dadurch überhaupt nicht eingeschränkt....falls SIE das meinen.
Aber wenn man so eure Postings liest, die Zahlenklauberei ständig das Um und auf des Themas ist, die Lockdownverlängerung bis ???? prophezeit wird so hat man es mit Schwarzmalern zu tun.
Wenn der VK als Nichtmediziner und div. Politiker nie nur einen Funken des Mutmachens in ihren Monologen übrig haben, so muss ich viele Menschen in meiner Umgebung verstehen, dass sie ängstlich und mutlos sind.
Freuen wir uns über jeden Genesenen und Negativ Getesten.
Es wird schon wieder werden.

gb355
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Na,ja

.....man muss wohl die Ängstlichkeit des Volkes weiter fördern!
Nur nicht etwa die Menschen aufmuntern, ja nicht die Rute aus dem Fenster nehmen
bald kommt der Krampus!
Aber ja! Es ist ja nur vom Nikolaus die Rede(was aber pädagogisch wertvoll ist)

hermannsteinacher
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Der Krampus

ist wohl unpädagogisch wertvoll?!;-)

Stony8762
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gb355

Zumindest in diesem Forum wird jeder niedergebügelt, der Licht am Ende des Tunnels oder einen Silberstreifen am Horizont sieht.

Lodengrün
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Wir

sind nicht der Kanzler der sich der Kalt-Warmmethode bedient. Und wir stoßen keine Drohungen aus wie Herr Nehammer.

hermannsteinacher
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Und so verwirrt wie Herr Anschober

und so absent wie Herr Blümel sind wir auch nicht.

RonaldMessics
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@styriart

Mathematik ist nicht ihres.

hermannsteinacher
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Mathematik

ist die Königin der Wissenschaften.

styriart
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Warum ist Mathematik nicht meines?

Und was hat mein Comment mit Mathematik zu tun? - Alles was ich meinte ist die statistische Abbildung der Neuinfektionen - diese Zahl hatte am 11.11 ihren Höhepunkt und fällt seither. Diese Kurve fällt genauso stark wie sie davor angestiegen ist. Gleiches gilt für die 7-Tage-Inzidenz. Scheint als wäre Sinn erfassendes Lesen nicht ihres...

RonaldMessics
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Die statistische Neuinfektion...

....fällt (exponentieller Zerfall) oder steigt grundsätzlich nur dann gleich, wenn nach einer Phase des "lockeren" Lebens eines Phase des strengen Lockdowns folgt. Man kann auch sagen, je "lighter" der Lockdown ist, desto unähnlicher wird der exponentielle Zerfall in Form der Kurve dem Anstieg ähneln.

erstdenkendannsprechen
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wenn die kurve so stark abschwellt wie sie angestiegen ist,

und ihre betrachtungsweise die richtige ist, dann haben wir mit ende des lockdowns am 7.12. wieder 1.121 neuinifzierte, was ja grund zur freude wäre.
ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich das nicht so ganz ausgehen wird - wäre aber schön, wenn es so wäre.
deswegen stimme ich dem vorposter vorerst zu, ich ändere meine meinung dann im dezember gern.

checker43
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Die Kurve

der neu positiv Getesteten fällt, ja. Aber die kommen ja immer noch täglich neu dazu. Bei den aktiven Fällen ist man gerade mal von 79.000 auf 74.000 runtergekommen.

erstdenkendannsprechen
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das wird dann aber auch immer schneller gehen,

weil ja dann die tage kommen werden, an denen die infizierten, die an den tagen mit den höchsten neuinfektionen in die statistik kamen, wieder aus der statistik kommen (sofern sie nicht schwer erkrankt sind). dh. diese entwicklung beschleunigt sich dann auch etwas.

 
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