Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Warum ist das so?Mehr Intensivpatienten trotz geringerer Neuinfektionen

Obwohl noch immer bedenklich hoch, die Zahl der Neuinfektionen geht wieder zurück. Die Todesfälle und Patientenzahlen in Intensivbetten im Zusammenhang mit dem CoV-Virus sind indes weiter dramatisch.

Krankenhausflur
Der tragische Corona-Bremsweg © (c) Yakobchuk Olena - stock.adobe.com (Yaroslav Astakhov)
 

In der Entwicklung der Corona-Pandemie in Österreich gibt es gute und schlechte Nachrichten: Einerseits gehen die Zahlen bei den Neuinfektionen leicht zurück, andererseits gibt es die nach wie vor schwierige Situation auf den Intensivstationen. Am Dienstag überschritt die Zahl der Intensivpatienten erstmals die 700. Allerdings verlangsamt sich der Zuwachs der Intensivpatienten offenbar, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zuletzt in einer Pressekonferenz ausführte. Der Anstieg der Intensivpatienten lag demnach am Mittwoch bei vier Prozent, die Zuwächse waren zuvor aber bereits bei deutlich über 20 Prozent gelegen. Durch die Zeitverzögerung - nicht jeder Neuinfizierte muss sofort ins Spital - gibt es damit weiter Zuwächse auf den Intensivstationen, auch wenn diese sukzessive geringer werden.

Die Auswirkungen des Teil- sowie des harten Lockdowns in Österreich lassen sich immer deutlicher an den Infektionszahlen ablesen. Seit Dienstag kamen österreichweit 5.802 SARS-CoV-2-Neuinfektionen hinzu - dem standen 6.439 Neugenesene gegenüber. Positive Nachrichten gibt es aus den Spitälern - dort mussten 113 Patienten weniger behandelt werden, allerdings kamen auf den Intensivstationen eben fünf Covid-19-Erkrankte hinzu. In den letzten 24 Stunden wurden 90 weitere Todesopfer gemeldet, Tags zuvor waren es noch 118.

Intensivbettenzahl dürfte Mortalitätsrate beeinflussen

In Ländern mit verhältnismäßig niedriger Intensivbettenanzahl versterben mehr Menschen an Covid-19 als in Ländern mit höherer Ausstattung. Folglich sollte die Intensivmedizin in Zukunft weiter gestärkt werden, forderten Intensivmediziner bei einem Online-Pressegespräch der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) am Dienstag.

In der Schweiz versterben fast doppelt so viele intensivpflichtige Covid-19-Patienten als in Österreich

Klaus Markstaller, Präsident der ÖGARI
Die Todesfälle in Relation zur Bevölkerung liegen hierzulande bei knapp 27 pro 100.000 Personen und damit deutlich niedriger als in der Schweiz, das auf 47 Todesfälle pro 100.000 Personen kommt. Zurückzuführen sei das nicht auf die Fähigkeiten von Ärzten, sondern wohl darauf, wie die Intensivmedizin in einzelnen Ländern ausgebaut sei, so Markstaller. Schließlich existieren in der Schweiz lediglich 880 zertifizierte Intensivbetten, während es in Österreich über 2.000 sind.

Die Mortalitätsrate bei intensivpflichtigen Covid-19-Patienten sinkt in Österreich. "Mittlerweile befinden wir uns bei 20 bis 30 Prozent der Intensivpatienten, solange die Intensivstationen nicht überlastet sind", erklärte Walter Hasibeder, nächster Präsident der ÖGARI. Generell erkranke jedoch nur ein relativ kleiner Anteil der Infizierten schwer. Rund fünf Prozent würden Atemnot entwickeln und drei Prozent müssten intensivmedizinisch betreut werden. "Diese leiden aber an lebensbedrohlichen Zuständen, die wir kaum noch gesehen haben", warnte Hasibeder.

Nach wie vor sei man weit davon entfernt, die Krankheit zu verstehen. SARS-CoV-2 sei vielfältig und extrem unberechenbar. "Wir sehen mitunter plötzliche Verschlechterungen von Patienten, die bereits eine Tendenz zur Besserung hatten", erklärte der Intensivmediziner. Zudem gebe es nach wie vor keine gesicherte spezifische Therapie gegen das Virus.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

dieRealität2020
4
22
Lesenswert?

Die Veränderungen der Zahlen hat im Endeffekt nichts mit Patienten in den Spitäler und der Intensivstationen zu tun,

sondern ist im Detail vom gesundheitlichen Gesamtzustand des jeweiligen Patienten abhängig.
.
Aber der Lockdown und andere Maßnahmen haben im Verhältnis auch in anderen Gesellschaften gezeigt das es einer der richtigen Wege war. Natürlich nichts ist perfekt. Es gibt halt Maßnahmen die greifen und manche eben nicht. Hier kann man nicht nur das Maul aufreißen wie es die Neunmalklugen Besserwisser & Konsorten täglich tun, sondern muss step by step vorgehen.
.
Die unzähligen unterschiedlichen Maßnahmen weltweit auch in anderen Gesellschaften und Länder zeigen wie Komplex die Materie im Endeffekt tatsächlich ist.

Morpheus17
64
8
Lesenswert?

Intensivbetten bringen mehr Geld für Betreiber

Daher schaut jeder Betreiber, dass er eine höchstmögliche Auslastung hat. Corona spielt den Betreiber dabei in die Hände. Die Notwendigkeit der Intensivversorgung von Coronapatienten wird derzeit bestimmt niemand in Frage stellen.

erstdenkendannsprechen
3
24
Lesenswert?

das ist mit abstand er dümmste kommentar hier im forum

zu diesem thema. unwissenheit, ahnungslosigkeit und der fehlende wille, sich irgendwie zu informieren gepaart mit einer bestimmt vorgetragenen meinung.
gratulation. findet man in der form auch nicht oft.

GanzObjektivGesehen
2
5
Lesenswert?

QAnon wäre sicher stolz auf sie.

Die Intensivmedizin dagegen nicht. Wahrscheinlich wird von einigen der vielen Maschinen an den Intensivbetten auch das MoJo der Patienten extrahiert. Noch mehr Geld für die hinterhältigen "Betreiber".....

Marmorkuchen1649
5
49
Lesenswert?

@Morpheus17

Dieser Kommentar zeigt, warum die Pandemie zu einer zweiten Welle geführt hat. Ignoranz, Leichtsinn aber vor allem die Dummheit der Corona Leugner hat die Infektionszahlen so richtig in die Höhe getrieben. Das Ergebnis kennen wir. Österreich hat weltweit die meisten Neuinfektionen bezogen auf die Einwohnerzahl, bravo... 🤔

manfredpirker
13
6
Lesenswert?

An den verfasser

Ihre Schlagzeile ist widersprüchlich. Neuinfektionen und intensivpatienten kann man sicherlich nicht im Zusammenhangsehen

Marmorkuchen1649
2
10
Lesenswert?

@manfredpirker

Lesen bildet. In der Kopfzeile steht: Warum ist das so . Dürfte ihnen wohl entfallen sein. 🤔 Daher: Immer zuerst alles lesen, dann schreiben. 🤣

manfredpirker
0
2
Lesenswert?

Marmorkuchen

Weil geringe Neuinfektionen nix mit höheren intensivpatienten zu tun hat

Ba.Ge.
1
18
Lesenswert?

Kann man mMn schon.

Aber zeitversetzt. Viele werden zuerst amal positiv getestet; bis sie aber womöglich ein Intensivbett benötigen, dauert es noch Zeit.

Ba.Ge.
1
8
Lesenswert?

Dauert es noch.

Oder vergeht noch Zeit; pardon