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Corona-StatistikGeringster Fallzahlanstieg bei Unter-14-Jährigen

Zuletzt in etwa konstante Zahlen bei schulpflichtigen Kindern, Anstieg bei Oberstufenschülern.

Das zeigen Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
Das zeigen Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). © Markus Traussnig
 

Seit Schulbeginn ist der Anstieg der Corona-Infektionszahlen bei den Unter-14-Jährigen im Vergleich zu den anderen Altersgruppen in der Bevölkerung am geringsten ausfallen. Das zeigen Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Dementsprechend sei auch der prozentuelle Anteil der Infektionszahlen schulpflichtiger Kinder an der Gesamtinfektionszahl zurückgegangen, so Volker Strenger von der Grazer Uni-Klinik für Kinder und Jugendheilkunde zur APA.

So stieg etwa die Zahl der Corona-Infektionen pro Kalenderwoche seit der letzten Ferienwoche bei den Unter-Sechs-Jährigen von 62 (Kalenderwoche 36) auf 283 (plus 456 Prozent) in der Vorwoche (Kalenderwoche 45), bei den Sechs- bis Neunjährigen von 69 auf 287 (plus 416 Prozent) und bei den Zehn- bis 14-Jährigen von 98 auf 1.173 (plus 1.200 Prozent).

Höherer Anstieg bei höheren Altersgruppen

Wesentlich höher war der Anstieg in den höheren Altersgruppen - herausgegriffen etwa die 35- bis 39-Jährigen (von 157 auf 3.182, plus 2.026 Prozent) oder die 45-bis 49-Jährigen (von 174 auf 3.898, plus 2.240 Prozent).

In den letzten beiden Wochen war bei den Unter-14-Jährigen sogar praktisch eine Stagnation der Infektionszahlen zu verzeichnen, während es in den anderen Altersgruppen noch zu Zuwächsen kam. Im Zusammenhang mit möglichen weiteren Schulschließungen meinte Strenger: "Die am wenigsten betroffene Population ist die der Unter-14-Jährigen. Da ist die Frage dann schon: Wie sinnvoll ist es, genau dort anzusetzen, wenn dort die allerwenigsten Fälle stattfinden?"

An den Daten noch nicht genau ablesbar ist der Effekt des Distance Learnings in den Oberstufen. In der Kalenderwoche 45 trat diese Maßnahme in Kraft. Laut den Daten stieg die Zahl der Infektionsfälle in der davon betroffenen Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen von 2.141 (Kalenderwoche 44) trotzdem auf 2.658 (Kalenderwoche 45). In den jüngeren Altersgruppen blieb sie dagegen in etwa konstant bzw. stieg nur geringfügig (Unter-Sechs-Jährige: von 292 auf 284; Sechs- bis Neunjährige: 448 auf 487; Zehn- bis 14-Jährige: 1.136 auf 1.173)

"Diese Daten sind zu frisch - ob Distance Learning jetzt gar nichts gebracht hat oder sogar das Gegenteil, muss man genauer analysieren", meinte Strenger. "Die Altersgruppe, die nicht im Distance Learning war, sondern in der Schule, hatte jedenfalls einen geringeren bzw. gar keinen Anstieg. Einen positiven Effekt des Distance Learning kann man jedenfalls nicht sehen."

Kommentare (2)
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Kirby
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3
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Das kann aber auch bedeute,

und tut dies wahrscheinlich auch, dass Junge einfach keine oder seltener Symptome zeigen, aber trotzdem Älteren das Virus übertragen können, bei denen die Krankheit einfacher, heftiger und schneller ausbricht. Genauso wie bei anderen Krankheiten, weil Ältere logischerweise ein schwächeres Immunsystem haben als Junge

BachHendl
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5
Lesenswert?

Ich weiß,

jeder zweite Zeitungsartikel soll uns Schulen quasi als „coronafreie“ Inseln der Seligen suggerieren – die Panik in Wirtschaft und bei den Eltern muss offenbar schon gewaltig sein – gell!

IHS (Institut für Höhere Studien) und Kinderärzte setzen auf „Prävention“… Aha – „Präventionen“ … okay – welche? …

„Frau Lehrerin … Frau Lehrerin! … Der Hannes hat mir absichtlich ins Gesicht gespuckt – und in der Pause hat er mich umgestoßen … buhääää!“

„Waaaas – aber Hannes, warum hast denn sowas Garstiges gemacht! …

„Frau Lehrerin – ich bin nicht schuld – der Mario hat angefangen! … Weil der hat sich vor der Pause in meinen Mund-Nasen-Schutz hineingeschnäuzt – ehrlich – die Natascha hat´s gesehn!“

Bitte um Vorschläge für Prävention, werte Fachleute! … (lasst euch ruhig Zeit beim Aufwachen – ich warte)