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ÖVP schwenkt umMieter sollen keine Maklerprovision mehr bezahlen

Die ÖVP geht offenbar mit einer langjährigen Forderung von Mietervereinigung, Gewerkschaft und SPÖ in den Nationalratswahlkampf.

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Sujetbild © APA/Barbara Gindl
 

Die Volkspartei will nun auch, dass die Maklerprovision künftig nur mehr vom Vermieter, nicht mehr vom Mieter bezahlt werden muss, berichteten mehrere österreichische Medien am Dienstag. Derzeit dürfen Immobilienmakler Mietern bis zu zwei Monatsmieten als Provision verrechnen.

Wenn ein Vermieter einen Immobilienmakler einschaltet, soll dieser nun die Kosten übernehmen. Dieses sogenannte "Bestellerprinzip" gibt es bereits in mehreren Ländern, etwa in Deutschland und den Niederlanden.

Änderung des Maklergesetzes

SPÖ und Mietervereinigung begrüßten die ÖVP-Forderung. Der stellvertretende SPÖ-Klubvorsitzende Jörg Leichtfried verwies am Dienstag auf einen Antrag der SPÖ für eine Änderung des Maklergesetzes. Dieser sei seit langem im Bautenausschuss des Nationalrats. Die SPÖ will den Antrag im September auf die Tagesordnung bringen und beschließen.

"Wir nehmen ÖVP-Chef Sebastian Kurz nach der Wahl beim Wort und werden ihn gerne an die versprochene Abschaffung der Maklergebühren für Mieter erinnern", hieß es von der Mietervereinigung. "Die sich andeutende wohnpolitische Neuorientierung der Volkspartei ist - unabhängig von dieser konkreten Maßnahme - begrüßenswert", so FPÖ-Bautensprecher Philipp Schrangl in einer Aussendung.

Immobilienbranche gegen Abschaffung

Die von der ÖVP laut Medienberichten ins Spiel gebrachte Abschaffung der Mieter-Maklergebühr stößt in der Immobranche auf wenig Gegenliebe. "Die Abschaffung der Maklerprovisionen für Mieter bei der Vermittlung von Immobilen ist wenig geeignet, leistbares Wohnen nachhaltig zu fördern", so Georg Edlauer, Obmann des WKÖ-Fachverbandes der Immobilen- und Vermögenstreuhänder, in einer Aussendung.

Der Wirtschaftskammer-Vertreter verweist auf Deutschland als Negativbeispiel, wo 2015 das "Bestellerprinzip" eingeführt worden sei. Vielmehr seien dort die Mieten durch Einrechnung der Maklerprovision stärker gestiegen, erklärte Edlauer. Ein positiver Effekt für einzelne Mieter habe zu einer Gesamtsteigerung der Mietpreise geführt.

 

Kommentare (6)

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ausTirol
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1
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Leistbares Wohnen gegen Privatisierung und „heiliger Markt“

Das unkritische Anbeten des „heiligen Marktes“ bei der Privatisierung vormals öffentlichen Eigentums und deren Sozialwohnungen hat nur den einen Schönheitsfehler, daß man das Familiensilber nur einmal verramschen konnte und daß diese Einmaleffekte schon lange verpufft sind. Den Schaden hat die Allgemeinheit, haben die „verkauften“ Mieter und in weiterer Folge die wohnungssuchenden Jungen und deren Familien.

Bei allem Verständnis für eine möglichst weitgehende Unantastbarkeit des Eigentums: Wohnen ist ein nicht verhandelbares Grundrecht jedes Menschen. Baugrund und Wohnraum lassen sich nicht beliebig vermehren (besonders in Gebirgsgegenden), muß eine Beschränkung spekulativen Schacherns ganz einfach zulässig sein. Das Gejaule der Immobilienkonzerne – besonders das der internationalen (wo zahlen die eigentlich wieviel Steuern??) – und ihrer Lobbyisten ist einfach zu ignorieren.

Da müssen mutige Konzepte her, wie etwa ein generelles Vorkaufsrecht für die öffentliche Hand mit Reduktion des Kaufpreises auf maximal 2/3 des Verkehrswerts. Eine solche oder ähnliche Reduktion ist vertretbar, da der Immobilieneigentümer für die Preissteigerung (abzüglich Investitionen) keine Eigenleistung erbracht hat, somit also arbeitslosen Spekulationsgewinn lukriert.

Ein Vorkaufsrecht wäre bei gefördertem Wohnraum bereits jetzt möglich! Weiters eine Leerstandsbesteuerung und Besteuerung von Zweit–/Dritt– usw Wohnungen, ebenso wie generell auf ALLE „Nebenwohnsitze“.

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ottan
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Dann...

Werde ich in Zukunft meine Wohnung selbst vermieten...

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styrianprawda
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7
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Bestellerprinzip

Das wäre zu begrüßen.

Das muss dann aber durchgängig gelten, d.h. wenn jemand einen Makler mit der Suche nach einem Mietobjekt beauftragt, muss der - und nicht der Vermieter - die Provision zahlen.

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Civium
1
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Was isn

jez los?

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Irgendeiner
9
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Gott, da brennt wem schon das Hüterl,

aber die Frage ist,wie glaubwürdig der ist und die ist restlos beantwortet. Naja,abgesehen davon das man das ja natürlich umarmen kann ist halt die Frage der Grunderwerbsteuer, die dank Basti seine Großspender von der Immobilienfront nicht mehr zahlen aber jeder private Häuselbauer und jeder der ein Objekt erbt erlegen muß gewichtiger,schon der Summen wegen, den beides ist ja pro Aktion einmalig aber wie es die weiter unten trifft größenordnungsmäßig sehr unterschiedlich.Schlicht, gut aber Augenauswischerei.

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Balrog206
9
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Wohnung

Gratis für alle und immer einen gefüllten Kühlschrank !

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