Im Vatikan ticken die Uhren bekanntlich langsam, langsamer sogar, als es sich mitunter selbst Kardinäle wünschen. Diese Erfahrung muss der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn machen. Er hat klar erkennen lassen, dass er davon ausgeht, dass Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch pünktlich zum 80. Geburtstag am 22. Jänner annehmen wird. Für Schönborn ist die Emeritierung ein „sehr emotionaler Akt“, wie er schon vor Jahren bekannte. Der Dominikanerpater ist jetzt seit 29 Jahren im hohen Amt. In Wien sind jedenfalls die Weichen für den Rücktritt und die Nachfolge gestellt: Am kommenden Samstag lädt die Erzdiözese zum großen Abschiedsfest für ihren scheidenden Hirten in den Stephansdom.
Entscheidung verzögert sich
Wer folgt Christoph Schönborn in Wien nach?
Analyse.
Eigentlich wollte der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn zu seinem 80. Geburtstag am 22. Jänner in den
Ruhestand treten. Doch die Entscheidung über die Nachfolge des Kardinals verzögert sich. Dem Vernehmen nach soll ein Kandidat abgesagt haben.
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