Schönborn geht nicht nur als Erzbischof endgültig in den Ruhestand. Obwohl er die Kardinalswürde naturgemäß behält, darf er mit 80 Jahren nicht mehr an der Papst-Wahl teilnehmen. Die Chancen, dass sein Nachfolger in Wien oder ein anderes Mitglied der Bischofskonferenz zum Kardinal ernannt wird, stehen laut Schönborn aber schlecht. So habe sich das Kollegium "massiv verändert" seit Franziskus Papst ist. "Seine Kardinalsernennungen sind schon auch ein Programm."
Wien/Vatikanstadt
Schönborn glaubt nicht an nächsten Austro-Kardinal
Christoph Schönborn, der als Wiener Erzbischof in den Ruhestand geht, glaubt eher nicht, dass in Österreich auch ein weiterer Kardinal ernannt wird. "Da verschieben sich ein bisschen die Gewichtungen", sagte er in einem Pressegespräch zu den Besetzungen durch Papst Franziskus, der weniger Fokus auf die europäische Kirche legt. Über seinen noch unbekannten Nachfolger meinte Schönborn: "Ich vertraue darauf, dass er es gut machen wird. In mancher Hinsicht sicher besser als ich."
© APA/HANS KLAUS TECHT