Derzeit schwirren hierzulande unzählige Überschwemmungsgelsen als Nutznießer der Hochwasserkatastrophe von Mitte September herum. Ihre Mütter hatten die befruchteten Eier teils vor mehreren Jahren "ins Trockene gelegt, wo ihnen der Geruch verriet, dass dort immer wieder Hochwässer vorkommen", erklärte der niederösterreichische Ökologe Bernhard Seidel der APA. Sie schlüpften und entwickelten sich nun etwa entlang der Donau und March in Massen zu ausgewachsenen Stechmücken.Zumeist handelt es sich bei den kleinen Blutsaugern um "Aedes vexans"-Mücken, so der Gelsenexperte. Ihre Körper sind etwa sechs Millimeter groß und so wie die Beine hell-dunkel gestreift. Man könnte sie deshalb mit der entfernt verwandten "Asiatischen Tigermücke" (Aedes albopictus) verwechseln, die Menschen mit verschiedenen gefährlichen Viren infizieren kann.
In Überschwemmungsgebieten
Hochwasser hat Herbst-Gelsenplage als Nachspiel
Besonders betroffen wären etwa entlang der Donau das Eferdinger Becken (OÖ), das Machland (OÖ und NÖ), das Tullnerfeld und das Gebiet östlich Wiens (beides NÖ).
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