Noch vor seiner Weihe zum 66. Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt im Februar 2020 hatte sich Josef Marketz für eine Abschaffung des Zölibats für Priester ausgesprochen. Im Vatikan war man nicht erfreut, Marketz relativierte kurz darauf seine Aussagen. Nun erklärte der frühere Caritas-Direktor im Interview mit der Kleinen Zeitung erneut, dass er den verpflichtenden Zölibat für nicht mehr zeitgemäß halte. Priester sollten selbst darüber entscheiden, ob sie zölibatär leben wollen oder nicht. Auch Frauen im Priesteramt kann sich Marketz vorstellen – wohl wissend, dass dieser Prozess der Öffnung noch länger dauern wird.