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Bischof Josef Marketz"Ich will nicht als großer Revoluzzer auftreten"

Durchleuchten, Hinterfragen, Verändern: Was der neue Kärntner Bischof Josef Marketz (65) mit dem Bistum, kirchlichen Gremien, Mitarbeitern und Laien vor hat - und was er an Rom kritisiert.

Bischof Josef Marketz
Bischof Josef Marketz © KLZ/WEICHSELBRAUN
 

Sie sind seit sechs Monaten im Amt. Wie fühlt es sich an, Kärntner Bischof zu sein?
JOSEF MARKETZ: Immer noch gewöhnungsbedürftig. Es ist eine große Aufgabe, der man sich nicht immer gewachsen fühlt.
Mein Anspruch ist es, dass wir als Kirche missionarisch sind, dass wir wachsen, dass jeder ein gutes Gefühl hat, in dieser Kirche zu sein. Als Bischof hat man heute zwei große Aufgaben. Es ist zum einen die Nachfolge Jesu. Der Bischof soll als Hirte vorausgehen und die Menschen für den positiven Weg begeistern. Er ist auch Führungspersönlichkeit, muss Personalmanagement betreiben und sich wirtschaftlich auskennen.

Kommentare (9)

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Schauplatz
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wahrlich kein Revoluzzer...

Lieber Herr Bischof, man muss nicht Revoluzzer sein, um eine Meinung zu vertreten: ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie klar und deutlich dazu stehen, dass Frauen endlich zum Priesterinnenamt zugelassen werden und nicht nur die Kirche mit Blumen und Kerzen schmücken dürfen. Alle Frauen, die in die Messe gehen, sollen einmal ein Monat oder länger darauf verzichten und zuhause beten, vielleicht ändert sich dann etwas zu Gunsten von uns Frauen und Menschen in der katholischen Kirche. Und noch etwas, bitte nehmen Sie Ihre Funktion als Chef wahr und fahren Sie nicht in den Gewässern: "ich bin zu alt, ich bin zu sanft, alles braucht seine Zeit, lassen wir diese Sache aussitzen, kommt Zeit kommt Rat …." usw. usw. Liebe Grüße von E

joschi41
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Sympathisch

So wie Bischof Marketz an seine Aufgabe herangeht wird es ihm gelingen wieder Ruhe in die Diözese zu bringen. Allerdings verstört manche Menschen, dass die r.k. Kirche so weltlich am Geld hängt. Dem Nazarener ging es in seiner Botschaft um etwas ganz anderes. Die Entfernung von der jesuanischen Lehre fällt den Bischöfen offensichtlich nicht mehr auf, zu sehr sind sie Maneger einer Kirche, die sich als ein weltumspannendes Unternehmen zeigt, das ebenso am Gelde hängt wie die übrige Weelt.

Peterkarl Moscher
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Scheinheilig

Ruhe das ist das Schlagwort, alles was der Schwarz mit seiner
Bischöfin angerichtet hat bleibt unbeantwortet. Die
Gläubigen haben ein Anrecht auf Wahrheit aber die Wahrheit
ist leider es wird alles unter den Teppich gekehrt!

crawler
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Alleine

die Anmerkung "Schwarz mit seiner Bischöfin" deklassiert sich von selbst. Ich glaube, dass du selbst wenig Ahnung der Causa selbst hast und dich nur auf verurteilende, subjektive Aussagen seiner - ihn bei der Verabschiedung hochlobenden - Mitbrüder und von beleidigten Damen verlassen kannst. Bis jetzt hat man objektiv noch keine strafrechtlich relevanten Vergehen feststellen können.

joschi41
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Zweierlei

Wer redet vom Strafrecht. Worum es geht ist Ehrlichkeit, Moral, Transparenz, Aufarbeitung und Vorbildwirkung. Mit der (Straf)Versetzung nach St. Pölten glaubte man sich hinweg schwindeln zu können. Aber das Unkraut in den kirchlichen Gärten wuchert weiter.

crawler
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Naja,

der Nazarener hätte auch noch nicht so viele Gotteshäuser zu verwalten und erhalten. Ausserdem fließt viel Geld in die Caritas, das den schwächeren Mitbürgern und in Kriesengebieten den Opfern wieder zu Gute kommt. Die Meisten die sich wegen der Kirchensteuer aufregen, geben das Geld für banalere Dinge meist lockerer aus.

Plantago
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"Der Bischof soll als Hirte vorausgehen und die Menschen für den positiven Weg begeistern."

Ist halt oft so, dass der Hirte einsam voraus geht, und wenn er sich mal umdreht, sieht er, dass die Schäfchen in alle Richtungen unterwegs sind. Ohne die tatkräftige Mithilfe von genug "Schäferhunden" (Laien), wird vieles nur ein frommer Wunsch bleiben. Mit zunehmendem Demokratiebewusstsein möchten die Schäfchen eben oft auch gern zusammen mit dem Hirten über den Weg abstimmen, - aber da hat der Hirte ja seine Vorgaben aus Rom.

GordonKelz
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"Will nicht als großer Revoluzzer auftreten"..

Der Witz des Tages!
Gordon Kelz

fans61
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"Ich will nicht als großer Revoluzzer auftreten"

Und gerade das erwartet sich das enttäuschte Kirchenvolk von ihm.