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KoalitionsverhandlungenWarum Türkis-Grün, die Allianz der Sieger, mehr wäre als die romantische Wurlitzer-Paarung der Medien

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© KLZ/Jürgen Fuchs
 

Morgen wird Alexander Van der Bellen den alleinigen Kanzleranwärter Sebastian Kurz mit der Bildung einer Regierung beauftragen. Um nicht zu früh die Karten und Neigungen aufzudecken, erfolgt die Reihung der Gesprächspartner der Größe nach. Kurz beginnt mit SPÖ und FPÖ, den beiden Zerzausten, die mit rabiatem Liebesentzug durch den Wähler bedacht wurden. Beide sind derart grob abgestraft worden, dass weder der eine noch der andere aus dem Züchtigungsakt eine Lizenz zur Teilhabe an der Macht ableiten könnte. Es wäre frivol. Bestenfalls sind sie Reservisten für einen fernen Tag X. Beide Parteien haben gute Gründe, der Versuchung zu widerstehen und sich in der Opposition zu erneuern, nicht zuletzt, um Klarheit zu gewinnen, wer man sein möchte. Daseinszweck nennt man einen solchen Gral in der Firmenwelt.

Kommentare (44)

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hfg
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Der Artikel ist sehr gut

Die Meinung auch - nur die Parteien bzw. die Entscheidungsträger sind es nicht. Es gibt viele gute vernünftige Personen in allen Parteien und bei deren Sympathisanten, doch die tun sich Politik nicht an.

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andy379
8
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Da wünsche ich den Türkisen viel Spaß!

Denn wenn es irgendetwas gibt, was die Bauern(bündler) mehr hassenals die Roten, dann sind das die Grünen.
😉

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Mein Graz
16
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Kurz wird mit der Regierungsbildung beauftragt,

und er muss wohl oder übel einen Koalitionspartner finden. Eine Minderheitsregierung wird er mit ziemlicher Sicherheit nicht wollen, da dies zu unberechenbar wäre und Kurz m.E. immer auf längere Sicht taktiert und Strategien vorbereitet oder vorbereiten lässt.

SPÖ und die Grünen werden selbstverständlich versuchen, das beste für ihre eigenen Wünsche und Programme zu erreichen - und das ist legitim. Die Prozente der Wähler spielen dabei keine Rolle, denn jeder Wähler wäre enttäuscht, würde "seine" Partei einknicken - was sich wieder auf die nächste Nationalratswahl, die m.E. keine 5 Jahre auf sich warten lassen wird, auswirkt.
Die Blauen könnte Kurz höchstwahrscheinlich schon mit einem einzigen Ministerium ködern, Kurz müsste noch ein bisschen zurückrudern bei seinen Personalwünschen an die Blauen und wir hätten eine Neuauflage der letzten Kurz-Regierung.

Herrn Patterers Einschätzung der Österreicher zur Migrationspolitik teile ich nicht. Ich persönlich möchte keine "ordentliche Politik", ich möchte eine Politik, die den in Not geratenen Menschen, der bei uns vor der Tür steht und um Hilfe bittet, sieht.

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crawler
5
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Gut,

dass es immer wieder Innsider gibt die die ganze Sache erklären können. Man kann nur hoffen, dass Kurz auf ihn hören wird. Bei so viel wissen kann er nur von ihm lernen. Vielleicht wird er überhaupt pink?

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Mein Graz
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@crawler

Leben Innsider am Inn?
Und wennst mein Posting verstanden hättest, hättest du erkannt, dass das meine Einschätzung ist.

Solltest du tatsächlich bis 100 rechnen können wäre dir vielleicht aufgefallen, dass Türkis + Pink keine Mehrheit ergibt...

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crawler
5
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Aha,

ein Kurz-Intimus der uns offenlegt was Kurz tun wird.

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wiesengasse10
6
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Eine ordentlich regulierte Asyl- und Zuwanderungspolitik

Ich teile die Einschätzung Hernn Patterers voll und ganz. Nach Kurzschem Zuschnitt ohne die ausufernden Maßnahmen von Kickl. Das ist schon "nachgeben" genug. Wenn da die Grünen das noch weiter abschwächen möchten, dann gefährden sie alles ! Dann und nur dann käme wohl eine Minderheitsregierung ins Spiel.

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Mein Graz
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@wiesengasse10

Wie kann man in einer Sache "nachgeben", die man selbst nicht so vertreten hat? Oder hat Kurz Kickl dabei unterstützt oder hatten die Beiden dieselben Ansichten?

Und was genau gefährden die Grünen, wenn sie die Asyl- und Zuwanderungspolitik "abschwächen" wollen? Wenn sie etwa wollen, dass gut integrierte Menschen, die einer Tätigkeit nachgehen, sich z.B. in einer Lehre in einem Mangelberuf befinden, nicht abgeschoben werden? Das müsste doch ganz im Sinne von Hr. Kurz liegen, denn auch die Unternehmer sind mit dieser Regelung unglücklich und Hr. Kurz vertritt diese doch.

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Shiba1
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Ich nehme an, Mein Graz,

Sie haben bei sich zu Hause eine Flüchtlingsfamilie aufgenommen

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Mein Graz
7
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@Shiba1

Die immer wieder kommende Frage von denen, die sonst keine Argumente haben.
Zählt es auch, wenn die Familie ein leerstehendes Haus seit der Bosnien-Krise zur Verfügung stellt?
Zählt es auch, wenn man finanziell unterstützt?

Also lass es einfach, denk dir was Neues aus.

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Shiba1
6
4
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Immer die gleiche billige Ausrede!

Das leerstehende Haus ist o.k. "Finanziell unterstützen" dürfen allerdings alle Steuerzahler, ohne dass man sie jemals gefragt hat, ob sie das wollen und wie viel der ganz "Spaß" kosten darf. Und ob das nun alles wirkliche Flüchtlinge sind, möchte ich nicht weiter diskutieren. Asyl ist jedenfalls zeitlich begrenzt. Leute wie Sie sehen das natürlich anders

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Mein Graz
4
7
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@Shiba1

Definiere "Leute wie Sie".

Und wenn es sich ein so reicher Staat wie Österreich bzw. manche deren Bewohner nicht leisten WILL Menschen in Not zu unterstützen zeigt das m.E., wie engstirnig und menschenfeindlich dieser Staat bzw. diese Menschen sind.

Zu denen will ich keinesfalls gehören.

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X22
1
7
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Naja ein anständiger Staat macht sowas,

ob's einigen Steuerzahlern nicht passt ist so nebensächlich, wie die Existenz derer die die Nächstenliebe mit Füßen treten

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Lamax2
11
12
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Türkis-Grün...

...ist bei diesen handelnden Personen schier unmöglich. Der Hinweis, dass es außer den zwei Frontmännern noch viele andere gibt ist wichtig. Den weiteren Weg müsste Grün, schon einmal der Prozente wegen, gehen. Kogler erhebt viel zu sehr den Anspruch, der alleine Wissende zu sein.

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gberghofer
30
19
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Mit Kurz nicht möglich

An den Bundesländer-Koalitionen in Vorarlberg, Tirol und Salzburg sieht man dass das gut funktionieren kann. Mit Türkis ist das nicht möglich. Die Migrantenpolitik ist an Niedertracht nicht zu überbieten. Jenen denen es nicht so gut geht will man möglichst noch mehr wegnehmen.

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Nixalsverdruss
10
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Am ehesten kann ich Ihre Aussagen ...

... zur Flüchtlingspolitik verstehen. Die Aussage, dass den Armen noch mehr weggenommen werden soll kann ich an keinem Punkt erkennen. Aber bitte klären Sie mich auf...

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Stadtkauz
11
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Türkis-Grün ist fraglich

Ich gebe zu bedenken, dass Grün nicht allein aus Herrn Kogler besteht. Dahinter steht unter anderem auch die erfolglose und seinerzeit aus dem Parlament abgewählte Damenriege. Ich persönlich kann mir keine Frau Maurer in einer verantwortungsvollen Regierungsposition vorstellen. Und Türkis besteht auch nicht allein aus dem derzeitigen Publikumsliebling, Herrn Kurz. Die Fäden werden in NÖ gezogen und das Sagen haben die mächtigen Wirtschaftsverbände und die Bauern. Es ist schade, dass sich Rot unter Frau Rendi-Wagner zu einer reinen Vernaderungspartie entwickelt hat, deren Hauptaufgabe offensichtlich ausschließlich darin besteht, den politischen Wettbewerb anzupatzen, anstatt die Schuld am eigenen Versagen bei sich selbst zu suchen. Das bedeutet, es kann uns passieren, dass uns wieder Türkis-Blau ins Haus stehen kann. Und ob das dem Land gut tun wird, soll jeder für sich selbst entscheiden. Ich hab da so meine Zweifel.

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Nixalsverdruss
2
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Auch die Grünen haben sehr interessante Leute ...

... in ihren Reihen.
Es ist schon eine große Herausforderung, aber ein sicher zukunftsfähiges Projekt.
Den Einfluss aus Niederösterreich (wen immer sie auch damit meinen) kann ich genau so wenig bei Kurz erkennen, wie die Zwischenrufe der Bünde momentan auch ausbleiben ...
Aber wie hat schon ein berühmter ÖVPler mal über die Bünde in der VP gesagt: "...daschlogen kannst es ah net...!"
Sondieren, verhandeln und einen guten Kompromiss finden - dann steht TÜRKIS-GRÜN eher, als es den Roten und Blauen recht ist...

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GordonKelz
1
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DIE SKEPSIS...

....im Gesichtsausdruck von Kurz spricht
Bände....!
Gordon Kelz

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freeman666
11
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Es muss eine Regierung ohne

extrem polarisierende Personen entstehen. In der alten Regierung waren es Kickl und Hartinger, die von Beginn an spalteten. Die neue Regierung muss daraus lernen und auf solche Personen wie zB. eine Sigi Maurer verzichten. Klar ist was der Wähler will: Stabilität und wenig Streit, damit fallen SPÖ und FPÖ weg. Die Grünen müssen akzeptieren, dass 13 Prozent auch nicht viel sind und die ÖVP muss den Juniorpartner fair behandeln. Wenn das klappt, kann das Experiment Türkis - Grün funktionieren.

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Mein Graz
14
9
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@freeman666

Dass Kickl und Hartinger-Klein polarisierend sind steht außer Frage. Allen Spaltern voran geht allerdings Kurz selbst, da sind andere Waisenknaben dagegen.
Eine Regierung ohne den Oberspalter-Fuchtler-Nichtssager-Reisekanzler-Selfieschießer Kurz wird es nicht geben, das ist klar, denn die Österreicher, die zur Wahl gegangen sind, haben mit 37,5% Türkis gewählt und vermutlich Kurz gemeint.
So liegt es jetzt an Kurz, eine Regierung zu bilden und einen Koalitionspartner zu finden. Und dass jeder der möglichen Partner das beste für sich rausholen will ist nur legitim.
Die Frage ist: wie wird Kurz mit Forderungen umgehen? Oder wird er (wie ich vermute, dass schon geplant ist) den Blauen einfach solche Zuckerl anbieten, dass diese nicht Nein sagen können?

Die Kurz-Regierung hat nach außen weniger gestritten als die Vorgänger, das stimmt. Was im Hintergrund gelaufen ist sieht man wohl an den weinerlichen Äußerungen von Kurz nach Beendigung der Koalition...

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freeman666
3
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@Mein Graz

Danke für Ihre Antwort, und noch mehr Danke für die Bestätigung meiner These, dass mit solchen Spaltern und Wählern der SPÖ - die gleich fünf Beleidigungen innerhalb nur eines Satzes unterbringen- keine Art einer Koalition möglich ist. Ich persönlich wünsche mir eine stabile Regierung, die zumindest realistisch ohne Kurz unmöglich ist. Da hilft auch das gefrustete Beschimpfen gar nichts mehr. Sinnvoll wäre eben die Realität zur Kenntnis zu nehmen und konstruktiv und kompromissbereit an einer positiven Zukunft zu arbeiten.

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Mein Graz
8
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@freeman666

1. Ich habe nicht SPÖ gewählt.
2. Ich versuche immer zu verbinden - das Spalten überlasse ich anderen.
3. Beleidigungen sind das nicht, es sind Tatsachen: Kurz spaltet, er fuchtelt, er sagt sehr selten was wenn er spricht, er reist um die ganze Welt, er schießt Selfies. Was daran stimmt nicht?
4. Eine stabile Regierung wird mit Kurz kaum möglich sein. Ich bin überzeugt, dass die nächste Regierung, die er bildet, wieder keine 5 Jahre halten wird.
5. Ich bin nicht gefrustet, ich bin enttäuscht von den Österreichern, dass sie einen Politiker wie Kurz nicht durchschauen.
6. Wie aus meinem Posting ersichtlich ist nehme ich die Realität zur Kenntnis und akzeptiere sie. Wir leben in einer Demokratie, und ein Wahlergebnis ist der Wunsch der Menschen. Das heißt noch lange nicht, dass ich keine Kritik üben darf - und das werde ich weiterhin!
7. Konstruktives Arbeiten und Kompromissbereitschaft ERWARTE ich von Kurz. Ob das kommt werden die Verhandlungen zeigen.

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Nixalsverdruss
4
4
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@Mein Graz: Sehr sonderbar...

Akzeptieren Sie bitte, dass die Wähler so entschieden haben - und sich nicht für einen Kickl und eine Rendi-Wagner, was ich sehr begrüße!
Diese beiden sind "so eigenartig", dass sie wohl auch keine Mehrheiten finden könnten...
Ob es sich um Schwarmintelligenz oder Schwarm-UN-Intelligenz handelt, müssen sie für sich selbst entscheiden.
Eine Hilfestellung könnte Ihnen die Festansprache von Ferdinand von Schirach bei den Salzburger Festspielen 2017 geben...
Dass Kurz polarisiert ist verständlich - es ist eben seine Art Politik zu machen, die guten Zuspruch bei den Wählern gefunden hat. Aber disqualifiziert das rd. 1,7 Mio. Österreicherinnen? Sie haben schon in vielen Postings über Kurz doziert - und sie sind nicht gerade zimperlich!
Versuchen Sie das zu akzeptieren oder engagieren Sie sich politisch - es steht Ihnen frei!

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Mein Graz
2
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@Nixalsverdruss

Lies noch einmal, und dann noch einmal, und dann so lange, bis du es verstanden hast.
"Wie aus meinem Posting ersichtlich ist nehme ich die Realität zur Kenntnis und akzeptiere sie. Wir leben in einer Demokratie, und ein Wahlergebnis ist der Wunsch der Menschen. Das heißt noch lange nicht, dass ich keine Kritik üben darf - und das werde ich weiterhin!"

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gberghofer
3
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Kritik an Kurz ist Gotteslästerung.

Eine Masche war, es den Blauen gleich zu tun und das Opfer zu mimen. Ganz ehrlich, was ist wirklich schreckliches passiert? Sebastian Kurz ist unter anderem dafür bekannt geworden mit der Aussage, er und sein Team würden den politischen Gegner „nicht anpatzen“: „Das ist nicht mein Stil.“ Das sehe ich doch etwas anders. Er musste einmal zu Gericht und hat verloren. Eine pauschale Verurteilung von jenen denen es nicht so gut geht (Schmarotzer) ist reine Niedertracht.

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