Es gibt – vorerst zumindest – also keinen Deal. Wolodymyr Selenskyj flog nach Washington, um ein Abkommen zu unterzeichnen, das die USA an der Erschließung wertvoller Bodenschätze beteiligen sollte – als Kompensation für geleistete Militär- und Finanzhilfen. Daraus wurde nichts. Donald Trump und sein Vize vermissten Dankbarkeit und Gesten der Unterwerfung. Viele Beobachter sind entsetzt, mit welcher Unverfrorenheit die Führung der Vereinigten Staaten die Notlage der Ukraine auszunützen scheint. Einerseits geht es um ein Geschäft, um Seltene Erden und kostbare Rohstoffe. Andererseits geht es um eine Demonstration der Macht und die Demütigung eines Partners, wie man sie vor laufenden Kameras noch nie gesehen hat. Oder sollte dieser Eklat nur den Preis drücken? Und zeichnet sich am Horizont schon der nächste Deal ab – mit Russland und auf Kosten der Ukraine?
Konrad Paul Liessmann
Tanz der Verhältnisse
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