Eigentlich ist es kaum zu glauben: Seit Jahren werden in Österreich Saisonalität und Regionalität bei der Bewerbung von Lebensmitteln auf den hohen Thron gehoben. Wer kann, kauft „Made in Austria“, stärkt dabei die heimische Landwirtschaft, kämpft gegen den Klimawandel und bekommt höchste Qualität. Sollte man meinen. Doch die Realität sieht anders aus. Umfragen und Studien zeigen, dass der Griff im Geschäft oft zum günstigsten Produkt geht – aus sozialen Gründen, vielleicht auch aus Geiz. Zudem kann sich Österreich bei vielen Produkten gar nicht selbst versorgen und ist auf Importe angewiesen. Beispiel Tomate: Sie ist das beliebteste Gemüse, doch nur jeder fünfte Paradeiser kommt aus dem Inland.