Koreanischer Pop, also K-Pop, erfreut sich schon längst in Europa und in Österreich großer Beliebtheit. Konzerte sind in binnen weniger Stunden ausverkauft. Auch in Graz wird monatlich zur Musik gefeiert. Neben dem andauernden Hype schwebt über der K-Pop-Industrie auch ein großer Schatten. Der größte Kritikpunkt: Wie Labels mit ihren Künstlerinnen und Künstlern umgehen.

Dating Verbot

Den K-Pop-Stars oder Idols, wie sie in der Szene genannt werden, ist oft vertraglich vorgeschrieben, keine öffentlichen Beziehungen zu haben. Der Grund dafür ist das scheinbare Näheverhältnis, dass man zu den Fans aufbaut. Die Stars werden oft als schüchterne, süße Menschen dargestellt, die „greifbar“ sind. Beziehungen können diese Illusionen brechen und somit sind diese strengstens verboten.

Vor kurzem ist die Beziehung der koranischen Sängerin Karina, wie Yu Ji-min mit Künstlernamen heißt, bekannt geworden. Einige Fans ihrer Gruppe „aespa“ sind daraufhin zum Hauptquartier des Labels „SM Entertainment“ gefahren und haben dort protestiert. „Ist dir die Liebe von deinen Fans nicht genug?“, ist auf einer elektronischen Tafel gestanden, wie die BBC berichtet hat. Die Rede war auch von einem „Verrat an den Fans“.

Entschuldigung auf Instagram

Auf Instagram hat die Sängerin nun einen per Hand geschriebenen Brief veröffentlicht, in dem sie sich bei ihren Fans entschuldigt. „Es tut mir leid, dass ich euch so überrascht habe“, schreibt die 23-Jährige. „Ich weiß, wie enttäuscht MYs, die mich unterstützt haben, gewesen sein müssen und wie bestürzt sie sind.“ MYs, so nennen sich ihre Fans.

Unter dem Post finden sich aber auch viele, die sie verteidigen und jene kritisieren, welche die Sängerin aufgrund der Beziehung beschimpft haben.