Ich liebe sie - Weihnachtskekse, nur glutenfrei müssen sie sein, seit 2006 weiß ich, dass ich an Zöliakie leide. Um mein dürres Rezepte-Repertoire ein wenig aufzupeppen, habe ich mich heuer kurzentschlossen bei einem „Glutenfreie Weihnachtskekse-Backkurs“ angemeldet. Ausgerüstet mit Kochschürze, Hausschuhen und einem optimistisch großen Behältnis mache ich mich auf den Weg in “Eva‘s Koch- und Backatelier“ nach Leoben, wo Backexpertin Eva Maria Lipp und schon erwartet.
In der Küche ist bereits alles vorbereitet, die Zutaten türmen sich: Marzipan, Kuvertüre, diverse Sorten glutenfreies Mehl, Staubzucker, gemahlene, gehackte, geschälte Nüsse, alles steht bereit, als 20 Teilnehmer sich nach einer kurzen Einführung ans Werk machen.
Ich habe mich entschieden, Punsch-Nussherzen mit Pistazien in Angriff zu nehmen. Ich liebe Punsch - ist wohl meinem Geburtsnamen „Puntschart“ geschuldet.
Das Rezept klingt einfach - und mit einem genialen Trick am Ende ist es das dann auch:
Punsch-Nussherzen mit Pistazien
Zutaten:
Teig:
160 g glutenfreies Mehl
100 g Butter, kalt und in Stücken
50 g Staubzucker
1 EL Vanillezucker
1 Dotter
Fülle:
150 g Nüsse
80 g Marillenmarmelade
1 Becher Punschglasur
weiße Kuvertüre
gehackte Pistazien
Zubereitung:
1. Zunächst verknete ich flott - damit die Butter nicht zu weich wird - die Zutaten für den Mürbteig und stelle sie 20 Minuten in den Kühlschrank.
2. Nach dem Rasten teile ich den Teig in sechs gleich große Stücke. Während ich den ersten Teil ausrolle und kleine Herzen aussteche, stelle ich die restlichen Teile wieder in den Kühlschrank zurück. Und so verarbeite ich Stück für Stück den gesamten Teig.
3. Die Herzen bei 170 Grad ca. 7 Minuten hell backen.
4. Für die Fülle die geriebenen Nüsse, ich habe Mandeln und Haselnüsse gemischt, mit der Marmelade erhitzen.
5. Je zwei Sterne mit der Fülle zusammensetzen.
6. Die Punschglasur im Wasserbad erwärmen und die Herzen damit überziehen: Das gelingt am leichtesten, wenn man immer zwei bis drei Sterne auf einen Pfannenwender legt und über dem Topf mit der Punschglasur die Glasur mit einem Esslöffel über die Herzen gießt. Wenn die Glasur trotz des Wasserbads zu dickflüssig wird, einfach ein bisschen Wasser zugeben.
7. Die Herzen wieder auf das Backpapier legen, die weiße Kuvertüre erhitzen und in eine Spritztülle füllen und Herzen damit verzieren. Mit gehackten Pistazien bestreuen - fertig! Hochgenuss ist garantiert
Während ich konzentriert meine Herzen backe, entstehen um mich herum die herrlichsten Köstlichkeiten: Marzipan-Stangen, Tiramisukugeln, Elisenlebkuchen, Buchweizenlebkuchen, Walnusstaler, Esterhazykekse, Kokos-Rubinchen, Zimtsterne, kleine süße Brotlaibchen, Käferbohnenkonfekt, Mandel-Zimt-Taler, ja sogar Kokoskuppeln werden aus Kokosbusserln, Mürbteig und Nougatcreme „gebastelt“. Es wird geknetet, gerollt, ausgestochen, gemixt, geformt, glasiert, verziert. Umgeben von so viel Süßem bekomme ich Gusto - auf ein Essiggurkerl.
Und die Ausbeute nach vier Stunden kann sich sehen und vor allem schmecken lassen: