Chemnitz? Mancher hat sich verwundert die Augen gerieben, als die Jury vor einigen Jahren die Kulturhauptstadt Europas 2025 bekanntgab. Zwar ist die Stadt die viertgrößte in Ostdeutschland nach Berlin, Leipzig und Dresden. Doch das einstige „Manchester Sachsens“, das zu DDR-Zeiten Karl-Marx-Stadt hieß und im Ruf einer sozialistischen Musterstadt stand, gilt als eher trist. Dennoch konnte es die Experten mit seinen kulturellen Schätzen und Macherqualitäten überzeugen und hat Nürnberg, Hannover, Hildesheim und Magdeburg im Finale um den Titel geschlagen. 2025 lädt es Besucher ein, unter dem Motto „C the Unseen“ Verborgenes und Unbekanntes zu entdecken. Denn Chemnitz ist ein Underdog.