Wenn sich Eltern trennenKindesunterhalt: So wird im Streitfall gerechnet

Von einem Vater, der nur für eines seiner drei Kinder Unterhalt bezahlt und einer Mutter, die sich fragt, ob das alles rechtens ist. Hier sind die Antworten.

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Unsere Leserin ist alleinerziehende Mutter von zwei Buben im Alter von 1 und 3,5 Jahren, für die der Vater leider keinen Unterhalt zahlen will. Für seinen 10-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung bezahlt er hingegen schon. Derzeit behauptet der Mann außerdem, krankheitsbedingt arbeitsunfähig zu sein, ohne ein entsprechendes medizinisches Gutachten vorlegen zu können. „Ich wurde in den letzten drei Jahren von den zuständigen Behörden und bei Gericht nur vertröstet, hingehalten und nicht gehört“, erzählt die Leserin nach erfolglosen Versuchen, zu Ihrem Recht zu kommen. Sie fragt sich: „Gibt es in Österreich keinen Mindestunterhalt? Sind die zweiten Kinder immer weniger wert als die ersten? Und warum bekomme ich vom Staat keinen Unterhaltsvorschuss, obwohl ich den Antrag darauf gleich nach der Geburt meines zweiten Sohnes abgegeben habe?“

Kommentare (5)
onyx
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Viel Geld

Zitat: "Gehen wir im Fall unserer Leserin von einem angenommenen monatlichen Nettoeinkommen des Kindesvaters von 1900 Euro aus, ergebe sich für das älteste Kind ein monatlicher Kindesunterhalt von 342 Euro und für die beiden jüngeren Kinder jeweils 247 Euro."

Das ist in Relation zum Einkommen schon ein saftiger Patzen Geld. In Anbetracht dessen müsste man die Leute mehr aufklären welche Kosten bzw. welche Prozesse entstehen im Falle einer Trennung oder Scheidung. Denn die beigezogenen Anwälte verdienen dabei sicherlich auch ein stattliches Sümmchen.

Maitri
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Konfus der Artikel

Mir ist jetzt auch nach zweimaligem lesen leider nicht klar, warum die Frau keinen Unterhalt für die beiden Kinder bekommt. Auch keinen Vorschuss.
Vielleicht hab ich ja was überlesen?

soppemonster
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Unterhalt

Ich als Vater hab für 3 Kinder unterhalt gezahlt. Insgesamt über 50% meines Einkommen. Ich sehe es als selbstverständlich an den Unterhalt zu zahlen da ich ja auch diese Kinder gezeugt habe und somit in der Verantwortung stehe. Das einzige was mich stört ist das bei entscheiduungen was das Kind betrifft, ich als Vater von der Mutter nie einbezogen wurde. Auch wenn wir die beidseitige Erziehungsberechtigung hatten.

hewinkle10
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Die Regelsätze sind doch mit nichts zu rechtfertigen!

Eine gerechte Regelung wäre, wenn der eine die Kinder betreut und der andere die Kosten für die Kinder übernimmt. Wird die Kostenerstattung verweigert sollte es sofort zur Pfändung kommen. Unbürokratisch, gerecht, schnell...

zweigerl
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Rechnerei im Patchwork-Dschungel

Vor dieser Rechnerei, die letztenendes den unschuldigen Kindern auf den KOpf fällt, steht die Verantwortung der Eltern beiderseits. In diesem Fall wurde offenbar auch von der Frau ein Verhältnis aufrechterhalten, obwohl bereits beim ersten Kleinstkind, das sie zur Welt brachte, der zeugungsfreudige Mann keinen Unterhakt leistete. Allgemein kommt man kaum umhin, das lustige "Patchwork"-Verhalten mancher Erwachsener als nahezu kriminell anzusehen, weil es kaum mehr zu managende Familien- und Erziehungssituationen schafft, für die dann die Allgemeinheit aufkommen muss.