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VaterschaftsanfechtungAlimente für ein "Kuckuckskind": Ein Betroffener erzählt seine Geschichte

Vaterschaftsanfechtung in Theorie und Praxis: Ein Wiener erzählt, wie er als betrogener Mann und "Doch-nicht-Vater" letztlich Recht bekam - und ein Rechtsanwalt erklärt, worauf es bei Kuckuckskindfällen vor Gericht ankommt.

Das Gesetz räumt Männern das Recht ein, ihre Vaterschaft gerichtlich anzufechten © (c) fairith - stock.adobe.com (Karsten Koch)
 

21 Jahre lang war Jörg Kirschner ohne Argwohn: Das Kind, für das er seit der Scheidung von der Kindesmutter (die Ehe hielt nur zwei Jahre lang) Alimente bezahlte, war für ihn zweifellos seine Tochter - auch wenn die beiden in Wahrheit keinen Kontakt miteinander hatten. „Meine Ex-Frau hat das immer verhindert, da haben auch mehrere Gerichtsverhandlungen und Beschlüsse für ein regelmäßiges Besuchsrecht nicht geholfen“, schildert der 45-Jährige seine Situation.

Kommentare (18)
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cockpit
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ich wäre auch für einen verpflichtenden Vaterschaftstest,

aber nur im Gegenzug mit einem verpflichtenden Pensionssplitting!

silentbob79
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@cockpit

Was genau hat das eine mit dem anderen zu tun?

Aip Airam
29
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Kindswohl

Und wer denkt ans Kind? Welche Spuren in der Seele hinterlässt so eine Aktion?

silentbob79
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@Aip Airam

Das sollte man sich vielleicht überlegen bevor man seinem Partner ein Kind unterjubelt und ihn jahrelang für ein Kind bezahlen lässt, das garnicht seines ist ...

nasowasaberauch
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Die Verantwortung liegt hier wohl ganz allein bei der Mutter.

Und die ist offensichtlich ein Betrügerin.

HeWa66
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Ich

wäre für einen verpflichtenden Vaterschaftstest bei er Geburt eines Kindes! Dann besteht von vorn herein Klarheit für alle :-) Wenn es sowieso die große Liebe ist, sollte das mit ein weiterer Beweis dafür sein und alle sind glücklich. Komisch nur, dass ich mit dieser Meinung bei Frauen immer auf Ablehnung stoße. Hat nicht auch der Mann ein Recht auf Gewissheit? Vertrauen ist gut, wird aber sehr oft schamlos ausgenutzt.

HeWa66
1
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Alles nur aus Liebe

, ich weis.
Ich habe vertraut, leider :-)
Man(n) wird vorsichtiger
Und wenn alles passt, was spricht gegen einen Test? Hat nicht auch der Vater das Recht, Gewissheit zu erfahren?
Anscheinend nicht, warum wohl?
Alles nur aus Liebe, ich weis

Lepus52
2
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Dieses sichere Wissen,

könnte auch bei medizinischen Fragestellungen Klarheit bringen. (Erbkrankheiten, Organspenden uvam.)

calcit
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@Lepus52

Super und gleich in eine DNA Datenbank damit... erleichter die zukünftige Tätersuche ungemein...

calcit
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Unter solche Vorrausetzungen sollten sie dann besser gar keine Beziehung eingehen...

...wenn sie ihrer Partnerin schon von Anfang an mißtrauen... Ich bin dann auch für einen verpflichteten Drogen und Alkoholtest vor jeden Arbeitsbegin, vor jeder Autofahrt...udn, und, und...

silentbob79
1
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@calcit

Was heißt "von Anfang an"? Im Normalfall wird es Gründe für das Misstrauen geben. Das kann von ganz offensichtlichen (Kind schaut dem Postler ähnlich) bis hin zu Verhaltensänderungen ... gehen.

Und wenn man sich mit der aktuellen Rechtslage beschäftigt wird auch klar warum sich immer mehr Männer für einen verpflichtendend Vaterschaftstest aussprechen. Ist die rechtliche Vaterschaft nämlich mal festgestellt (entweder durch Anerkennung, oder bei verheirateten Paaren automatisch), ist es garnicht so einfach, davon wieder loszukommen. In D bspw. hat man ohne Zustimmung der Mutter (oder gegebenfalls durch ein Gerichtsurteil) keine Möglichkeit einen Vaterschaftstest durchführen zu lassen. In Ö ist das derzeit zwar (noch) möglich, aber auch hier werden Änderungen diskutiert. Und selbst wenn feststeht, dass der Mann nicht der biologische Vater des Kindes ist, bedarf es weiterer gerichtlicher Schritte, dass auch die Unterhaltspflicht wegfällt. Und für Rückforderungen bereits bezahlten Unterhalts schauts auch eher schlecht aus ...

calcit
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Buh, die roten Stricherl zeigen wohl in was für einer mißtrauischen Welt wir leben...

...und wohl eher was da draußen ihr alle von Treue so hält. Es gehören immer zwei dazu - nicht nur die Frauen die fremd gehen... Männer sind auch Schw...

silentbob79
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@calcit

Ja Männer gehen auch fremd. Niemand bestreitet das. Vermutlich sogar mehr als Frauen. Halt ich für möglich.

Nur nutzt diese Erkenntnis einem Mann X, der sein Leben lang treu war, rein garnichts, wenn er für ein Kuckuckskind von Mann Y zahlen muss, das ihm von seiner Frau untergeschoben wurde. In einer Beziehung reicht schon eine(r) zum Fremdgehen. Denn der/die Dritte ist vielleicht selbst ungebunden und weiß garnicht dass sein/ihr eigentlich Verhältnis in einer Beziehung ist ...

HeWa66
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gleiches

Recht für beide Seiten, das hat nichts mit Vertrauen zu tun!
Gleichberechtigung nenn ich das.
Wenn man nichts zu verbergen hat, sollte es doch kein Problem darstellen, wäre ein zusätzlicher Liebesbeweis.

onyx
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@calcit

Da haben Sie Recht. Fremdgehen/Betrug wird geschlechterunabhängig praktiziert. Und um Gerechtigkeit (und Misstrauen) zu wahren müsste, im Falle eines verpflichteten Vaterschaftstest, umgekehrt dann auch eine Art Registriersystem im horizontalen Gewerbe etabliert werden.

silentbob79
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@onyx

Mit dem kleinen Unterschied, dass der Ehefrau keinerlei Verpflichtungen entstehen wenn der Mann fremdgeht (egal ob er für den Sex bezahlt oder nicht).

Ich will damit jetzt nicht das Fremdgehen verteidigen (weder von Männern noch von Frauen) aber die Auswirkungen für den jeweils betrogenen Partner unterscheiden sich doch recht deutlich voneinander.

VH7F
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1 bis 2% der Kinder?

Auch nicht so wenig.

silentbob79
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VH7F

Wobei 1-2% eh noch eine relativ konservative Schätzung ist. Da gibts welche die von 5% und mehr ausgehen. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen ...