Dritter StichAuffrischung in Ausnahmefällen schon nach vier Monaten möglich

Die in dieser Woche aktualisierten Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums liegen nun auch schriftlich vor. Moderna wird zur Auffrischung nur für über 30-Jährige empfohlen.

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Auffrischungsimpfung, Österreich, dritter Stich
© (c) imago images/SEPA.Media (Michael Indra via www.imago-images.de)
 

Die Corona-Auffrischungsimpfung ("dritter Stich") kann in begründeten Ausnahmefällen bereits früher als sechs Monate nach dem Zweitstich erfolgen - nämlich bereits nach vier Monaten. Zu den Ausnahmen zählt etwa eine zweimalige Impfung mit AstraZeneca, der Antritt einer längeren Reise oder besonders hohes Expositionsrisiko. Das geht aus den nun auch in schriftlicher Form vorliegenden Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums hervor.

"Eine Unterschreitung des empfohlenen Impfintervalls von sechs Monaten ist in begründeten Ausnahmefällen sinnvoll und kann nach entsprechender Aufklärung und Dokumentation erfolgen (off-label)", heißt es in den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG), die am Donnerstagabend auf der Homepage des Gesundheitsministeriums veröffentlicht wurden. Das Gremium hatte am Dienstag die dritte Corona-Impfung schon sechs Monate nach dem Zweitstich für alle Personen über 18 Jahren freigegeben. Begründet wurde das mit dem nachlassenden Impfschutz. Bis dahin war die Impfung für die allgemeine Bevölkerung erst neun Monate nach dem Zweitstich empfohlen.

Eine dringende Empfehlung

Nur für Ältere ab 65 Jahren, Alten- und Pflegeheimbewohner, Risikopatienten oder mit zwei Dosen AstraZeneca Geimpfte sowie bestimmte Berufsgruppen mit hohem Ansteckungsrisiko (medizinisches Personal, Pädagogen) war die Auffrischung auch schon davor ab dem sechsten Monat vom NIG freigegeben. Für diese Personengruppe ist es nun "dringend empfohlen", den Drittstich möglichst ab dem sechsten Monat vorzunehmen. Eine Unterschreitung des Intervalls unter 120 Tagen (vier Monate) wird laut der Covid-Maßnahmenverordnung aber nicht als dritte Impfung gewertet.

Prinzipiell sind laut den Empfehlungen für die dritte Impfung mRNA-Impfstoffe einzusetzen. Dabei soll bevorzugt "der gleiche Impfstoff wie für die vorhergehenden Immunisierungen eingesetzt werden (homologes Impfschema)". Das Vakzin von Moderna soll aber nur für Über-30-Jährige zur Auffrischung verwendet werden. Für alle Jüngeren wird empfohlen, zur Auffrischung Pfizer/Biontech zu verwenden, Grund dafür ist eine "vorläufige Unsicherheit in Bezug auf ein erhöhtes Risiko einer Myokarditis oder Perikarditis nach Spikevax-Impfung" bei jüngeren Personen.

Kein Abstand zur Grippe-Impfung notwendig

Personen, die mit dem Vakzin von Janssen (Johnson&Johnson) einmalig geimpft wurden, sollen eine weitere Impfung im Mindestabstand von 28 Tagen erhalten, dabei soll vorzugsweise Pfizer/Biontech bzw. bei Über-30-Jährigen auch Moderna verwendet werden; es kann jedoch auch erneut Janssen verwendet werden. Der Impfstoff war ursprünglich so konzipiert, dass nur ein Stich notwendig sein sollte. Der Impfschutz hat aber den Experten zufolge zu schnell stark nachgelassen. Auch geht das Gremium davon aus, "dass, wie bei allen anderen Impfstoffen auch, eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff nach 6 Monaten erforderlich sein wird".

Auch wird in den Empfehlungen aufgeführt, dass es nicht notwendig ist, ein Intervall zu anderen Impfungen einzuhalten. "Die gleichzeitige Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen mit anderen Lebend- oder Totimpfstoffen (inkl. Influenza-Impfstoffen) ist möglich und sinnvoll (unter schiedliche Impfstelle)." Vor und nach (planbaren) Operationen soll ein Mindestabstand von 14 Tagen zur Impfung eingehalten werden. Bei dringender Indikation könne ein operativer Eingriff aber jederzeit durchgeführt werden.

Bezüglich der Impfdurchbrüche lautet die Empfehlung, sowohl im Fall einer symptomatischen SARS-CoV-2 Infektion wie auch einer asymptomatischen Infektion (nach vollständiger erster Impfserie mit zwei Impfungen) keine weitere Impfung durchführen zu lassen.

Kommentare (8)
PiccoloCommentatore
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@Kleinezeitung: Und wie funktioniert das jetzt?

Auf der Homepage von "Steiermark impft" steht immer noch: Sie bekommen automatisch einen Termin, frühestens 6 Monate nach dem zweiten Stich. Keine Info zur Vorgezogenen Auffrischung nach 4 Monaten mit AZ!

Diese Info, wie man dann zum dritten Stich kommt, wäre wirklich nützlich gewesen.

Emperatrix
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Wer Google nutzen kann, ist klar im Vorteil.

Automatisch bekommen Sie den Termin ohne extra einen buchen zu müssen frühestens 6 Monate nach der letzten Impfung. Sollten Sie allerdings früher eine Impfung wollen bzw. benötigen, können Sie sich selbst über die Steiermark Impft Webseite einen Termin buchen!

PiccoloCommentatore
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?

Aha, dort steht aber:

→ Alle Personen, die sich über die Anmeldeplattform des Landes Steiermark (steiermarkimpft.at) zur Erst- bzw. Zweitimpfung angemeldet haben, bekommen AUTOMATISCH eine Termineinladung zur Drittimpfung. Eine erneute Anmeldung ist NICHT notwendig.

Captain Einsicht
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...

Arzt finden der das macht. Sind aber alle Termine voll...
Impfbetrug machen?

frolic75
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Am 29. Juni 2021 lauteten die Schlagzeilen wie folgt:

HAMMER-STUDIE ZU MODERNA UND BIONTECH
Jahrelanger Schutz nach Impfung!

Unzufriedener
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Nein bitte nicht

Und der Ludwig will Kinder impfen, unglaublich dann soll er auch die Verantwortung übernehmen.

Captain Einsicht
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...

Ein Geruchsinn bei Kindern wird total Überbewertet!

samro
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und sie uebernehmen

die verantwortung dafuer dass kinder oder jugendliche schwer erkranken koennen bzw mit long covid dann monate lang kaempfen?
wie lange sich long covid tatsaechlich ausrwirkt wissen wir noch gar nicht. umso schlimmer ist das fuer kinder und jugendliche.

machen sie sich um sich selbst und andere sorgen. nicht um den ludwig der wenigstens was unternimmt.