Immunstatus der BevölkerungGegen den Blindflug: Wieso es eine Antikörperstudie braucht

Wie viele Personen in Österreich wirklich immun gegen Sars-CoV-2 sind, ist unbekannt. Eine repräsentative Antikörperstudie könnte für belastbare Daten sorgen und helfen, die Maßnahmen und in Herbst und Winter zielgerichteter zu steuern.

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Eine Antikörperstudie könnte helfen, die Covid-Maßnahmen zielgerichteter einzusetzen, etwa wenn es darum geht, wo Masken zu tragen sind und wo nicht © (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

"Wir wissen eigentlich gar nichts“, sagt Gerald Gartlehner. Dieses „gar nichts“ bezieht der Epidemiologe (Donau-Uni Krems) auf den Immunstatus der österreichischen Bevölkerung in Bezug auf Covid-19. Bislang sind etwa 5,4 Millionen Menschen vollimmunisiert. Rund 730.000 Menschen haben eine Infektion durchgemacht. Diese beiden Zahlen zu addieren und somit auf den Immunstatus zu schließen, greift zu kurz. Zum einen gibt es eine Dunkelziffer an Infektionen. Zum anderen sind auch unter den geimpften Personen Genesene.

Kommentare (13)
wedef1
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Steht alles im Artikel

An die Poster hier. Es geht hier nicht um die gewöhnlichen Antikörperbestimmungen, die in jedem Labor gemacht werden. In der geplanten Studie sollen die neutralisierenden AK bestimmt werden. Dazu benötigt man ein spezielles Sicherheitslabor, da dazu die Viren gezüchtet werden müssen. Auf Basis dieser Ergebnis sollte es dann möglich sein eine Korrelation zu den einfachen AK Bestimmungen herzustellen. Steht alles im Artikel.

feringo
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Frau Martina Marx

Werte Frau Martina Marx, also was jetzt, bitte, stimmt in Ihrem Artikel (um 09:00 Uhr)?
Ist die Kenntnis der Antikörper essentiell oder nicht?
Entweder haben Sie Andreas Bergthaler nicht richtig verstanden oder nicht gut wiedergegeben oder ich habe Ihren Beitrag nicht verstanden.
Antikörper seien essentiell UND die Kenntnis darüber nicht aussagekräftig, das passt jedenfalls nicht zusammen.

neuernickname
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feringo Zur Klärung

Die herkömmlichen Antikörpertests sind nicht aussagekräftig.

Man muss diese Tests in speziellen Laboren auswerten, das ist sehr aufwendig und erfordert wohl auch eine sehr gute Organisation.

Zitat aus dem Artikel:
"Auskunft über Immunität können die neutralisierenden Antikörper geben, diese können via Test nachgewiesen werden. Allerdings müssen diese Untersuchungen in Speziallabors durchgeführt werden. Die alleinige Anzahl der Antikörper ist nicht aussagekräftig, betont Bergthaler. „Nur weil ich eine bestimmte Anzahl an Antikörpern habe, heißt das nicht, dass ich geschützt bin.“

Es ist also nicht so simpel, wie sich die Poster das hier vorstellen.

feringo
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@neuernickname : ... Zur Klärung ...

In diesem Falle zähle ich halt Martina Marx auch zu Postern ;-)

umo10
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Gesundenuntersuchung

Ich werde bei meiner jährlichen routineuntersuchung zukünftig nicht nur den Schilddrüsen- den Zucker- den Prostata- den Zeckenwert sondern auch den Covid-19 wert bestimmen lassen. Wenn dann die ÖGK aufgrund von Studienergebnisse einen Grenzwert findet, dann kenne ich schon meinen Status

neuernickname
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umo Nein - lies den Artikel - du weißt da gar nix

Lies den Absatz wo Bergthaler erklärt um WELCHE Antikörper es da geht.

Smusmu
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Blindflug

"Blindflug" ist genau das treffende Wort zum Thema Corona.

gehtso
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die Meldung aus

dem Gesundheitsministerium "Derzeit würden Gespräche laufen, die Eckpunkte einer solchen Prävalenzstudie zu definieren. " heißt übersetzt auf Deutsch "es kann noch Jahre dauern"!
die Studie gibt es in den nordischen Ländern übrigens schon lange.

Hgs19
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….Antikörper

Bei jeder Impfung entscheidet man aufgrund der Antikörper ob eine Auffrischung nötig ist, warum soll dies jetzt nicht gelten. Ich glaube das geht zu weit und das wird sich die Bevölkerung hoffentlich nicht gefallen lassen! Ich werde auf jeden Fall bevor ich mich wieder impfen lasse meinen Status erheben. Mir erscheint da gibt es zuviele Impfstoffe die wir nicht los werden.

neuernickname
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Also ich hab nur einmal bei der Zeckenauffrischung den Titer bestimmen lassen

"Bei jeder Impfung" ist also eine Falschmeldung.

Ich hab noch AK bestimmen lassen vor der Grippeimpfung und auch seit der Titerbestimmung damals (wo mein Titer zu gering war) auch nie mehr vor der Zeckenimpfung.
Ich halte da einfach das Intervall ein.

Kann das sein Hgs19, dass sie niemals zu diesen Impfungen gehen?

neuernickname
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es soll noch NIE AK vor der Grippeimpfung heissen

....

Maja0311
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die Antwort ist sehr einfach...

... und auch im Artikel zu finden - es gibt noch kein Schutzkorrelat. also weiß man nicht sicher ab welcher Anzahl der Schutz gewährleistet ist.

Wendel1980
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Da kommen die Herren aber früh drauf.

Das müsste - ähnlich der Influenza- sowieso dauern seit einem
Jahr passieren, in Form von Kohorten, die man einerseits regelmäßig auf das Virus testet, andererseits auf Antikörper.

Unglaublich, dass das erst jetzt in Planung geht.