Der Nachtzug aus Wien hat mich entspannt an mein Ziel gebracht. Mit ein paar Minuten Verspätung verlasse ich Bologna Centrale, mit 20 Gleisen einer der größten Durchzugsbahnhöfe Europas. Ein paar Schritte weiter dringt aus einer um 6 Uhr früh bereits geöffneten Bar der unwiderstehliche Duft aus Caffè und Croissant. Gestärkt geht es weiter über die Via dell‘Indipendenza Richtung Altstadt der Metropole, die wie so viele Schätze Italiens etruskischen Ursprungs ist, später zum römischen Bononina wurde und Jahrhunderte darauf berühmt war für 180 bis zu hundert Meter hohe Geschlechtertürme, die die Stadt zum Manhattan des Mittelalters machten.
Bologna
Die italienische Città Rossa wird grün
Sie trägt viele Kosenamen: La Grassa, die reiche Stadt mit der großen Kulinarik, La Dotta, die Stadt der Gelehrten und der ersten Universität Europas, La Rossa wegen der Farbe der Hausfassaden und der Politik. Und jetzt wird Bologna durch eine große Verkehrswende auch noch grün. Teil 2 der Serie „Städte der Zukunft“.
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