Die Zeit zwischen den Jahren hat im Volksglauben eine große Bedeutung. Für viele Menschen ist die Zeit voller Magie etwas ganz Besonderes. Es sind die Nächte um den Jahreswechsel, in denen Aberglauben und Gebote für den Alltag ein Tänzchen wagen. Und genau diese Nächte sind als Raunächte oder auch „Rauhnächte“ bekannt. Abgeleitet ist der Begriff von „Rauchnacht“ und der „Rauch“ kommt vom Räuchern. Weihnachten, Kerzen, Beisammensein, aber auch dunkle Stunden und Kälte prägen diese Zeit. Diese zwölf Rauhnächte gelten als mystische und magische Phase, in der die Grenze zwischen der materiellen und der spirituellen Welt besonders dünn ist.

Raunächte habe eine klare Bedeutung

In dieser Zeit sollen Geister und übernatürliche Wesen aktiv sein, Tiere sprechen können, die Bräuche und Traditionen variieren auch je nach Region. Je nach Gegend variiert auch die Zahl der Raunächte stark. Mal sind es zwölf, mal dreizehn, mitunter sogar nur drei oder vier. Aber alle Überlieferungen sind sich einig: Die Raunächte dienen dem Innehalten.

Das Räuchern mit Harzen und Kräutern ist eine Tradition in der dunklen Jahreszeit. Die Räucherexpertin Christine Fuchs - die ihre Tipps auch im Internet teilt unter raunächte.at - erklärt im Interview, warum im Winter geräuchert wird, welche Pflanzen sich dafür eignen und was beim Sammeln und Trocknen zu beachten ist.

Zum Thema Raunächte finden Interessierte im Styria-Verlag unter anderem dieses Buch:

Sigrid Csurda-Steinwender: „Räuchern, Raunacht, Rituale | Sigrid Csurda-Steinwender: „Räuchern, Raunacht, Rituale
Sigrid Csurda-Steinwender: „Räuchern, Raunacht, Rituale
| Sigrid Csurda-Steinwender: „Räuchern, Raunacht, Rituale © Screenshot/Styria Verlag