Im Halbfinale der ORF-Show Dancing Stars gaben vier Tanzpaare noch einmal alles, aber für ein Paar hat es nicht gereicht. Tanz vereint Poesie, Drama und Spaß – und wenn es dafür auch noch Punkte gibt, ist der Thrill perfekt.
Am Freitag wurden Jurorin Maria Angelini-Santner und Juror Balázs Ekker dieses Mal von Barbara Meier unterstützt: Die Deutsche ist Model und Schauspielerin und schaffte es bei „Let‘s Dance“ sogar bis ins Finale. „Es braucht die Freude am Tanz“, sagte Meier über das Geheimnis, wie man ins Finale kommt. Moderiert wurde der Abend wie üblich von Andi Knoll und Mirjam Weichselbraun.
So lief es beim ersten Tanzdurchgang
Aaron Karl und Profitänzerin Katya Mizera starteten mit „Nah Neh Nah“ ins Finale, dem legendären Song von Vaya Con Dios: Der Quickstep gefiel Maria Angelini-Santner besonders: „Der Quickstep ist eine große Herausforderung. Das ist einer der schwersten Tänze.“ Während der „Schutzpatronin der Körperspannung, wie Moderator Andi Knoll Angelini-Santner nannte, der Tanz gar nicht gestresst vorkam, war Juror Balázs Ekker anderer Meinung: „Es hat nicht diese Gelassenheit gegeben.“ Gastjurorin Meier war auch zufrieden. Von allen drei gab es 9 Punkte, sie starteten mit 27 Punkten – nicht schlecht.
Influencerin Anna Strigl und Herby Stanonik legten eine Paso Doble zu „Montagues & Capulets“ von Sergei Prokofjew auf das Parkett. „Du hast eine ganz andere Seite gezeigt. Es war eine tolle, andere Anna“, entfuhr es Juror Ekker. Strigl, die sich Gedanken über ihre „nette Seite“ gemacht hatte, hörte von Jurorin Meier: „Stell dich nie in Frage, ob du gut genug bist.“ Punkte: 9 von Angelini-Santner, 10 von Meier und von Ekker 10 Punkte. Sie legten damit mit 29 Punkten gleich einiges vor.
Paulus Bohl und Profitänzerin Catharina Malek tanzten einen Wiener Walzer zu „I Put a Spell on You“ von Annie Lennox. Die Choreografie der beiden gelang und viel Jubel brandete auf. Und das würdigte auch die Jury: „Ich bin fasziniert, dass man den Wiener Walzer immer wieder neu interpretieren kann. Applaus, super Choreografie. Ich habe noch nie so einen aufgeladenen Wiener Walzer gesehen“, sagte die „Königin des Wiener Walzer“ Angelini-Santner. Und Ekker fügte noch hinzu: „Sehr kreative Choreografie.“ 9 Punkte von jedem, macht 27 Punkte insgesamt.
Simone Lugner und Danilo Campisi hatten keine leichte Trainingswoche: Die Stimmung war angespannt, Lugner vergoss sogar Tränen. Dafür legten sie einen beherzten Jive zu „SOS“ von Rihanna hin. Auch hier stand das Publikum auf. Campisi entschuldigte sich für sein Verhalten während des Trainings. Und Lugner zeigte Größe: „Wir haben wieder zusammengefunden.“ Ekker war überzeugt: „Du hast dich Woche für Woche entwickelt.“ Und Angelini-Santner: „Die anderen drei waren tänzerisch ein Stuferl höher.“ Barbara Meier zeigte in ihrer Juroren-Rolle ein sehr gutes Gespür für die Tanzpaare und sagte zu Lugner: „Ich habe bei Germanys Next Top-Model auch immer gehört: Du musst aus dir rauskommen. Aber ich finde gar nicht, dass du aus dir rauskommen musst.“ Es gab am wenigsten Punkte. 7 von Angelini-Santner, 8 von Meier und 7 von Ekker, macht 22 Punkte.
So lief es beim zweiten Tanzdurchgang
Beim Contemporary-Tanz wurde die Musik nicht live gespielt, sondern kam vom Band. Aaron Karl und Profitänzerin Katya Mizera ließen ihren Gefühlen bei „In My Blood“ von Shawn Mendes freien Lauf. „Mich hat es wirklich berührt“, sagte Jurorin Angelini-Santner. Und schon zu diesem Zeitpunkt sah sie die beiden im Finale. Und Meier wartet gar nicht auf später, sondern gab gleich 10 Punkte. „Man lernt Technik. Man versucht nach diesem Bild zu gehen und diese Perfektion zu erreichen. Dann gibt es diesen Punkt, den man erreicht. Aber es sind so viele Top-Tänzer, die das erreichen. Aber es sind nur sehr wenige, die sich trauen, die Musik zu spüren“, sagte Ekker. Und diesen Level haben sie erreicht. Drei mal 10 Punkte, macht 30.
Olivia Rodrigo gab mit „All I Want“ den Takt vor, den Anna Strigl und Herby Stanonik aufnahmen. Das war natürlich auch eine schöne Choreografie. „Diese Emotion in Tänzen zu zeigen“, war Juror Ekker sich sicher, ist toll: „Sehr hohes Niveau.“ War schon bei Karl und Mizera der Tanz sehr emotional, spürte man auch bei diesen beiden gleich nach dem Tanz: Da geht viel vor in ihnen. Das ist nicht nur ein Tanz, das ist eine Geschichte. Und das bewegte nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum. „Extrem echt“, war sich Angelini-Santner sicher. Insgesamt 28 Punkte von den Juroren.
Und so ging es im zweiten Durchgang weiter
Als drittes Paar kamen Paulus Bohl und Catharina Malek mit „Lovely“ von Billie Eilish & Khalid an die Reihe: „Ich bin traurig, denn ich habe das Gefühl, dass wir hier nicht mehr gebraucht werden“, sagte Ekker. 30 Punkte gab es für diese fantastische Leistung.
Auch Simone Lugner und Danilo Campisi gaben noch einmal alles bei „Ordinary“ von Alex Warren. Die beiden boten eine emotionale Reise. „Gefühle zu zeigen ist Masterclass“, sagte Ekker. Und dafür gab es so viel Punkte: 28.
Damit gab es nach der Jury-Wertung drei erste Plätze mit 57 Punkten, nur Simone Lugner und Danilo Campisi waren mit 50 Punkten etwas abgeschlagen. Was umgerechnet vier Punkte für die ersten vier und 3 für das letzte Paar ergab. Kombiniert mit den Punkten des Publikums wurde die Reihung aber noch einmal umgedreht. Im Finale stehen: Paulus Bohl und Catharina Malek, Aaron Karl und Katya Mizera sowie Simone Lugner und Danilo Campisi. Damit schieden Anna Strigl und Herby Stanonik aus.