Ingeborg Bachmann ist mit ihrer Familie bis nach Obervellach geradelt. Eine durchaus beachtliche Radtour. „Das beschreibt Heinz Bachmann in seinem Buch über seine Schwester“, sagt die Leiterin des Klagenfurter Bachmann-Hauses Katharina Herzmansky.
Auf den Spuren von Bachmann
Und so ist es nicht ganz abwegig, dass die heurigen Kulturradpfade des Vereins Impulse auch mit Bachmann zu tun haben. Bei der Vorstellung des heurigen Programms durch Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner und Impulse-Obmann Heinz Pichler wurde auf die Verbindung von Kultur und Bewegung hingewiesen. Jede Tour, beginnend am 8. Mai, steht unter einem anderen Thema. „Sie glauben nicht, was man alles neu entdecken kann“, sagte Prettner.
Literarische Radreise
Am 3. Juli wird – geleitet von Austria Guide Susanne Schlager – eine literarische Radreise angeboten: „Bachmann erfahren“ heißt die Tour anlässlich des heurigen Jubiläumsjahres. Bachmann wäre heuer 100 Jahre alt geworden. Geradelt wird (Treffpunkt ist um 9 Uhr am Hauptbahnhof in Klagenfurt) zu den Schauplätzen ihrer Kindheit und Jugend. „Wir werden uns auch damit beschäftigen, welche Spuren Klagenfurt in ihrem Werk hinterlassen hat“, sagt Schlager. Und Herzmansky holte dabei auch das heutige Museum im Haus in der Henselstraße, wo Bachmann ihre Jugend verbrachte, ins Gedächtnis: Ihr Maturajahr verbrachte Bachmann während des Zweiten Weltkriegs sogar ganz allein dort, während sich die Mutter mit den beiden anderen Geschwistern im Gailtal vor den Bombenangriffen in Sicherheit brachte.
Eine der nächsten Veranstaltungen im Haus Nr. 26 in der Henselstraße findet schon diese Woche am 24. April statt: „Bachmann-Lesen, Bachmann-Hören“ ist von 14 bis 15.30 Uhr dem Lesen und Reflektieren über die Schriftstellerin von Weltrang gewidmet.