Ihren „Versuch einer Autobiografie“ begann Ingeborg Bachmann mit den Worten: „Geboren am 25. Juni in Klagenfurt. Musil sagt zu dem Ort etwas wie ,kein Ort, wo man gewöhnlich zur Welt kommt´. Für mich ist Klagenfurt aber immer ein durchaus plausibler Ort gewesen.“ Sie erzählt darin auch von der großen Freude, als die Familie „ins eigene Haus“ in der Henselstraße 26 übersiedelte. Dieses Zitat findet man auch beim Eingang des neu gestalteten Bachmann-Hauses, das am Freitag dort, wo die Dichterin wesentliche Kindheits- und Jugendjahre verbrachte, eröffnet wurde. Angekauft durch die Kärnten Privatstiftung und an Stadt Klagenfurt und Land Kärnten übergeben, soll das Haus nun ein lebendiger Begegnungsort mit der großen Dichterin sein, aber auch ein Ort, um „zur Sprache zu kommen“, sagt Wolfgang Giegler, Ausstellungsgestalter und Mitglied des kuratorischen Teams.