Die Band nennt sich vielsagend „Velvet Revolution“, was zwar auf die samtene Revolution in der Tschechoslowakei 1989 anspielt, ansonsten aber keinerlei politische Assoziationen weckt. Es geht vielmehr ums musikalische Konzept, das schon einmal mit der ungewöhnlichen Besetzung aufhorchen lässt: der Deutsche Daniel Erdmann am Tenorsaxophon, der Franzose Théo Ceccaldi an der Violine und der Brite Jim Hart am Vibraphon. Eine offene Besetzung also, die trotz des Fehlens von Rhythmusinstrumenten immer wieder ganz schön ins Grooven kommt. Das Saxophon wechselt zwischen sonor und perkussiv, trifft sich dort im Staccato immer wieder wunderbar mit dem Pizzicato der Geige. Das Vibraphon sorgt indessen für das entsprechende Volumen im Sound.
Kulturforum Villach
Jazzmusiker als samtene Revolutionäre
Kritik.
„Velvet Revolution“ überzeugt mit virtuos gespielter, schmeichelnder Musik.
© Gilbert Waldner