„Das Zusammenbringen von Leuten ist eigentlich die Pointe der Waldarena.“ Wenn Christian Salmhofer das sagt, könnte man einwenden: Ja, eh, tun das nicht alle Konzerte? Aber Salmhofer meint damit auch: Es geht nicht nur um die Musik („deren Qualität immer passen muss“), es geht um ein unkompliziertes Miteinander.

„Für mich ist die Musik wirklich wichtig, aber nicht als Event. In der Waldarena kann man als Musiker auch eine Pause machen und dann zwitschern die Vögel. Die Stille ist genauso spannend“. Das Programm des Veranstaltungsortes in Krumpendorf kann sich aber sehen lassen. Um nur einige Beispiele zu nennen: Gitarrist Tilen Gavranovič (18. Juni), das Gerd Schuller Keytrio (4. Juli), Tim Armacost, Klemens Marktl und Stefan Bartus (17. Juli) oder die Lukas Gabric Band (22 Juli). Der Bluesmusiker Sir Oliver Mally (24. Juli) oder Klaus Paier und Asja Valcic (1. August) geben sich auch die Ehre. 11.000 Menschen kamen im Vorjahr an ungefähr 90 Terminen.

Freiwillige Spende

„Alles gegen freiwillige Spende“, sagt Salmhofer. Eintritt: Freiwillige Spende. Trinken: Freiwillige Spende. Und Kuchen: Auch freiwillige Spende. „Ich bin mit Musik aufgewachsen“, sagt der gebürtige Steirer, diese Liebe will er mit seinen Konzerten auch ein bisschen weitergeben. Die Waldarena soll dabei nicht nur ein Ort für Musik sein, sondern ganz klar ein Ort der Begegnung. Der Bonus: Wenn es regnet, wechselt man in die evangelische Kirche oder in den Gemeindesaal. Von der Gemeinde Krumpendorf bekommt Salmhofer 10.000 Euro Fördergelder. „Aber ich zahle auch Pacht.“ Und das Land Kärnten zahlt noch einmal 15.000 Euro. In den 1990er-Jahren hat er mit dem Veranstalten von Konzerten begonnen, obwohl er im Brotberuf Gemeinden im Bereich des Klimaschutzes berät.

Das Ungezwungene liegt ihm. „Ich selbst wohne ja nur 200 Meter von der Waldarena weg. Ich bin quasi der Hausmeister“, sagt er. Aber es gefällt ihm schon, wenn die Leute dann auch anpacken: Künstler wie Publikum. Moderator, Schauspieler und Sänger Ron Williams tritt wieder auf (3., 4., 5. und 6. August), Marco Tamayo und Gottfried Gfrerer (9. August), Fiona Fergusson (15. August) sowie das Noreia String Quartett (24. August), BartolomeyBittmann (13. September) und Thomas Gansch (27. September). Auch extra Programme für Kinder stehen auf dem Plan, zum Beispiel am 20. Juli mit Sophie Katharina Schollum (Flöte), Kristian Lind (Bass) und Christian Kurz (Schlagzeug).

Dieser Veranstaltungsort ist quasi eine Arena des Miteinanders von Künstlerinnen und Künstlern, Gästen und der großartigen Naturkulisse. Alles zusammen bildet eine Einheit. „Ich mache das für alle und nicht exklusiv für irgendjemanden.“